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Elektrotechnik
Nord Elektro 2006 - Jetzt sind die Blicke auf die neue Messe 2008 gerichtet
ep11/2006, 3 Seiten
Interessierte und fachkundige Besucher „Interessierte und sehr fachkundige Besucher - das ist der gemeinsame Nenner, auf den viele Aussteller die Nord Elektro bringen“, so Klaus Pick, Messebeiratsvorsitzender und Landesinnungsmeister des LIV Mecklenburg-Vorpommern: „Thema Nummer eins war die Einführung des Gebäudeenergiepasses, und uns ist aufgefallen, dass die Weiterbildung stärker in das Bewusstsein der Innungsmitglieder gerückt ist.“ Christian Vollstedt, Vorsitzender der norddeutschen Landesgruppe im Bundesverband des Elektrogroßhandels (VEG), kam auf eine ähnliche Einschätzung: „Viele Aussteller haben zielgruppenorientierte Fachgespräche geführt.“ Den engen Kontakt zum Handwerk lobte auch Hannes Wurlich, Standleiter des Energieversorgers Vattenfall: „Wir wünschen uns den direkten Draht zum Installateur. Hier haben wir ihn.“ Auch Christian Kurtz, Vertriebsleiter bei Siemens, zeigte sich sehr zufrieden: „Bei uns am Stand war permanent etwas los.“ Großes Interesse an den Sonderveranstaltungen Zu Besuchermagneten entwickelten sich die Lichtforen „Leuchten“ und „Lampen“. „Wir sind absolut zufrieden“, sagte Gunter Kattner, Regionalleiter Nord des Leuchtenherstellers Trilux-Lenze. Gerd Ehringer, Repräsentant von Philips Lighting, ergänzte: „Besonders die Kombination des Vortragsbereiches mit der Nähe zu den Messeständen ist gelungen.“ Auch Ingo Glowacz, Verkaufsleiter Industrie und Großverbraucher bei Osram, freute sich über die hohe Besucherfrequenz am Messestand. Auf großes Interesse stieß ebenso die Sonderschau Sicherheits- und Sonnenschutztechnik. „Wir waren über die vielen, sehr gut informierten privaten Bauherren überrascht, die sich für funkbetriebene Rollläden, Markisen und Garagentore interessierten. Insbesondere das Seitenlauftor für Garagen und der Dachfensterrollladen mit Jalousiefunktion waren Gesprächsthema Nummer eins“, berichtete Peter Stutzer, Obermeister der Landesinnung Rollladen und Sonnenschutztechnik Schleswig-Holstein/Hamburg. Besucherumfrage ergab positive Einschätzungen Die positiven Einschätzungen der Aussteller bestätigt eine Besucherumfrage der Hamburg Messe. Demnach beurteilten 91 % der Fachbesucher die Nord Elektro 2006 als „ausgezeichnet“, „sehr gut“ oder „gut“. Für 83 % der Fachbesucher ist die Messe „äußerst wichtig“ oder „wichtig“, um sich über den neuesten Stand der Technik und die Anwendungsmöglichkeiten zu informieren. Mehr als jeder zweite Fachbesucher (52 %) hatten direkten Einfluss auf Beschaffungsentscheidungen, eine Steigerung um 4-%-Punkte gegenüber 2004. Nord Elektro und shk fusionieren Für die Zukunft der Nord Elektro, Fachmesse für Elektro-, Informations- und Lichttechnik, und der shk Hamburg, Messe für Sanitär, Heizung, Klempner und Klima, haben die Beiräte schon im April die Weichen gestellt. Vom 19. bis 22. November 2008 feiert die neue Fachmesse für Gebäudetechnik auf dem Hamburger Messegelände ihre Premiere. Auf der Nord Elektro wurde die Kooperation mit den Unterschriften der norddeutschen Landesfachverbände besiegelt. „Schon jetzt arbeiten Elektrohandwerker und die Sanitär- und Heizungsinstallateure Gewerke übergreifend. Gesetzliche Rahmenbedingungen werden diese Entwicklung noch verstärken. Daher war es nur folgerichtig, eine neue Fachmesse aus der Taufe zu heben, die dieser Entwicklung gerecht wird“, erklärte Dietmar Aulich, Geschäftsführer der Hamburg Messe und Congress Gmb H. Vertreter der Industrie und des Handwerks haben diese zukunftsweisende Weichenstellung sehr begrüßt. Elektropraktiker, Berlin 60 (2006) 11 882 BRANCHE AKTUELL Nord Elektro 2006 in Hamburg Jetzt sind die Blicke auf die neue Messe 2008 gerichtet Über 12000 Fachbesucher informierten sich auf der diesjährigen Nord Elektro in Hamburg bei den mehr als 200 Ausstellern über die Innovationen der Branche. Die ep-Redaktion sah sich auf der Regionalmesse, die in dieser Form zum letzten Mal stattfand, vor allem nach