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Elektrotechnik | Kabel und Leitungen

Schäden durch Wechselstromkorrosion

ep1/2008, 1 Seite

Im Rahmen der Begutachtung eines Heizungsschadens in einem Hotel wurden auch weitere Korrosionsschäden untersucht. Dabei kam die Frage auf, ob Elektrokorrosion durch Wechselstromeinflüsse möglich ist. Vielfach wird dies zwar positiv beantwortet (siehe beigefügten Auszug aus einem Gutachten), ein wissenschaftlich reproduzierbarer Nachweis ist mir jedoch nicht bekannt. Vielmehr erscheint es mir so, als würden alle, die sich zu dem Thema äußern, nur die gleichen Phrasen wiedergeben, ohne die tatsächlichen Hintergründe zu kennen. Es wäre daher sehr erfreulich, wenn die Möglichkeit bestünde, zu der Thematik Wechselstromkorrosion fundiert Stellung zu nehmen. Auszug aus einem Gutachten: „... Die Überprüfung bzw. Kontrolle der Netzform auf Durchgängigkeit TNS hat den Hintergrund, dass seit ca. 10 bis 15 Jahren verstärkt schnelle Korrosionen durch Wechselstromeinflüsse beobachtet werden. Dabei übt der Wechselstrom nicht dem Gleichstrom vergleichbare Angriffe aus, sondern es sind vielmehr die Abweichungen von der Sinusform des Wechselstroms, die zu sehr kurzzeitigen aber heftigen Stromanstiegen, ausgelöst durch die modernen Geräte mit nicht linearen Komponenten, führen. Bei dieser Art der Korrosion, die zunächst einmal nicht näher erklärt werden soll, handelt es sich um schnell ablaufende Reaktionen, bei denen Temperaturanstiege mit gleichzeitig beschleunigten chemischen Reaktionen eine entscheidende Rolle spielen. Allen diesen korrosionsfördernden Einflüssen ist gemeinsam, dass sie in absolut kurzer Zeit ablaufen und immer ein gleichförmiges Erscheinungsbild aufweisen, nämlich kreisrunde Lochfraßstellen. Diese ähneln Vorgängen, wie wir sie bei funkenerrosiven Trennungen beobachten können. Das gleiche Erscheinungsbild finden wir beim Elektrofräsen. ...“


   

Autor
  • G. Peez
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