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Regenerative/Alternative Energien | Veranstaltung | Elektrotechnik

Nord Elektro 2000 in Hamburg: Sonne und Wind: Energiequellen der Zukunft

ep8/2000, 1 Seite

Die norddeutsche Fachwelt trifft sich zwischen dem 13. und dem 15. September anlässlich der 7. Fachmesse für Elektro- und Gebäudetechnik, Elektronik und Gebäudeautomation. Der ideelle Träger, der Norddeutsche Fachverband e.V. (NFE) zusammen mit den Nordlichtern unter den Landesinnungsverbänden der elektrotechnischen Handwerke Schleswig-Holstein, Niedersachsen/Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, wird vom Bundesverband des Elektro-Großhandels (VEG) e.V. sowie vom Fachverband Installationsgeräte und -systeme im ZVEI unterstützt.


Wer wird was zeigen? Knapp 200 Unternehmen und Organisationen präsentieren sich ihren Kunden und Partnern auf der Messe. Auf der vielleicht kleinsten Regionalschau für das elektrotechnische Handwerk sind unter dem Motto „klein aber fein“ alle Großen der Branche zu treffen. Stellvertretend für die Absicht der ausstellenden Firmen, die Kundenbindung zu vertiefen und Innovationen vorzustellen, soll Dr. Oswald Hager (Bild ) für die Hager Tehalit Vertriebs Gmb H, Blieskastel, mit seinem Gruß an die Messegäste zu Wort kommen: „Hager Tehalit nimmt an der NORD ELEKTRO teil, weil sie uns die Möglichkeit gibt, treue Hager/Tehalit-Kunden in ihrer Wahl zu bestätigen und neue Freunde zu gewinnen. In diesem Jahr stellen wir im Rahmen unserer Innovationsoffensive eine Vielzahl neuer Produkte vor. Erstmalig auf einer Messe unser neues System für Energie- und Dateninstallation ,,BR netway“, eine Weltneuheit mit mehr als 15 patentierten Lösungen." Die Ausstellung umfasst alle wichtigen Segmente der Branchen, die der Exposition den Namen geben. Unter dem Messemotto „Ein Plus an Komfort bei einem Minus an Energieverbrauch“ sind die Branchen · Gebäudeinstallations- und Systemtechnik · Gebäudeautomation mit allen Dienstleistungen rund um das Gebäude · Energietechnik mit alternativen Quellen · Informations- und Kommunikationsanlagen · Sicherheits- und Überwachungssysteme · Betriebsaurüstungen · zugeschittene Aus- und Weiterbildung hervorzuheben. Viele Neuheiten erwarten die Besucher gerade für die Automatisierung von Gebäuden und die optimale Energieverteilung und -nutzung. Marktentwicklungen werden in konzentrierter Form geboten. Zahlreiche Sonderschauen etwa zur Gebäudetechnik, zum E-Commerce, zum „virtuellen Haus“, zur Sicherheit, zur Werkstatt ergänzen das Angebot. Als besonderes Highlight kündigen die Veranstalter die innovative Lichttechnik an. Sonderschau „+ solar“ Das nähere Umfeld von Hamburg zeichnet sich durch die für Deutschland hohe Verfügbarkeit von Sonne und Wind aus. Deshalb ist es nur logisch, dass die Nutzungsmöglichkeiten dieser immer mehr an Bedeutung gewinnenden, umweltgerechten Energien umfassend im Rahmen einer Sonderschau dargestellt werden. In der Halle 8 dreht sich deshalb alles um den sogenannten „grünen Strom“. Hersteller und Verbände1 informieren über die neuesten Entwicklungen bei diesen Technologien. Dazu gehören unter anderem effektive Solarmodule sowie die nachgeschaltete Regel- und Puffertechnik. Inmitten des Kernbundeslandes der Erzeugung von Elektroenergie aus Wind (der Anteil der Windenergie am Gesamtaufkommen beträgt in Schleswig-Holstein ca. 15 %) nimmt diese Technologie den ihr gebührenden Raum ein. Ein Windkraft-Modellpark (Bild ) zeigt verschiedene Bautypen von Windrädern. Und ein Original-Rotorblatt verdeutlicht