Kabel und Leitungen
|
Betriebsführung
Mobile Zeiterfassung für den Baustelleneinsatz
ep6/2003, 1 Seite
Arbeitszeiterfassung ist in der Handwerks-und Dienstleistungsbranche kein neues Thema. Schon seit Jahrzehnten erfasst jeder Monteur seine Arbeitszeit, führt Stundenzettel und legt diese zur Auswertung der geleisteten Arbeiten und Zeiten dem Meister/Lohnbüro vor. Doch diese Art der Erfassung und Auswertung ist zeitaufwendig, ungenau und fehleranfällig. Denn will man kostenseitig jeden Auftrag akutell halten, gilt es, neben den Arbeitszeiten für Monteure, Techniker und Gesellen auch die Zeiten pro Gewerk, Bauabschnitt, Auftrag oder Teilauftrag zu ermitteln und ständig mit denen in der Kalkulation der Zielwerte zu vergleichen. Dazu müssen die Arbeitszeiten mit den zugeordneten Aufträgen und Tätigkeiten mehrmals für Nachkalkulation, für Auswertungen und Lohnabrechnung erneut zusammengestellt und in eine Kalkulationssoftware, in eine Lohnsoftware und eine ...software eingegeben werden. So wie vor Jahren elektronische Lösungen zur Erfassung und Verarbeitung von Arbeitszeitdaten für die Industrie zur Selbstverständlichkeit geworden sind, suchen innovative Handwerksbetriebe und Dienstleister nach effizienteren Methoden, die von ihnen erbrachten Arbeitsleistungen mit geringem Aufwand zu erfassen und zur Bewertung von Aufträgen, Berechnung der Monteurstunden und zur Steuerung des Betriebes bereitzustellen. Mehr Effizienz durch mobile Zeiterfassung Ein Lösungsansatz ist die mobile Zeiterfassung für Handwerk und Dienstleister. Der Grundgedanke ist, die Arbeitszeit direkt auf der Baustelle genau zum Zeitpunkt ihres Entstehens, sprich bei Anfang und Ende eines Auftrages, elektronisch zu erfassen. Dazu werden robuste Erfassungsgeräte (Bild ) pro Monteur oder pro Arbeitsteam eingesetzt, die auf Knopfdruck den Arbeitsauftrag von den Auftragspapieren ablesen, die Nummer des Monteurs erfassen und diese Daten automatisch um Datum und Uhrzeit ergänzen. Solche Erfassungsdaten lassen sich mit Kostenstelle, Tätigkeit, Fahrzeit, Menge, Länge, etc. auf den beim jeweiligen Anwender notwendigen Umfang durch Einstellungen im Erfassungsgerät erweitern. Zu Beginn und bei Abschluss eines Auftrages (und/oder einer Tätigkeit, z.B. Fahrzeit) werden die Daten jeweils erfasst. Damit ist die Arbeitszeit lückenlos und fehlerfrei dokumentiert. Eine Einsicht in diese Daten ist jederzeit am Erfassungsgerät möglich. Im Unternehmen selbst werden die Buchungen am Tages-, Wochen- oder Monatsende aus dem Erfassungsgerät mit einer Übertragungsstation an den meist bereits vorhandenen Personalcomputer übergeben. Gleichzeitig werden die Akkus für den nächsten mobilen Einsatz auf der Baustelle oder im Service nachgeladen. Gemeinsam mit diesen mobilen Geräten können für Arbeiten in Werkstatt, Montage oder Fertigung stationäre Erfassungsterminals eingesetzt werden. Die anschließende Berechnung der Arbeitszeiten aus den Buchungen erfolgt automatisch wenn neue Daten von den Geräten geliefert werden. Das Ergebnis - die berechneten Zeitdaten - stehen nun für die Nachkalkulation der Aufträge, die Kostenkontrolle der Monteur- und Servicetechniker-Einsätze und für die Lohnberechnung zur Verfügung. Darüber hinaus lassen sich Stundenprotokolle (Stundenzettel) für die Mitarbeiter ausdrucken. Zeiterfassung als Teil einer ganzheitlichen IT-Lösung Um die mobile Zeiterfassung nutzbringend einzusetzen, sollte sie in die bestehende IT-Lösung des Unternehmens integriert werden. Schnittstellen für unterschiedliche Kalkulations- und Lohnsoftware bieten nahtlose Anschlussmöglichkeiten. Damit erfolgt eine zeitnahe, genaue, sichere und lückenlose Erfassung des tatsächlichen Arbeitszeitaufwandes pro Auftrag auf der Baustelle. Hinzu kommt die automatische Zuordnung der daraus resultierenden Kosten zu Auftrag und Tätigkeit insbesondere bei längeren Projekten. Weitere Leistungsmerkmale sind: - kontinuierliche Kalkulationsvergleiche mit Soll- und Istwerten - Kostenkontrolle bei pauschalen Wartungsverträgen - Kurzrechnungen direkt aus der geleisteten Arbeitszeit - Arbeitszeitkonten der Mitarbeiter - leistungsbezogene Entlohnung der Mitarbeiter. Die Erfahrung aus unterschiedlich umfangreichen Praxiseinführungen der Mobilzeit zeigt, dass mit einer Kostenamortisation bereits innhalb des ersten Einsatzjahres gerechnet werden kann. Die Einführung der Zeiterfassung in den Betriebsablauf erfordert meist die Begleitung durch Berater. Der Prozess beginnt mit der konstruktiven Vorbereitung, umfasst Festlegungen über die auf das jeweilige Unternehmen angepasste Implementierung und die zielorientierte Umsetzung der Lösung für die Praxis. Schulung und Einweisung sorgen für Akzeptanz unter den Mitarbeitern und erhöhen den Grad der Identifizierung mit der Lösung. Häufig können bei der Umsetzung auch Fördermittel in Anspruch genommen werden. Weitere Informationen sind u.a. zu finden im Internet unter www.daten-zeit.de. H. Kirsch Betriebsführung Elektropraktiker, Berlin 57 (2003) 6 452 Mobile Zeiterfassung für den Baustelleneinsatz Die Arbeitszeit ist im Handwerk der dominierende Kostenfaktor. Beim Einsatz der Ressource „Personal“ gilt es demzufolge auf die Effizienz zu achten, da sonst die kalkulierten Kosten pro Auftrag schnell aus dem Ruder laufen können. Der Einsatz mobiler Zeiterfassung auf der Baustelle oder im Service-Einsatz bietet die Möglichkeit, Transparenz und Kostenbewusstsein im Unternehmen zu verbessern. Klein, handlich und robust: Barcodeleser und Codekarte für die mobile Zeiterfassung auf der Baustelle oder im Service-Einsatz
Autor
- H. Kirsch
Downloads
Laden Sie diesen Artikel herunterTop Fachartikel
In den letzten 7 Tagen:
Sie haben eine Fachfrage?
