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Elektrotechnik
Jahrestagung des LIV Sachsen am 23./24.04.04 in Leipzig - Innovation durch Information
ep6/2004, 1 Seite
Wirtschaftliche Situation Für das Handwerk in Sachsen hat sich im letzten Jahr trotz Nachwirkung der Flutkatastophe das wirtschafliche Umfeld nicht verbessert. Das geringere Auftragsvolumen der öffentlichen Hand und die „Ich-AGen“ im hausnahen Dienstleistungsbereich verschärften den Wettbewerb. Deshalb war es betriebswirtschaftlich notwendig, dass die Unternehmen mit Arbeitsplatzabbau und geringerer Bereitstellung von Ausbildungsplätzen reagierten. Unter den gegebenen Bedingungen spielt die Aus- und Weiterbildung eine große Rolle. Durch die Neuordnung der Berufe sind Berufsbilder entstanden, die aktuelle Trends aufgreifen, sich am Markt und an der Berufspraxis ausrichten und den Gedanken der Kundenorientierung mehr als bisher in den Mittelpunkt rücken. Der Fachverband zeigt seinen Mitgliedsbetrieben die Märkte und unterstützt sie durch öffentlichkeitswirksame Aktionen, u. a. die Aktionstage des E-Checks. Als Folge der Energieeinsparverordnung (EnEV) gewinnt das Thema „Energie sparen“ immer mehr Bedeutung. Um sich diesen Markt zu öffnen, muss der Kunde kompetent beraten werden, wo und mit welchen Techniken Energie eingespart werden kann. Ein weiteres Thema ist der Blitz- und Überspannungsschutz. Dieser Markt wächst enorm. Über entsprechende Gefahren und Risiken sind die Kunden zu informieren sowie passende Lösungskonzepte anzubieten. Informative Fachtagung Obwohl aktuelle Themen behandelt wurden, nutzten nur etwa 60 Teilnehmer die Chance der Weiterbildung. Ohne Weiterbildung ist es nicht möglich, Marktsegmente zu halten. Auf keinen Fall können neue Bereiche erschlossen werden. Zukunftsmarkt Gerontotechnik R. Joska, GGT, behandelte mit dem barrierefreien Wohnen ein sehr attraktives Marktsegment. Vor allem die ältere Generation verdient hierbei mehr Beachtung. Diese Kundengruppe verfügt vielfach über eine hohe Kaufkraft, ist besonders an qualifizierter Beratung interessiert und schaut weniger auf den Preis als die jüngere Bevölkerungsgruppe (siehe auch ep 5/04, S. 368). Medizinisch genutzte Bereiche H.-J. Slischka hob hervor, der einzige Unterschied zwischen stationären und ambulanten medizinischen Bereichen besteht darin, dass es für erstere konkrete Vorschriften gibt, für letztere nicht. Dafür ist im Regelfall der Wunsch des Mediziners ausschlaggebend. Deshalb ist für den Errichter das Festlegungsprotokoll zur Eingruppierung von medizinisch genutzten Räumen in eine der Gruppen 0, 1 oder 2 nach DIN VDE 0100-710 äußerst wichtig. Die Festlegung der Gruppe muss durch den Mediziner erfolgen. Bei der Errichtung elektrischer Anlagen in Med.-Räumen sind besonders zu beachten: · sichere Stromversorgung, · Schutzmaßnahmen, · Versorgungssicherheit - auch für die Beleuchtung, · Ausstattung mit Steckdosen, · Zuordnung von Steckdosen je Stromkreis. Normen und Vorschriften B. Schulze, ZVEH, ging näher auf die neue DIN VDE 0100-0705 [1] ein, erläuterte neue Forderungen in verschiedenen überarbeiteten Normen und stellte folgende Angebote vor: Auswahlordner für das Elektrotechniker-Handwerk (ehemals Elektroinstallateur-Handwerk). Dieser wird seit einiger Zeit als CD-ROM-Version angeboten (siehe ep 10/03, S. 809). In einer Sonderaktion - bis zum 30. 6. 2004 - wird das Grundwerk mit einem Rabatt von 50 % angeboten. Weitere Informationen unter: www.vde-verlag.de Leitfaden Blitz- und Überspannungsschuz. Planer und Errichter können mit diesem praxisgerechten Hilfsmittel ein gemeinsames umfassendes Konzept für einen koordinierten Blitz- und Überspannungsschutz als anwendungsgerechte Lösung umsetzen. Das Faltblatt kann kostenlos unter www.vde.com/abb bestellt werden. Richtlinie zum E-Check. Für die wiederkehrende Prüfung elektrischer Anlagen ist diese Richtlinie eine sehr gute Arbeitshilfe. Weitere Informationen unter: www.arge-medien.de Literatur [1] Schulze, B.; Hochbaum, A.: Neue Norm für elektrische Anlagen in der Landwirtschaft. Elektropraktiker, Berlin 57(2003)11, S. 860 bis 861; 58(2004)1, S. 48-52; 2, S. 122-123. Elektropraktiker, Berlin 58 (2004) 6 452 BRANCHE AKTUELL Landesinnungsmeister F. Herrmann mit den Referenten H.-J. Slischka (li.) und B. Schulze (re.) sowie H. Zander, ABB Die DKE ist die in Deutschland zuständige Organisation für die Erarbeitung von Normen und Sicherheitsbestimmungen auf dem Gebiet der Elektrotechnik. Etwa 5000 Experten der Industrie, der Wissenschaft, der elektro- und informationstechnischen Handwerke sowie anderer Institutionen bringen ihr Wissen in die Normungsarbeit der DKE ein. „Für das Elektrohandwerk ist die Mitarbeit in den Gremien unerlässlich“, unterstrich ZVEH-Vizepräsident K.-H. Bertram und dankte den Delegierten für ihren engagierten ehrenamtlichen Einsatz. Nationale VDE-Bestimmungen werden zunehmend von europäischen Einflüssen überlagert. Daher muss das Elektrohandwerk seine Interessen verstärkt auf europäischer Ebene bei der Erarbeitung und Erläuterung ausgewählter Normen einbringen. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen deshalb auch die Auswirkungen der EU-Osterweiterung - sowohl hinsichtlich des Normenwesens als auch für den einzelnen Fachbetrieb. Deutlich wurde, dass viele Handwerksunternehmen die mit der Erweiterung verbundenen wirtschaftlichen Risiken stark im Vordergrund sehen. Weitere Tagungsthemen waren u. a. aktuelle Normungsvorhaben sowie ein Ausblick auf eine mögliche, künftige Struktur der DIN VDE 0100. Jahrestagung des LIV Sachsen am 23./24. 04. 2004 in Leipzig Innovation durch Information In dem zurzeit schwierigen wirtschaftlichen Umfeld ist es für das Handwerk unbedingt notwendig, bestehende Märkte zu sichern und neue zu erschließen. Die Fachtagung im Rahmen der Verbandstage bot hierfür eine gute Gelegenheit (Bild ). Gemeinsame Tagung von ZVEH und DKE in Frankfurt/Main Engagierte Normungsarbeit Die im Zweijahres-Turnus stattfindende Tagung der ZVEH-Delegierten in den Normungsausschüssen wurde diesmal erneut in Zusammenarbeit mit der Deutschen Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE (DKE) durchgeführt. Zum Erfahrungsaustausch trafen sich die Normenexperten des ZVEH und der DKE
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