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Elektrotechnik
FEG-Jahrestagung in Passau - Positive Bilanz gezogen
ep9/2009, 1 Seite
Steigende Mitgliedszahlen In seiner Rede zog der FEG-Vorsitzende Simon-Boris Estermann (Bild ) eine positive Bilanz der Verbandstätigkeit. Die Akzeptanz und das Vertrauen der Betriebe in die geleistete Arbeit spiegeln vor allem die Mitgliedszahlen der angeschlossen Innungen wider: Allein seit Anfang des Jahres konnte sie einen Anstieg um 1,3 % verzeichnen, was in Zeiten eines allgemeinen Mitgliederschwunds bei vielen Vereinen und Organisationen nicht selbstverständlich ist. Estermann verglich das Wirken des Fachverbandes mit dem chinesischen Sprichwort „Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern, die anderen Windmühlen“, wobei der FEG Windmühlen gebaut habe und noch weitere bauen werde. Als Beispiel nannte er die Mitarbeit des Verbandes in der EEG-Clearingstelle, die Streitigkeiten und Anwendungsfragen im Bereich des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes klärt. Hier wurde unter anderem durch die Stellungnahme des FEG die Problematik der PV-Anlagenzusammenschaltungen in Sinne des Handwerks empfohlen und geregelt. Drittes Konjunkturpaket Ehr düster sieht der Vorsitzende die künftige wirtschaftliche Lage der Branche. Zwar seien die Elektro- und Gebäudetechniker von der Krise bisher weitgehend verschont geblieben, beim Ausbauhandwerk komme der Abschwung aber erst mit einem halben Jahr Verspätung an. „Ich habe große Bedenken, dass die Lücken in den Auftragsbüchern durch die Konjunkturpakete gefüllt werden können“, so Estermann: „Wir brauchen deshalb ein drittes Konjunkturpaket speziell für Betriebe“. Der Mittelstand könne schließlich nichts für die Krise. Vielmehr sei das Gegenteil richtig: „Die Mittelständler sind es, die im Inland produzieren und ausbilden, die die Wertschöpfung im Land halten.“ Deutliche Kritik äußerte Estermann auch an der restriktiven Haltung vieler Banken bei der Kreditvergabe: „Wir stecken unverschuldet in einer Kreditklemme. Kollegen erzählen von Kontokorrent-Zinssätzen von bis zu 19,5 %, während der EZB-Leitzins bei einem Prozent liegt.“ Beratung der Betriebe Im weiteren Verlauf der Jahrestagung stellte FEG-Geschäftsführer Roland Klöffel die Arbeit der FEG-Geschäftsstelle vor. Breiten Raum nimmt hier vor allem die Beratung der Betriebe in fachlichen, betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Fragen ein. Für eine schnelle Unterstützung der Betriebe wurde erst kürzlich eine 0700er-Hotline-Nummer eingerichtet. Solide Finanzen Auf soliden Pfeilern steht der FEG auch in finanzieller Sicht. Ludwig Praml, als Obermeister der Innung für Elektro- und Informationstechnik Passau gleichzeitig Gastgeber der Jahrestagung, präsentierte den Mitgliedern eine transparente Abrechnung der eingesetzten Mittel. Er betonte dabei, dass ein vorhandener Überschuss ausschließlich zum Wohl der angeschlossenen Innungen und Betriebe Verwendung finde. Aus aktuellem Anlass schlug Praml auch eine Tarifempfehlung des Vorstandes für die Auszubildenden und Arbeitnehmer des bayrischen und thüringischen Elektrohandwerks vor. Sie wurde nach konstruktiver Diskussion mit Verbesserungen im Detail von den Delegierten beschlossen (Bild ). Elektropraktiker, Berlin 63 (2009) 9 664 BRANCHE AKTUELL separate Ansteuerung jedes einzelnen Lichtpunkts können einzelne Straßenzüge künftig gedimmt oder auch abgeschaltet werden." In der Praxis ließen sich somit zum Beispiel Straßen, die an Wochenenden schwach frequentiert werden, auf ein Minimum an Lichtstärke einstellen. Ein weiteres Beispiel wäre die Schaltung anhand des Mondkalenders: „In sommerlichen Vollmondnächten benötigen wir nicht die volle Leistung der Leuchten. So kann auf diese Weise ebenfalls Energie eingespart werden“, erläutert Ahmann. Kompatibel zu künftigen Entwicklungen Die gesammelten Informationen laufen auf einem zentralen Rechner beim Stromanbieter RWE auf. Von hier aus werden auch etwaige Abschaltungen und das Dimmen gesteuert und überwacht. „Mit Hilfe der Umrüstung und dem Einsatz des Managementsystems erreichen wir eine Energie- und Kostenreduzierung von rund 40 %“, sagt Gunnar Löhr von der RWE Westfalen-Weser-Ems-Netzservice, die seit 2007 bereits eine entsprechende Pilotanlage in Geseke betreibt: „Die Anlage läuft seit ihrer Installation komplett störungsfrei und spart richtig Geld.“ Mehr noch: Durch die ausgeklügelte Technik lassen sich nachträglich weitere Module an die Leuchte anbauen: „Die Palette reicht von ansteuerbaren Parkleitsystemen über beleuchtete Werbetafeln bis hin zu Steckdosen mit Abrechnungssystemen zum Aufladen von Elektroautos“, so Löhr. Kompatibel ist dieses System auch für weitere Modernisierungen, aber das ist noch Zukunftsmusik: „Erst wenn sich die LED im Massenmarkt etabliert hat, werden wir die Lampe gegen die dann effizientere Technologie austauschen“, so Löhr. „Mit dem Managementsystem plus der kommenden LED-Generation sind wir noch effizienter als die LED ohne dieses Managementsystem. Das ist heute hochgradig innovativ und wird der Gemeinde Geseke mit dieser Technik noch in vielen Jahren zu hohen Einsparungen in der Straßenbeleuchtung verhelfen.“ FEG-Jahrestagung in Passau Positive Bilanz gezogen Der Fachverband Energie- und Gebäudetechnik Bayern-Thüringen hat in diesem Jahr seine angeschlossenen Betriebe und Innungen zur 2. FEG-Tagung nach Passau eingeladen. Über 100 Teilnehmer informierten sich über die geleistete Arbeit und die künftigen Schwerpunkte ihrer Interessenvertretung. FEG-Vorsitzender Simon-Boris Estermann zog eine positive Bilanz des vergangenen Jahres Fotos: FEG Neben den Delegierten der Innungen waren auch Vertreter der Mitgliedsbetriebe zur Jahrestagung gekommen
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