die Dimensionen solcher Anlagen. Ihre Ausmaße erfährt der Betrachter ohne ein solches Muster erst durch das Besteigen eines Windmühlenturms. In diesem Zusammenhang wird der Besucher bestimmt über die jüngsten Pläne in Schleswig-Holstein, den Windernergie-Ertrag zu steigern, unterrichtet. Der weltgrößte Offshore-Windernergiepark - in der Nordsee 17 km entfernt von Helgoland - wird auf einer Fläche von 6 x 6 km2 100 Windräder mit einer Leistung von mehr 1,5 MW pro Anlage Platz bieten. Die Planer wählten diesen Standort nicht zuletzt wohl deswegen, weil der Anwohner einer Windkraftanlage (WKA) die unvermeidlichen Geräusche zweifellos als umweltunfreundlich, z. T. gar als extrem belästigend ansieht, wenn eine fehlerhafte Standortplanung erfolgte. Der Clou sind Solar- und Elektromobile, die in der rundum verglasten Halle Probe gefahren werden können. Die umweltfreundlichen Flitzer verbrauchen wegen ihres geringen Gewichts nur etwa ein Zehntel der Energie, die ein Fahrzeug herkömmlicher Bauart benötigt. Zudem entstehen selbst bei „Vollgas“ keine stinkenden Abgase. Auf dem Gelände der Hamburg Messe steht seit 1993 sogar eine Stromtankstelle mit Solarmodulen bereit. Sicher wird der eine oder andere Besucher die Frage nach der ökologischen Gesamtbilanz stellen. Die energieintensiven Herstellungsprozesse aller im Betrieb umweltfreundlichen Komponenten erzeugen ja doch in erheblichem Maße CO2. Als aussagekräftiger Beurteilungsmaßstab für die inzwischen ebenfalls umweltfreundliche Fertigung dient die energetische Rückflusszeit, die Spanne also, in der die zur Herstellung aufgewendete Energie von der Anlage selbst erzeugt wird. Bei der Fotovoltaik werden drei bis fünf Jahre, mit WKA sogar nur ein halbes Jahr erreicht. Die „+ solar“ informiert Verbraucher und Handwerk gleichfalls über die aktuellen Förderprogramme. So wird die Bundespolitik beispielsweise regenerative Energien mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) unterstützen. Es sichert Windmüllern für die ersten fünf Jahre eine Vergütung von 17,8 Pfennig pro Kilowattstunde zu. Die Neutralität aller Auskünfte gewährleisten die beteiligten Bundesverbände. Auch aus Hamburg wird der Besucher mit dem Eindruck nach Hause fahren, dass die Grenzen zwischen Elektro-, Informations- und Kommunikationstechnik wieder ein Stück abgebaut wurden. J. Krause Elektropraktiker, Berlin 54 (2000) 8 634 Branche aktuell NORD ELEKTRO 2000 in Hamburg Sonne und Wind: Energiequellen der Zukunft Die norddeutsche Fachwelt trifft sich zwischen dem 13. und dem 15. September anlässlich der 7. Fachmesse für Elektro- und Gebäudetechnik, Elektronik und Gebäudeautomation. Der ideelle Träger, der Norddeutsche Fachverband e.V. (NFE) zusammen mit den Nordlichtern unter den Landesinnungsverbänden der elektrotechnischen Handwerke Schleswig-Holstein, Niedersachsen/Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, wird vom Bundesverband des Elektro-Großhandels (VEG) e.V. sowie vom Fachverband Installationsgeräte und -systeme im ZVEI unterstützt. 1 Diesem Trend trägt auch die am 31.5.2000 zwischen den Bundesinnungsverbänden der Elektrohandwerke (ZVEH) und des Dachdeckerhandwerks (ZVDH) abgeschlossene Kooperationsvereinbarung zum gemeinsamen Erobern des Zukunftsmarktes Fotovoltaik Rechnung. Realer Windpark in Dithmarschen/Kaiser-Wilhem-Koog, rechts unten: Kopf eines Windrades während der Montage (Foto: HMC/NICO) Oswald Hager - Mitinhaber der Hager Tehalit Vertriebs Gmb H, Blieskastel (Foto: Hager)

Autor
  • J. Krause
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