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Elektrotechnik
Linux Info-Tag 2007 - Freie Software im Fokus
ep1/2008, 1 Seite
ersten Back-Up-Schritt eine Festplatte genutzt wird und erst dann die Bandspeicherung erfolgt. Ebenso vielfältig und durch neue Entwicklungen geprägt war das Angebot an RAID-Systemen. Der Preisverfall bei den Festplatten erlaubt es den Herstellern, neue zwar aufwendigere, aber dafür noch redundantere RAID-Levels zu entwickeln. RFID. Auf dem Gemeinschaftsstand RFID-Vision präsentierten sich zum dritten Mal Unternehmen aus dieser Branche. Neben Angeboten von RFID-Tags wurden verschiedene Lösungen vorgestellt. Allerdings war dieser Stand wenig dazu angetan, sich einen Überblick zu dieser Thematik zu verschaffen. Das Besucherinteresse war daher auch eher verhalten und entsprach keinesfalls der absehbaren Bedeutung dieser Technik. Jobs. Es ist unübersehbar, dass Deutschland gegenwärtig einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebt und junge, gut ausgebildete und berufserfahrene Fachkräfte gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben. Davon können insbesondere junge Informatiker und Ingenieure profitieren. Die vom Messeveranstalter bereitgestellten Pin-Wände wurden von den Firmen ausgiebig genutzt, um ihre Jobangebote zu offerieren. Hier und da hatte man allerdings den Eindruck, dass es weniger um das Jobangebot an sich, sondern um die Präsentation der „suchenden“ Unternehmen ging. Fazit Die Systems ist nach wie vor einen Besuch wert - und das nicht nur für die ausgesprochenen Profis, sondern für alle, die sich beruflich in der einen oder anderen Form mit dem IT-Einsatz beschäftigen und dafür Verantwortung tragen. Die aktuelle Ausrichtung der Messe ist offenbar nicht ausreichend erfolgversprechend, aber mit einer stärkeren Berücksichtigung der Bedürfnisse des Handwerks, der Einbeziehung der Heimvernetzung und ein wenig mehr Mut bei der Präsentation von Linux und Open Source sollten auch die Besucherzahlen wieder steigen. Ja, und vielleicht sollte auch über den Samstag als Messetag nachgedacht werden. H. Möbus Treffpunkt Foyer Der Linux Info-Tag Dresden fand im Hauptgebäude der Informatik-Fakultät der TU in gewohnt zwangloser Atmosphäre statt. Die Teilnahme war wie immer kostenlos, der Teilnehmerkreis reichte vom technikinteressierten Gymnasiasten bis hin zum Linux-Spezialisten. Für die Ausstellung im Foyer sowie die Vorträge und Workshops waren eine Reihe bundesweit bekannter Linux-Aktivisten, aber auch Akteure aus den Nachbarländern gewonnen worden. Schon deshalb hatte die Veranstaltung ein recht internationales Flair. Die kleine Ausstellung im Foyer wurde vor allem durch Mitglieder verschiedener Communities getragen. Hier bestand die Möglichkeit die Vorteile der Ubuntu-/Kubuntu-Distribution näher in Augenschein zu nehmen, sich über aktuelle Entwicklungen der KDE-Benutzeroberfläche zu informieren, mit Open-Office.org-Spezialisten zu diskutieren und vieles mehr. Das Gespräch mit den Akteuren wurde vielfach durch die Fachsimpelei der Teilnehmer untereinander ergänzt. Einer der Anziehungspunkte war die Installationsparty. Wer sein Notebook dabei hatte, konnte unter der Anleitung und Mithilfe von Spezialisten eine Linux-Version als zusätzliches Betriebssystem installieren. Da eigentlich den ganzen Tag über zeitgleich verschiedene Vorträge und Workshops gehalten wurden, war das Foyer nie überlaufen, aber ständig von einer angenehm entspannten Arbeitsatmosphäre erfüllt. Vorträge und Workshops Bei den Vorträgen und Workshops (siehe Kasten) hatte der Besucher vielfach die Qual der Wahl. Die Unterscheidung der Vortragsreihen in Einsteiger und Fortgeschrittene bot dabei aber dem Einzelnen kaum Hilfestellung. Der Hörsaal für die Einsteiger-Vorträge war immer gut besetzt und für den Vortragsraum der Fortgeschrittenen galt meist das Prinzip „Wer zuerst kommt ...