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Elektrotechnik | Schutzmaßnahmen

FI-Schutzschalter mit IdN = 0,5 A

ep6/2002, 2 Seiten

Wir haben vor kurzem in einer Zahnarztpraxis einen Anschluss für ein elektrisches Gerät hergestellt. Dieser Anschluss sollte, laut Hersteller, mit einer Schmelzsicherung 20 A abgesichert sein. Es ist ein Festanschluss vorgesehen. Das Gerät erzeugt eine Hochfrequenz zum Verformen von Kunstoffteilen. Nach Anschluss und Einschaltung der Maschine hat sofort der FI-Schutzschalter 0,03 A ausgelöst. Eine Isolationsmessung ergab, dass der Isolationswiderstand ca. 0,4 MOhm beträgt. Etwas zuwenig! Ich nahm an, dass das Gerät defekt ist und habe den Zahnarzt auf den Kundendienst vom Hersteller verwiesen. Der ist auch gekommen und meinte, dass der FI-Schutzschalter zu empfindlich ist, wir sollten einen 0,5-A-Schalter einbauen. Ist das überhaupt zulässig, denn scheinbar hat das Gerät einen sehr hohen Ableitstrom? Der höchste mir bekannte Ableitstrom beträgt bei Geräten größer 6 kW nur 15 mA. Das Gerät hat aber noch nicht einmal 6 kW. Aber auch wenn das Gerät durch die Erzeugung der Hochfrequenz mehr als 15 mA Ableitstrom erzeugt, darf man es dann am ganz normalen Schutzleiter des bestehenden Leitungsnetzes betreiben? Muss man einen gesonderten PE installieren? Ist ein 0,5-A-FI-Schutzschalter, für besondere Fälle, in einer Arztpraxis überhaupt zulässig?


   

Autor
  • Th. Flügel
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