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Arbeits- und Gesundheitsschutz | Elektrotechnik

Interview mit Sabine Anton-Katzenbach: Augenschutz mit Korrektionsschutzbrillen

ep1/2016, 1 Seite

Sich um den Arbeits- und Gesundheitsschutz der Mitarbeiter zu kümmern, das gehört zu den Pflichten des Unternehmers. Diese gesetzliche Verantwortung kann man auf verschiedene Weise wahrnehmen: Entweder "Dienst nach Vorschrift" und einfach anordnen. Doch bewährt sich hier zunehmend, die Mitarbeiter von Anfang an in das Arbeitsschutzkonzept mit einzubeziehen und auf sie individuell einzugehen. Das wirkt sich sehr positiv auf die Akzeptanz der Maßnahmen aus, wie es das Thema Korrektionsschutzbrillen zeigt. Der ep hat sich dafür interessiert und daher bei der Autorin nachgefragt.


Ganz Vorne Elektropraktiker, Berlin 70 (2016) 1 | www.elektropraktiker.de Beim Arbeiten klare Sicht Sich um den Arbeits- und Gesundheitsschutz der Mitarbeiter zu kümmern, das gehört zu den Pflichten des Unternehmers. Diese gesetzliche Verantwortung kann man auf verschiedene Weise wahrnehmen: Entweder „Dienst nach Vorschrift“ und einfach anordnen. Doch bewährt sich hier zunehmend, die Mitarbeiter von Anfang an in das Arbeitsschutzkonzept mit einzubeziehen und auf sie individuell einzugehen. Das wirkt sich sehr positiv auf die Akzeptanz der Maßnahmen aus, wie es das Thema Korrektionsschutzbrillen zeigt. Der ep hat sich dafür interessiert und daher bei der Autorin nachgefragt. Frau Anton-Katzenbach: Sie bieten Ihre Services im Rahmen Ihres Textilberatungsunternehmens in Hamburg an. Was ist Ihr Tätigkeitsgebiet und wie geben Sie Ihre Erfahrungen weiter? S. Anton-Katzenbach: Der Schwerpunkt meines Beratungsunternehmens liegt auf der Vermittlung textilen Know-hows, welches im Rahmen von Schulungen, Vorlesungen, Marktstudien und Hintergrundrecherchen sowie redaktionellen Fachartikeln aufbereitet wird. Aufgrund meiner langjährigen Erfahrungen im Textil-Service spielt Berufs- und Schutzkleidung dabei eine wichtige Rolle. Dann haben Sie vermutlich auch kürzlich die internationale Fach-und Kongressmesse A+A 2015 in Düsseldorf besucht, wo die wichtigsten Trends auf dem Gebiet des Arbeits- und Gesundheitsschutzes geschrieben werden? S. Anton-Katzenbach: Das ist richtig: Komfort, Multifunk tionalität, eine klarere Abgrenzung der Schutzwirkung und die demographische Entwicklung waren auf der A+A 2015 Trendthemen für die Schutzkleidungsbranche. Was waren für Sie dort die wichtigsten Eindrücke, insbesondere auch, was PSA und das Umfeld der modernen Berufsbekleidung anbetrifft? S. Anton-Katzenbach: Verschiedene Anbieter setzen beispielsweise auf Schutzkleidung im Zwiebelprinzip: sie lässt sich entsprechend dem Risiko „staffeln“. Auch Multifunktionalität bleibt ein Trendthema: multifunktionelle Schutzkleidung wirkt umfänglich gegenüber unterschiedlichsten Risiken, die unvorhergesehen auftreten können. Ein weiteres Thema, das den Arbeitsschutz berührt, ist ein steigendes Durchschnittsalter bei den Beschäftigten. Darauf stellen sich die Kollektionen der Anbieter inzwischen ein: Hosen mit höher geschnittenen Nierenpartien, vorgeformte Knie-Zonen usw. verbessern die Wirkung von Arbeitskleidung für Beschäftigte, die das Twen-Alter hinter sich gelassen haben. Schließlich haben Sie das doch recht spezielle Thema Korrektionsschutzbrillen angeregt? Warum halten Sie es für so wichtig, auch darüber im ep zu berichten? S. Anton-Katzenbach: Korrektionsschutz brillen sind ein wichtiger Teil einer Persön lichen Schutzausrüstung, die zudem den demografischen Wandel begleitet. Wer schlecht sieht, kann seine Arbeit nicht korrekt ausführen oder begibt sich sogar in Gefahr. Eine geeignete Sehhilfe, die auch gegen die Risiken am Arbeitsplatz schützt, wird daher immer wichtiger. Sie vermindert Unfälle und damit verbundene Ausfallzeiten, die jedem Betrieb zu schaffen machen. Wie wird es auf dem Gebiet des Arbeits- und Gesundheitsschutzes weitergehen? Kann man davon ausgehen, dass individuelle Lösungen den Vorrang einnehmen werden - so wie beim Augenschutz? Oder stehen ggf. die damit entstehenden Kosten bei der Anschaffung dem entgegen? S. Anton-Katzenbach: Beim Augenschutz scheinen sich individuell angefertigte Korrektionsschutzbrillen zu etablieren. Das zumindest ist mein Eindruck nach verschiedenen Gesprächen mit Fachausstellern auf der A+A. Dasselbe gilt für Gehörschutz: auch hier nehmen Maßanfertigungen langsam zu. Da die Mitarbeiter offensichtlich eine individuell angepasste Schutzausrüstung wie Korrektionsschutzbrillen viel besser akzeptieren als die „normale“ Schutzbrille, spielen die Kosten für den Unternehmer hier eher weniger die ausschlaggebende Rolle. Bei Schutzkleidung haben die Hersteller allerdings aufgrund der Normung und der verfügbaren Textilien sowie des Zubehörs nur geringe Einflussmöglichkeiten auf eine individuelle Anfertigung. Dennoch zeigt sich auch hier eine Tendenz zu mehr Corporate Wear, also Schutzkleidung in der CI (Corporate Identity) eines Unternehmens, und besseren Passformen. Lesen Sie dazu den Beitrag: „Beim Arbeiten durchsehen“ ab Seite 50 sowie den Bericht zur A+A 2015 ab Seite 47 ep-Redakteurin Marion Buchheister fragt bei der Autorin Sabine Anton-Katzenbach zum Hintergrund des Beitrags nach Quelle:

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