Installationstechnik
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Elektrotechnik
Normenlage beim eHZ
ep4/2007, 2 Seiten
Befestigungs- und Kontaktiereinrichtungen (BKE) Die Produktnorm DIN V VDE V 0603-5 sieht entsprechend den beiden Ausführungs-Varianten des eHZ folgende Kontaktierungen vor: · Die so genannte BKE-I greift bei Neuanlagen. Die eHZ-Kontaktierschnittstelle ist hier integriert in die Zählertafel von eHZ-Zählerplätzen (Bild ). Die Montage der BKE-I erfolgt werksseitig oder durch den Elektrotechniker. Die eHZ können bei Neuanlagen direkt auf eHZ-Zählerfelder aufgerastet werden, da diese mit der BKE-I ausgestattet sind. · Die BKE-A stellt die Adapterversion zur Nachrüstung bestehender Zählerplätze mit elektronischen Haushaltszählern dar. Die Montage erfolgt dabei auf Zählertragplatten mit Dreipunkt-Schraubbefestigung (Bild ). Maße und Verdrahtung Die Teile 1 bis 3 der DIN 43870 legen die Normen hinsichtlich der Maße und der Verdrahtung von Zählerplatzen allgemein fest. In zusätzlichen Anhängen sind die normativen Bestimmungen für eHZ-Zählerplätze ausgeführt. Die Maßangaben der bekannten DIN 43870-1 für Zählerplätze basieren auf einem Rastersystem. Da der eHZ im Vergleich zum mechanischen Ferraris-Zähler jedoch geringere Abmessungen aufweist, sind die daraus resultierenden Auswirkungen im Anhang „A1“ festgelegt. Dieser regelt unter anderem die lichte Zählerplatztiefe, die für eHZ-Anwendungen mindestens 100 mm beträgt. Dabei gilt: Unter Beachtung der lichten Zählerplatztiefe können eHZ-Zählerplätze auch zur Aufnahme von Zählern mit 3-Punkt-Befestigung geeignet sein. Ebenfalls in Anhang 1 geregelt sind die Anforderungen an Zählerplatz-Umhüllungen. Umhüllte Zählerplätze mit einer Gesamttiefe von T1 180 mm erhalten als normgerechte Bezeichnung den Zusatz T1. Beispiel: „Zählerplatz DIN 43870 ... T1“. Darüber hinaus enthält der Anhang die zulässigen Abmessungen von Zählerplatzflächen mit BKE-I. Die zulässigen Breiten betragen 250, 500, 750, 1000 und 1250 mm; zulässige Höhen sind 900 und 1050 mm. Daraus ergeben sich die Funktionsflächen für eHZ-Zählerplätze nach Tafel . Aus den angegebenen Maßen folgt der in Bild gezeigte beispielhafte Aufbau für eHZ-Zählerfelder in den Feldhöhen 900 mm und 1050 mm. Im Anhang 1 zu finden ist auch die Berech- Elektropraktiker, Berlin 61 (2007) 4 310 FÜR DIE PRAXIS Installationstechnik Normenlage beim eHZ A. Jungfleisch, Blieskastel Der Weg für den elektronischen Haushaltszähler ist frei: Er hat seine Pilotphase im November 2006 gemeistert und seine Zuverlässigkeit unter Beweis gestellt. Inzwischen setzen auch die ersten Stadtwerke den eHZ in ausgewählten Wohnanlagen ein. Denn normenseitig sowie im Hinblick auf die TAB 2000 stehen eHZ, Zählerplatztechnik sowie die Schnittstelle zwischen eHZ und Zählerplatz mittlerweile auf einem sicheren Fundament. Autor Achim Jungfleisch ist Mitarbeiter der Fa. Hager Tehalit, Blieskastel. eHZ mit BKE-I (integriert) eHZ mit BKE-A (Adapter) oberer Anschlussraum 1 oberer Anschlussraum 2 für eHZ-Anwendungen für eHZ-Anwendungen BKE-1 BKE-2 * * unterer Anschlussraum 1 unterer Anschlussraum 2 900 oberer Anschlussraum oberer Anschlussraum 1 2 3 4 für eHZ-Anwendungen für eHZ-Anwendungen 1 2 3 4 BKE-1 BKE-2 BKE-3 BKE-4 unterer Anschlussraum unterer Anschlussraum 1 2 3 4 1050 a) b) Beispiel-Aufbau für eHZ-Zählerfelder in den Feldhöhen 900 mm und 1050 mm Tafel Funktionsflächen für eHZ-Zählerplätze Höhe der 900 mm für 1 BKE-I 1050 mm für 1 oder 2 BKE-I Zählerplatzflächen je Zählerfeld je Zählerfeld für Anlagen ab 2 Zählerfeldern Höhe des oberen Anschlussraumes 150 mm 1) 300 mm 2) Höhe des Zählerfeldes 450 mm 450 mm Höhe des unteren