Schluss mit dem Kabelsalat
Die Norm für Estriche (DIN 18 560) gibt die Trennung des Estrichs von Einbauten vor – eine Fuge von 2 mm zwischen beiden Gewerken zur Entkopplung ist zwingend erforderlich. Eine fugenlose Errichtung wird zwar häufig angestrebt, ist aber nicht zulässig. Die Entkopplungsfuge dient nicht nur der Verringerung der Trittschallübertragung, es wird auch der Rissbildung entgegengewirkt.
Mehr Übersichtlichkeit, bessere Sicherheit und Brandschutz sind wichtige Vorteile von Unterflursystemen, sie können aber auch hinsichtlich eines einheitlichen Raumdesigns vermitteln. Besonders für Terrazzoböden gibt es immer mehr Anwendungen, wie zum Beispiel überschleifbare Schalungskörper. Zur Abdeckung der Kanäle sind trittstabile und formschöne Roste verfügbar, die in vielen Farben erhältlich sind. Einheiten mit Bodenbelagsschutzrahmen verdecken eventuelle Bodenunebenheiten am Ausschnitt. Die Alternative sind Einheiten mit Stoßkante. Völlig losgelöst vom Estrich ist etwa der estrichbündige Bürstenkanal von PUK (Bild 2). Rissbildungen am Untergrund sind daher unmöglich. Zudem ermöglicht der Kanal eine dezente horizontale Leitungsführung auch quer durch den Raum.
Nachbestrücken und austauschen
Die Hersteller bieten Unterflursysteme in verschiedenen Materialausführungen an: Edelstahl, Kunststoff oder Messing. Es gibt sogar Edelstahleinheiten, die mit allen Bodenbelägen befüllt werden können, selbst Terrazzo. Sollte eine Belegung mit Bodenbelag nicht gewünscht sein, hält der Markt edelstahlplane Einheiten bereit. Unterflursysteme können flexibel nachbestückt und ausgetauscht werden, sowohl die Einheiten als auch die Installationsgeräte. Leitungen können nachgezogen und ausgetauscht werden. Je nach Anspruch an die Gegebenheiten lassen sich die Einheiten einsetzen. Die Abmessungen sind einheitlich, sodass eine Umstellung von Büroverkehrslast auf Überlast kein Problem darstellt. n
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- N. Fabini
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