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Veranstaltung | Elektrotechnik

Hivoltec vom 27.-28. Oktober 2010 in Rheinberg - 1. Messe für Hoch- und Mittelspannungstechnik

ep12/2010, 1 Seite

Rund 400 Fachbesucher nutzten das Angebot der Messe Niederrhein, sich auf dem erstmals stattfindenden Branchentreff für Hoch- und Mittelspannungstechnik zu informieren. Mit viel Engagement versammelte dazu Dipl.-Ing. Dieter Hetzel, als Initiator und fachlicher Berater des Treffens, 40 internationale Aussteller aus allen Bereichen der Branche.


Vielfältiges Angebot Die Stimmung war gut auf der ersten Fachmesse für Hoch- und Mittelspannungstechnik Hivoltec (Bild ). Viele Aussteller lobten das hohe fachliche Niveau der Besucher, sodass die sich ergebenden Kontakte im Allgemeinen als gewinnbringend eingeschätzt wurden. Technische Leiter, Entscheider und Einkäufer von z. B. Stadtwerken, Krankenhäusern oder Industriebetrieben informierten sich über die · aktuelle Anlagentechnik, · neueste Prüf- und Messtechnik, · notwendigen Schutztechniken, · möglichen Schulungen, · erforderlichen Werkzeuge und · speziellen Dienstleistungen. Die überwiegende Mehrzahl der Aussteller bekundete ihr Interesse, auch bei der nächsten Hivoltec in der zweiten Jahreshälfte 2012 wieder dabei sein zu wollen. Dipl.-Ing. Hetzel registrierte bereits während der Messe mehrere Anfragen auch von bisher nicht teilnehmenden Fachfirmen. Seminare In 10 Fachvorträgen wurde über Themen wie der Datenübertragung in Energienetzen (ICE 61850), das Arbeiten unter Spannung (AuS) in MS-Anlagen bis hin zu neuartigen Prüf- und Messmethoden referiert. An Beispielen aus der betrieblichen Praxis, wie z. B. im Vortrag „Vorort TE-Messung im MS-Netz der Stadtwerke Erkrath“, wurde u. a. auf Stolperfallen bei der Beurteilung von Messergebnissen hingewiesen. Prof. Dr.-Ing. Detmar Arlt, Leiter des Fachgebietes Energieversorgung und Elektrowärme im Fachbereich Elektrotechnik an der FH Düsseldorf, stellte dabei besonders die Schwierigkeiten bei der Einschätzung der öffentlichen und industriellen Netzqualität heraus. Gerade im Bereich der Teilentladungsmessung in Mittelspannungsnetzen ist viel Erfahrung erforderlich, damit es nicht zu unnötigem Reparaturaufwand, aber eben so wenig zu Havarien aufgrund nicht erkannter Schwachpunkte kommt. Die Verantwortlichen an kleineren Stadtwerken seien mit der fachlichen Beurteilung häufig überfordert und sollten den Erfahrungsschatz darauf spezialisierter Dienstleister nutzen. Dipl.-Ing. Reinhard Gesing, Vertriebsleiter beim Messgerätehersteller Megger, schilderte in seinem Vortrag „Schaltzeitmessung an beidseitig geerdeten Leistungsschaltern“ wie eine normenkonforme Messtechnologie mit der Bezeichnung „Dynamisches Kapazitives Messverfahren“ das Prüfen von Leistungsschaltern sicher und zeitsparend gestaltet. Entsprechende Lösungen konnten vom Fachpublikum an den einzelnen Ständen in Augenschein genommen werden. Produktschau Anlagentechnik. Vom Krefelder Mittelspannungsspezialisten Ormazabal wurde beispielsweise die kleinste am Markt erhältliche Leistungsschalteranlage GA-C präsentiert. Aufgrund ihrer neuartigen Schottung durch patentierte Trennbleche im Kabelanschlussraum können nur noch 1-polige Fehler auftreten, informierte Jürgen Bartnick vom Vertriebsbüro Essen. Somit wird für die SF6 -isolierte MS-Anlage (bis 24 kV) trotz reduzierter Bauhöhe höchster Sicherheitsstandard gewährleistet. Thomas Zirk, vom technischen Support der Igel Elektronik Gmb H, zeigte eine neue Generation von Mittelspannungsanlagen. Das MV-CS System besteht - im Gegensatz zu herkömmlichen Schaltanlagen - aus einer Grund- und einer Einschubeinheit (Bild ). Die Basiseinheit beinhaltet das Gehäuse, die Energieverteilungskomponenten und den Kabelanschlussbaustein. Diese Bauteile sind passiv und unterliegen demnach einem minimalen Ausfallrisiko. Die Einschubeinheit beinhaltet alle elektrotechnisch relevanten Komponenten und wird über ein integriertes Rollensystem in die Grundeinheit eingeschoben. Über dieses Plug-and-Play-System für den MS-Bereich wird der ep separat berichten. Prüftechnik. Für nicht-invasive Routineprüfungen von Umspannstationen ist für Service- und Testteams sicherlich der portable Teilentladungsmesser PDS100 der Fa. Doble Lemke interessant, informierte Stefan Mätzold. Per RFI-Technologie können während des Betriebes defekte Komponenten identifiziert und lokalisiert werden. Somit lassen sich durch „ablaufen“ hochspannungsführender Komponenten mögliche Teilentladungsquellen detektieren. Dienstleistungen. Zahlreiche Anbieter von Sonderlösungen boten ihre Dienstleistungen an. Beispielsweise baut die belgische Fa. EMO unter dem Namen „Retro Fit“ Ersatzmodelle für abgenutzte oder defekte Trenner, für die es keine Ersatzteile mehr gibt (Bild ). So können die alten Trenner eins zu eins ausgetauscht werden und man erspart sich teure und umfangreiche Umbauten. Ein weiteres Beispiel aus dem Bereich der Kabelreparatur stellte die Fa. Becker & Hüser aus Sonsbeck dar. Diese ist ein von namhaften Kabel- und Leitungsherstellern autorisierter Reparaturbetrieb und bietet weltweit u. a. außenmantelgleiche Kabelreparaturen über Spleiß-, Gadweld- und Pressverbindungen an (Bild ). H. Hackbarth BRANCHE AKTUELL Elektropraktiker, Berlin 64 (2010) 12 986 Hivoltec vom 27.-28. Oktober 2010 in Rheinberg 1. Messe für Hoch- und Mittelspannungstechnik Rund 400 Fachbesucher nutzten das Angebot der Messe Niederrhein, sich auf dem erstmals stattfindenden Branchentreff für Hoch- und Mittelspannungstechnik zu informieren. Mit viel Engagement versammelte dazu Dipl.-Ing. Dieter Hetzel, als Initiator und fachlicher Berater des Treffens, 40 internationale Aussteller aus allen Bereichen der Branche. Begegnungen auf hohem fachlichen Niveau MS-Anlage MV-CS besteht aus zwei unabhängigen Komponenten Speziallösung zum Austausch eines Trenners 3,6 kV, 3000 A mit Motorantrieb 110 V DC Diverse Kabelreparaturmöglichkeiten

Autor
  • H. Hackbarth
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