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Normen und Vorschriften | Installationstechnik | Elektrotechnik

Normenumstellung bei Elektroinstallationsrohren

ep9/2001, 1 Seite

Das Ziel, die politische und wirtschaftliche Einheit der EU-Mitgliedsstaaten zu schaffen, bringt neue Anforderungen an Verbraucher und Hersteller mit sich. So ändern sich beispielsweise vertraute VDE-Normen in EN-Normen und damit vielfach auch Anforderungs- und Einsatzprofile.


Internationale Normung Die deutschen Mitarbeiter des DKE - Praktiker aus den Bereichen Elektrohandwerk, den Herstellerbetrieben, Prüfinstituten und unabhängigen Organisationen - arbeiten beim Erstellen der elektrotechnischen Normen in der CENELEC mit und haben dort auch ihr Stimmrecht. Sie können sich aber allzu oft bei Mehrheitsentscheidungen gegen Interessengruppen anderer Länder mit ihren Forderungen nicht durchsetzen. Es entstehen somit viele Normen, deren Inhalte sich nicht an das in Deutschland herrschende Verhältnis von Produktsicherheit anlehnen oder sogar an den besonderen Bedürfnissen der deutschen Kunden vorbeigehen. Normung der Installationsrohre nach EN 50 086 Ab 01.12.2001 dürfen PG-Rohre nicht mehr mit dem VDE-Zeichen hergestellt werden. Somit kommt ab diesem Tage nur noch die Fertigung nach der EN 50086 in Frage - und damit Elektroinstallationsrohre mit anderen Nennweiten und mit metrischen Maßen. Eine wichtige Änderung ist, dass nun ein Klassifizierungscode gilt. Damit wird z. B. das bisher flexible FBY-Rohr der Definition nach ein biegsames Rohr sein. Der Klassifizierung nach sind flexible Rohre dann nicht mehr für die bisherigen Anwendungen zu nutzen, sie gehen in Richtung Kabelschutz an Maschinen. Aber das hängt eben mit den geänderten Prüfbedingungen zusammen. Um die Verwirrung nicht zu groß werden zu lassen, haben sich die im ZVEI organisierten Hersteller etwas einfallen lassen. Zwar ändert sich der Name des Installationsrohres z. B. von FFKuS zu FKuS-EM-F, es bleibt jedoch bei beim bisherigen Einsatzbereich, und das auch noch mit verbesserten Eigenschaften. Der Zusatz EM-F hat folgende Bedeutung: · „E“ steht für Europanorm, damit man die alten von den neuen Produkten unterscheiden kann, · „M“ für mittlere Scheiteldruckfestigkeit, die im Übrigen so hoch ist, wie früher das AS · „F“ steht für nicht flammausbreitend, also flammwidrig. Auswirkungen auf die Produkte Es wurde die gesamte bisherige Produktpalette in dieser Form neu geschaffen, so dass man die Auswahl eines Elektroinstallationsrohres nach den bisherigen Begriffen durchführen kann ohne Probleme zu bekommen. Zudem wurden wesentliche Verbesserungen der Produkteigenschaften erreicht und auch neue Produkte für Sonderanwendungen aus Aluminium und UV-stabilisierten Materialien geschaffen. Zu den wichtigen Details der neuen Norm werden von den Herstellerfirmen Informationen schon auf den nächsten Messen und auch ab Mitte diesen Jahres im Internet zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus bietet die Fa. Fränkische Rohrwerke für den Installateur umfangreiches und aussagekräftiges Informationsmaterial an, das kostenlos abgefordert werden kann. Neben dem Hauptkatalog EN-1, der vollständig überarbeitet das Elektrorohrprogramm nach EN-Norm enthält, wird auch eine Umrechnungstabelle bereitgestellt (kostenlose Abgabe). M. Thomé Elektropraktiker, Berlin 55 (2001) 9 745 Report Normenumstellung bei Elektroinstallationsrohren Das Ziel, die politische und wirtschaftliche Einheit der EU-Mitgliedsstaaten zu schaffen, bringt neue Anforderungen an Verbraucher und Hersteller mit sich. So ändern sich beispielsweise vertraute VDE-Normen in EN-Normen und damit vielfach auch Anforderungs- und Einsatzprofile. Foto: BB-Line

Autor
  • M. Thomé
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