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Elektrotechnik | Schutzmaßnahmen | Inf.- und Kommunikationstechnik

Getrennter Potentialausgleich in IT-Anlage

ep1/2009, 1 Seite

Einer meiner Kunden hat auf neueste IT-Technologie umgestellt und wollte sichergehen, dass die hochwertige Anlage nicht durch Überspannungen zerstört werden kann. Deshalb wurde ich damit beauftragt, Überspannungsschutzmodule Grob/Mittel/Fein einzubauen. Bei einem Termin vor Ort kam ich ein wenig ins Schleudern. Trotz eines TN-S-Netzes, das überall eingehalten wurde, ist vor etwa zehn Jahren ein zusätzlicher separater Potentialausgleich in alle Unterverteilungen und auch in die Hauptverteilung eingezogen worden. Dieser PA hat absolut keine Verbindung zum öffentlichen Netz (PE bzw. PEN) innerhalb irgendeiner Verteilung. Diese Trennung wurde ausgeführt, weil die Errichter der vorherigen IT-Anlage auf den Datenleitungen vagabundierende Ströme vorfanden. Der Potentialausgleich besteht aus einem Tiefenerder, der in einem Kellerraum in die Erde geschlagen wurde. An ihm sind ausschließlich die Schutzleiter der EDV-Steckdosen angeschlossen. Meine Befürchtungen sind nun, dass ein Blitz, der in das benachbarte Schienennetz der DB einschlägt, das Potential extrem stark anheben kann und sich dann über das Gehäuse der PCs auf den Nullleiter des öffentlichen Stromnetzes entlädt. Nun habe ich mir bereits zwei Lösungsansätze erarbeitet: 1. Ich hebe die Trennung des Potentialausgleichs auf, lokalisiere vagabundierende Ströme und beseitige sie. 2. Ich setze ein zusätzliches Überspannungsschutzmodul zwischen PA und PE. Welche Lösung ist zu empfehlen?


   

Autor
  • V. Raab
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