Neuem und Nützlichen bei Software und Werkzeugen um. Gut besucht war die Eröffnungsfeier der Nord Elektro Zu den Festrednern gehörten (v. l. n. r.): Dietmar Aulich (Messe Hamburg), Thomas Rössing (LIV Niedersachsen/Bremen), Christian Vollstedt (VEG Landesgruppe) und Walter Mennekes (ZVEI) Staatssekretär Dr. Klaus Schüler (Mitte), der die Messe offiziell eröffnete, freute sich über die Nord-Elektro-Medaille. Sie wurde von Klaus Pick (li.) und Dietmar Aulich (re.) überreicht. WEITERE STIMMEN ZUR MESSE Thorsten Wiesel, Fa. Sage. „Wir haben gute Aufträge bekommen, und die Qualität der Gespräche war hervorragend. Die Investitionsbereitschaft des Handwerks nimmt derzeit zu.“ Michael Schäfer, Fa. Mennekes: „Mit der Qualität der Besucher sind wir zufrieden, und die neue Fachmesse für Gebäudetechnik wird noch mehr Besucher locken.“ Klaus Fuchs, Fa. Wallraven: „Für uns war es die erste Teilnahme und wir sind positiv überrascht. Da wir nicht nur Befestigungs- und Montagematerial für das Elektrohandwerk im Programm haben, sondern auch viele Produkte für die SHK-Branche, wird die neue Messe 2008 für uns ideal.“ Jürgen Köller, Fa. Wago: „Durch das Zusammenlegen der Nord Elektro und der shk Hamburg wird eine noch breitere Zielgruppe erreicht. Wenn dann gemeinsame Lösungen für Gebäudeausrüstungen präsentiert werden, darf man gespannt sein.“ Reimar Viehmeyer, Fa. Stiebel Eltron: „Regenerative Energien, Wärmepumpen und kontrollierte Wohnraumlüftung waren die Themenfelder, die besonders stark nachgefragt wurden. Die neue Konstellation wird für uns interessant, denn wir liefern in beide Gewerke hinein.“ Tim Hagens, Fa. Berker: „Weil die Nord Elektro so erfolgreich war, versprechen wir uns als Hersteller von Premiumprodukten von der neuen Fachmesse einiges.“ EP1106-880-885 20.10.2006 8:45 Uhr Seite 882 Praktische Werkzeuge Obwohl die meisten Neuheiten bereits zur diesjährigen Light + Building vorgestellt worden sind (vgl. auch Bericht im ep 9/2006, S. 691-692, gab es dennoch Interessantes zu entdecken. Schraubendreher und mehr Mit Edelstahlklinge. Neues aus Edelstahl hat Wera bei Schraubendrehern, Bits, Haltern und Winkelschlüsseln zu bieten und ab November 2006 im Lieferprogramm. Im Mittelpunkt steht dabei ein Schraubendreher mit Edelstahlklinge (Bild ). Damit will man die bekannte Fremdrost-Thematik infolge von Abrieb nichtkorrosionsbeständiger Partikel lösen und der Verarbeitung von Edelstahlschrauben und Edelstahlbauteilen besser Rechnung tragen. Neben optischen Beeinträchtigungen von Edelstahloberflächen kann Fremdrost sogar zu gefährlichen Sicherheitsmängeln durch Lochfraß führen. Mit dem verwendeten Werkstoff und einer speziellen Vergütung, dem so genannten „Vakuum-Eishärten“, wird laut Hersteller die erforderliche Härte und Verschleißfestigkeit für Werkzeuge erreicht. Damit wird einer wachsenden Verwendung von Edelstahl z. B. im Bauwesen, im Wohnbereich und bei einer Vielzahl von technischen Gebrauchsgütern Rechnung tragen. Spezialprofil. Schraubendreher für das so genannte Plusminus-Schraubenprofil - ein Kombinationsprofil aus Schlitz/Phillips bzw. Schlitz/ Pozidriv - wurden gezeigt. Das Profil wird verstärkt bei Reihenklemmen, Sicherungskästen, Schaltern, Relais, Steckdosen etc. eingesetzt. Sein Hauptvorteil liegt in vergrößerten Flanken, die die „Cam-out-Kräfte“ erheblich reduzieren. Bei diesen Schraubendrehern wird der sichere Sitz in der Schraube zudem durch eine passgenaue Spitze gewährleistet. Geschwindigkeits- und Ergonomievorteile beim Verschrauben bietet der Kraftform-Griff. Die neuen Schraubendreher sind für Schlitz/Phillips Größe 1 und 2 sowie für Schlitz/Pozidriv Größe 1 und 2 verfügbar. Darüber hinaus wurden Plusminus-Bits in zähharter Ausführung vorgestellt, die die Übertragung hoher Drehmomentwerte in dem neuen Schraubenprofil und ein wirtschaftliches Verschrauben erlauben. Werkzeuge zum Abisolieren Abisolierzange. Jokari stellte eine automatische Abisolierzange mit so genanntem Soft-Griff (Bild ) vor. Sie ist für das Abisolieren von massiven und flexiblen Leitern und Litzen von 0,2 -6,0 mm2 geeignet. Es ist keine Einstellung auf den jeweiligen Kabelquerschnitt erforderlich. Der integrierte Seitenschneider für Leiter bis max. 2,5 mm2 wurde nach entsprechenden Tests gemeinsam mit dem TÜV oberhalb der Zange positioniert, um die Verletzungsgefahr weitgehend zu vermeiden. Der Zangengriff ist aus rutschsicherem Kunststoff gefertigt. Entmantler. Der gleiche Hersteller erweiterte mit dem Top Coax sein Angebot an Kabel-Entmantlern (Bild a und b). Neu sind die Klingen mit Titan-Nitrid-Beschichtung, die zu einer höhren Schnittgeschwindigkeit, geringerem Verschleiß und einer höheren Standzeit beitragen. Das Werkzeug eignet sich für das Abisolieren aller gängigen Koaxial-Kabel. Ein großer Vorteil wird insbesondere darin gesehen, durch die Neuanordnung der Klingenpaare, für den Außenmantel und der inneren Leiter nebeneinander, auch längere Kabelstücke bis etwa 40 cm abisolieren zu können. Das ist speziell in der Netzwerktechnik von Bedeutung. Handwerker-Software Hapak. Dabei handelt es sich um eine leicht zu bedienende Software, die speziell für das Elektrohandwerk entwickelte Funktionen enthält. Neben der in den letzten Monaten immer wichtigeren Kupferkalkulation enthält diese auch Schnittstellen zu CAD-Programmen, Lieferanten oder die Buchführung. Externe Aufmaße oder die Lohnerfassung können mit einem PDA bzw. MDA direkt vor Ort durchgeführt werden. Die Kupferkalkulation basiert auf den vom Elektrogroßhändler vorgegebenen Werten. Sie werden mit der Datanorm übermittelt (Cu-Kennzahl bzw. Cu-Gewicht) und in der Kalkulation in Relation mit der so genannten DEL-Notierung gesetzt für den Materialeinkaufspreis. Die weiter entwickelte Projektverwaltung enthält auch die Möglichkeit der Nachkalkulation. Eine Demo-Download-Version findet man im Internet unter www.wecomp.com. SCC-Control. Ziemer stellte eine aktualisierte Version dieser prozessorientierten betriebswirtschaftlichen Software vor. Das Programm wurde insbesondere zur Unternehmensführung entwickelt mit Bestandteilen wie z. B.: Angebotserstellung, Auftragserfassung, Projektabwicklung, Liquiditätsplanung usw. Die Software ist nun um wichtige Programmfunktionen erweitert worden, wie z. B. eine DATEV-Schnittstelle, Datanorm 5.0 Leistungsimport, Datanorm 5.0 Materialimport, eine universelle Materialimport-Schnittstelle, eine Schnittstelle zu MAREON usw. SCC-CAD Studio Blitzschutz. Diese Weiterentwicklung des bereits seit 1994 eingeführten Zeichenprogramms berücksichtigt die neuen Anforderungen aus der Vorschrift VDE 0185 Teil 1-4. Es wurde notwendig, für die täglichen Anforderungen in den Unternehmen, eine komplett neue CAD-Technik in der Erstellung von Blitzschutzplänen, zur Dokumentation oder Planung und Projektierung wie Aufmaßerfassung oder Montage- und Ausführungsanweisung, zu entwickeln. Die Darstellung der Bauteile in Form von Bilddaten und technischer Bauteilzeichnungen erleichtert erheblich die Planerstellung. Die Funktion wird durch technische Montageanweisungen sowie einer komplexen Fachhilfe gemäß VDE 0185 Teil 1-4 innerhalb der Planerstellung ergänzt. Das Kalkulationsprogramm SCC-Calc Blitzschutz ergänzt das Zeichenprogramm. LC-Top. Diese Software von Locher& Christ (vgl. auch ep 1/2005) ist speziell für die Angebotskalkulation bis hin zur Auftragsabwicklung für den Elektrobetrieb entwickelt worden. Neu ist ein so genannter Bietervergleich. Der Elektrofachbetrieb, der sich im Rahmen einer Ausschreibung entsprechende Angebote bei seinen Elektrogroßhändlern einholt, kann die angefragten Preise automatisch über die UGL/GAEB-Schnittstelle in diesen „Bietervergleich“ einlesen lassen. Die Verkaufspreise des günstigsten Lieferanten werden dann dem Angebot zugrundegelegt. Elektropraktiker, Berlin 60 (2006) 11 884 BRANCHE AKTUELL Schraubendreher mit Edelstahlklinge Fotos: Wera Deckungsbeitragsrechnung mit SCC-Control Abisolierzange mit Seitenschneider a, b Abisolierer für Koaxialkabel inkl. Klinge und Längsskalierung Fotos: Jokari EP1106-880-885 20.10.2006 8:45 Uhr Seite 884
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