“ Ausnahmslos alle Vorträge waren durch Aktualität und ein hohes fachliches Niveau gekennzeichnet. Es ist daher nicht einfach und auch recht subjektiv, die eine oder andere Aktivität besonders hervorzuheben. Aber zu den Höhepunkten des Info-Tages gehörte zweifellos der Vortrag zum Einsatz der Virtual Box im Auswärtigen Amt, die Nutzung von Gimp zur Erstellung der Grundrisszeichnung einer Kathedrale, die Einführung in Latex und der Calc-Crashkurs: Das Auswärtige Amt gehört zu den Bereichen, die aus Kosten-, aber auch aus Sicherheitsgründen seit Jahren konsequent den Einsatz von Open-Source-Software forcieren. Der Einsatz der Virtual Box erfolgt an dieser Stelle vornehmlich wegen des dadurch möglichen Parallelbetriebes mehrerer Betriebssysteme auf einem Rechner. Welches Werkzeug verwendet eine französische Kunst-und Architekturstudentin, um den Grundriss einer Kathedrale zu zeichnen? H. Marc hat sich für Gimp, einem Bildbearbeitungsprogramm, entschieden - und eine beeindruckende Zeichnung erstellt. Die wichtigsten Arbeitsschritte sind im Netz (http://marcq.in-berlin.de) dokumentiert. Dass es neben den allseits bekannten Textverarbeitungen noch andere Möglichkeiten gibt, Dokumente zu erfassen und zu gestalten, ist manchen nicht bekannt. Der Vortrag zu Latex machte eines deutlich: Die Einstiegshürde zur Nutzung dieses Systems ist zwar zunächst recht hoch, aber dafür eröffnen sich dann eben auch alle Möglichkeiten. Mit seinem Vortrag hat J. Rudl sicher neue Interessenten für diese Art der Texterfassung und -gestaltung begeistert. Tabellenkalkulationen haben die Verbreitung der PC entscheidend mit befördert - leider werden deren Möglichkeiten aber vielfach unterschätzt. Wer das ändern wollte, hatte im Crashkurs von St. Weigel dazu Gelegenheit. H. Möbus Elektropraktiker, Berlin 62 (2008) 1 BRANCHE AKTUELL Linux Info-Tag Dresden 2007 Freie Software im Fokus Das Interesse an freier Software ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. In fast allen größeren Städten gibt es Gruppen engagierter Nutzer, die den Erfahrungsaustausch in Form von Linux-Stammtischen, Open-Source-Nutzergruppen oder Info-Tagen pflegen. Getragen werden diese Initiativen vor allem durch informatikbegeisterte, meist recht junge Leute mit einem oft außerordentlich erstaunlichen Fachwissen. Vorträge und Workshops im Überblick Vorträge für Einsteiger · Die Gentoo-Metadistribution · Debian vs. Mandriva · Gimp - Die Kathedrale von Amiens · A visual tour through KDE 4 · Freie Software Events in Europa · LaTex · Hardware unter Linux Vorträge für Fortgeschrittene · GPLv3 Praktische Auswirkungen · Mercatorizer - Suchen mit Google Maps · Virtual Box im Auswärtigen Amt · Django für Webanwendungen · KDE 4 - Coming Soon · Pitfalls using Tor Workshops · Applets selber schreiben · Anonym ins Internet mit Tor · Objektorientierte Programmierung mit PHP 5 · Python, die Sprache für Ein-und Umsteiger · Open Office.org - Crashkurs Calc · Wikipedia für Einsteiger und Fortgeschrittene Der von Larry Ewing, Simon Budig und Anja Gerwinski kreierte Pinguin namens Tux ist das weltweite Linux-Maskottchen
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Autor
- H. Möbus
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