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Lernen, wie man lernt

Wer seine Lernvorlieben kennt, verdoppelt den Lernerfolg
ep2/2023, 2 Seiten

Auf eins können sich Mitarbeiter verlassen: auf ständige Veränderungen und Weiterentwicklungen in der Technik und auch bei der Software, denn nichts bleibt wie es ist. Learning never ends – unbedingte Voraussetzung für jeden,um seinen Arbeitsplatz zu sichern. Lernen strengt an, macht Mühe. Bedenken gegen Lernen und Umstellen auf Neues sind völlig normal.


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Lernen ist ein lebenslanger Prozess, auch wenn es nicht immer Freude macht. Wer seine eigenen Lernvorlieben kennt und ihnen folgt, kann seinen Lernerfolg verdoppeln. Der Aufnahmeprozess von neuem Wissen ist nicht einfach, wenn die innere Einstellung nicht stimmt. Berücksichtigung der persönlichen Lernvorlieben ist die Grundvoraussetzung für die Entwicklung von Selbstlernkompetenz. Lernen besteht aus einer Aufnahme- und einer Aktivitätsphase. In der Aufnahmephase versteht der Lernende z. B. einen neuen technischen Ablauf und kann ihn kognitiv verarbeiten. Erleichtert wird der Vorgang, wenn neue Informationen an vorhandene angebunden werden können. Sinnvoll ist es beim Lernen, stets einen Bezug zu bekannten Techniken und Arbeitsgewohnheiten herzustellen. In der Aktivitätsphase werden z. B. Handgriffe und Einsatz der Geräte gedanklich hinterfragt, ausprobiert und wiederholt.

Konzentration verbessern

Lernen braucht Strategie. Grundsätzlich lässt sich in der Hochleistungskurve, meist am Vormittag, besser lernen. Wer innere und äußere Störungen wirksam in den Griff bekommt, lernt leichter. Es kommt auf die Zielsetzung an. Wenn man sich fest vornimmt „Jetzt konzentriere ich mich voll und ganz“, haben Ablenkungen wenig Chancen. Müssen Informationen bis zu einem bestimmten Termin aufgenommen werden, kann man sich besser konzentrieren. Man gibt sich Mühe, schon wegen des Termins.

Informationen, die man für sehr wichtig schätzt, sollte man in Gedanken wiederholen, damit sie ins Langzeitgedächtnis gelangen. Unwichtige Informationen kreisen ein paar Minuten im Kurzzeitgedächtnis herum und verschwinden dann wieder.

Atemtechnik ist die einzige „erneuerbare Energie“, die grenzenlos zur Verfügung steht. Sie kostet nichts und bringt viel. Richtige Atmung führt zur besseren Konzentration. Bei Stress wird die Atmung unbewusst flach, gepresst, kurz und das Hirn wird auf Dauer unzureichend mit Sauerstoff versorgt. Beim richtigen Atmen spielt der ganze Körper mit, alle Organe werden beeinflusst. Ein- und Ausatmen ist ein unbewusster Vorgang, der ins Bewusstsein kommen muss, um ihn zu regulieren. Meist wird das Ausatmen, der Abtransport des verbrauchten Sauerstoffs, vernachlässigt. Lernen wird dann zur Last.

Flüssigkeitsmangel führt schon nach kurzer Zeit zur Konzentrationsschwäche. In Zeiten der Digitalisierung gibt es inzwischen auch Erinnerungshilfen auf dem Smartphone. So kann man den Griff zur Sprudelflasche einfach speichern und sich durch eine App erinnern lassen. Für das iPhone gibt es den „Trink-Wecker“ die „Trink-Uhr“ und den „Aqua-Plan“. Anhand des eigenen Körpergewichts wird die empfohlene Trinkmenge ermittelt und man wird per Push-Benachrichtigung erinnert, zu trinken. Durchgesetzt hat sich das noch nicht, vor allem weil es als Unterbrechung des Lernvorgangs gilt. Sprudel enthält wichtige Bestandteile: Magnesium, Kalzium und Natrium, die auf die Gesundheit eine positive Wirkung haben. Nicht zu vergessen ist, dass Stress und Zeitdruck die Aufnahmefähigkeit gegen Null reduzieren.


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(Quelle: ep)


(Quelle: ep)

Autor
  • R. Leicher
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