Anschlussraumes 300 mm 300 mm 1) dient der Aufnahme von Betriebsmitteln mit einer Gesamtverlustleistung von ) 5 W 2) dient der Aufnahme von Betriebsmitteln mit einer Gesamtverlustleistung von ) 10 W EP0407-310-311 20.03.2007 12:54 Uhr Seite 310 nung der Wärme-Entwicklung. Dabei sind die Belastungen nach DIN 18015-1, Kurve 1 heranzuziehen. In Bezug auf die abführbare Wärmeleistung gilt die DIN EN 60439-3 (VDE 0660-504). Wichtig: Liegen andere Belastungen vor, so ist die Wahl geeigneter Gehäuse gesondert zu berechnen. Als Richtlinie zur Projektierung von eHZ-Zählerplätzen für Kundenanlagen nach „ZVEI/TAK 7.2.2 Zählerplatzhersteller“ gilt Tafel . Ergänzte Maßnorm für Funktionsflächen Auch die E DIN 43870-2 für Zählerplätze wurde um einen Anhang „A1“ erweitert, der alle notwendigen Aspekte hinsichtlich des eHZ-Zählerplatzes regelt. So zum Beispiel die maßliche Festlegung für das Zählerfeld mit einem oder zwei eHZ (Bild ). Wichtig: eHZ-Zählerfelder mit BKE-I sind als Übergangsregelung auch in umhüllte Zählerplätze mit einer maximalen Gesamttiefe von 225 mm nach DIN 43870-1 einbaubar. BKE-I-Verdrahtung Im Anhang A1 der DIN 43870-3 zur Verdrahtung von Zählerplätzen sind alle Aspekte hinsichtlich des eHZ-Zählerplatzes definiert. Wichtige Änderungen betreffen die bisherigen Abschnitte 2 und 3: · Die bisherigen Angaben zu freien Leitungsenden laut Abschnitt 2 sind für eHZ-Anwendungen nicht relevant. Stattdessen gilt: Bei den freien Leitungsenden der BKE-I zum oberen und unteren Anschlussraum sind Leitungsart, -querschnitt und -kennzeichnung anzugeben. Die Kennzeichnung erfolgt 20 mm vor dem jeweiligen freien Leitungsende. · Die bisherigen Festlegungen in Bezug auf das Zählerfeld und den Zählerklemmblock in Abschnitt 3 sind für eHZ-Anwendungen ebenfalls nicht relevant. Bei eHZ-Zählerplätzen darf die Zähler-Erregung vom N- bzw. PEN-Leiter abgezweigt werden, der vom unteren zum oberen Anschlussraum führt. Dieser darf jedoch keine lösbaren Verbindungen enthalten. Produktnorm DIN VDE 0603-1 für Installations-Kleinverteiler und Zählerplätze bis AC 400 V wurde für eHZ-Zählerplatz-Anwendungen um den Teil 102 ergänzt. Wesentliche Inhalte der DIN V VDE V 0603-102 sind: · Die Zählerplatz-Bauform A (Frontabdeckungsschränke) entfällt. · Ergänzung der Bauformen A/U (mit Tür ohne Sichtfenster) durch die Einbaumöglichkeit von eHZ-Zählerfeldern mit einer Höhe von 450 mm für einen bzw. zwei eHZ. · Ergänzung der Schlagprüfung für eHZ-Zählerfelder hinsichtlich Bruchsicherheit. · Ergänzung der Belastungsprüfung hinsichtlich Losreißen des Zählers und des Zählerfeldes. · Die Neigungsprüfung für das Zählerfeld entfällt. Fazit Die eHZ-Zählerplatztechnik steht mittlerweile auf einer sicheren Normenbasis. Die Bestückung der Zählerplätze erfolgt nach TAB 2000. Sie verweist ihrerseits in Abschnitt 7 „Zähl- und Mess-Einrichtungen, Steuereinrichtungen, Zählerplätze“ explizit auf die genannten Normen DIN VDE 43870 und DIN VDE 0603. Das heißt im Klartext: Die Technik des elektronischen Haushaltszählers entspricht normenseitig den aktuellen TAB - damit steht dem praktischen Einsatz nun nichts mehr im Wege. Elektropraktiker, Berlin 61 (2007) 4 311 Tafel Projektierung von eHZ-Zählerplätzen für Kundenanlagen Anzahl Kundenanlagen 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Anzahl Feldhöhe 900 mm 1 2 3 4 5 Zählerfelder Feldhöhe 1050 mm 2 2 3 3 4 4 5 5 für eHZ-Anwendungen 300 450 250 12,5 max. BKE-I BKE-I 12,5 max. 12,5 max. 12,5 max. 150 Maßliche Festlegung für das eHZ-Zählerfeld mit einem oder zwei eHZ Quellen: Hager Tehalit EP0407-310-311 20.03.2007 12:54 Uhr Seite 311
Autor
- A. Jungfleisch
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