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Licht- und Beleuchtungstechnik | Elektrotechnik

Effizientes Straßenleuchtenprojekt ausgezeichnet

ep9/2009, 3 Seiten

Beim Wettbewerb „Energieeffiziente Stadtbeleuchtung“ des Bundesumweltministeriums hat die Stadt Geseke einen Platz auf dem Siegertreppchen belegt. Seit 1984 arbeitet der Ort konsequent daran, den Energieverbrauch seiner Straßenbeleuchtung zu verringern. Zum Einsatz kommen Außenleuchten von Trilux und ein ausgeklügeltes Managementsystem.


Ein gutes Ergebnis zeichnet sich ab Trotz der Wirtschaftskrise zeichnete sich schon einige Monate vor der Veranstaltung ein gutes Ergebnis für die regionale Elektrofachmesse ab. „2009 wird die efa erneut der wichtigste Informations- und Handelsplatz für das Elektrohandwerk in Mitteldeutschland und die angrenzenden Regionen sein“, sagt Projektdirektor Ekkehard Trümper. Mehr als 200 Aussteller präsentieren auf dem Leipziger Messegelände ihre Neuheiten und Weiterentwicklungen. Die Messe biete einen sehr guten Überblick über die klassischen Bereiche der Gebäudetechnik und angrenzende Gebiete, so Trümper: „Wir legen unser Augenmerk unter anderem auf die Ausstellungsbereiche Photovoltaik, Automatisierungstechnik und Licht.“ Ergänzend zu den richtungsweisenden Exponaten in der Ausstellung gibt es im Rahmenprogramm unter dem Motto „Zukunftsorientiertes Handwerk und energieeffiziente Technologien“ umfangreiche Hintergrundinformationen. Im Mittelpunkt steht das zentrale Forum auf dem Stand der Landesinnungsverbände Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Hier referieren bekannte Experten über aktuelle Themen der Branche - angefangen bei Schutzmaßnahmen über die technischen Anschlussbedingungen bis hin zu Voice-over-IP. Angebote für Architekten, Ingenieure und Planer Mit verschiedenen Aktionen sprechen die efa und die parallelen Messen SHKG und bauenleipzig speziell Architekten, Ingenieure und Planer an. Zum Beispiel schließen Rundgänge ausgewählte Aussteller des Messeverbundes ein, die komplexe, für Planer und Architekten spannende Systemlösungen präsentieren. Auch das Rahmenprogramm enthält zahlreiche Veranstaltungen für diese Besucherzielgruppe, darunter den sächsischen Ingenieurkammertag am 30. Oktober 2009. Angebote des Großhandels Viele Großhändler bieten den Fachbesuchern auch in diesem Jahr Busreisen nach Leipzig an. „Die efa ist die zentrale Kommunikationsplattform der Elektrobranche in Mitteldeutschland“, erläutert Bernd Meier von der VEG-Landesgruppe Sachsen/ Sachsen-Anhalt. „Und deshalb machen wir uns stark für die Regionalmesse. Zudem kommen viele unserer Außendienstmitarbeiter gemeinsam mit ihren Kunden zur efa.“ Elektropraktiker, Berlin 63 (2009) 9 662 BRANCHE AKTUELL Fachmesse efa 2009 Branchentreffen in Leipzig Seit 1990 ist die efa die wichtigste Elektrofachschau in Mitteldeutschland und in den angrenzenden Regionen. Vom 28. bis 30. Oktober öffnet die Messe in Leipzig nunmehr zum 11. Mal ihre Pforten. Parallel finden die SHKG - Messe für Sanitär, Heizung, Klima und Gebäudeautomation - und die Baumesse „bauenleipzig“ statt. Mehr Lichtpunkte bei geringeren Kosten „Wir sind stolz, dass unsere Bemühungen mit dieser Auszeichnung nun eine ganz besondere Wertschätzung erfahren“, freute sich Bürgermeister Franz Holtgrewe bei der Preisverleihung in Berlin. Laudator Norbert Portz vom Städte- und Gemeindebund hob vor allem die hohe Multiplikatorenwirkung hervor, die von dem Geseker Projekt ausgehen wird: „Die hohe Energieeinsparung wird sich herumsprechen und viele andere Gemeinden zu ähnlichen Maßnahmen animieren.“ Energieeinsparung in der Straßenbeleuchtung hat in Geseke Tradition: „Seit 1984 arbeiten wir konsequent an der Minderung des Energieverbrauchs in diesem speziellen Bereich“, erklärt Kämmerer Franz Hoof. „Wir haben es geschafft, den Verbrauch von rund 1,4 Mio. kWh auf 700000 kWh pro Jahr zu senken.“ Besonders bemerkenswert an dieser Zahl: Im selben Zeitraum stieg die Anzahl der Lichtpunkte im Stadtgebiet von rund 1700 auf gut 2600. Mit Hilfe einer modifizierten Straßenbeleuchtung sollen weitere Einsparungen realisiert werden. Zum einen werden die Leuchten mit einer Technologie umgerüstet, die eine deutliche Reduzierung des Energieverbrauchs bei besserer Lichtausbeute ermöglicht. „Möglich macht dies ein speziell auf diesen Leuchtentyp zugeschnittener Umrüstsatz“, erklärt Torsten Erk von der Werksvertretung Wolfgang Balg des Arnsberger Leuchtenherstellers Trilux. „Zurzeit sind in den Leuchten in dem entsprechenden Straßenzug jeweils zwei 70-W-Lampen eingesetzt, künftig reduzieren wir auf einmal 100 W.“ Neben der Forschung an besonders effizienten Optiken und energiesparenden elektronischen Komponenten setze das Unternehmen außerdem auf eine durchdachte und für jeden Einsatzbereich individuell angepasste Lichtplanung", so Erk weiter, der in der Auszeichnung eine Bestätigung der professionellen Zusammenarbeit aller Beteiligten sieht. Separate Ansteuerung jeder einzelnen Leuchte Neben den lichttechnischen Komponenten von Trilux kommt zusätzlich das Beleuchtungsmanagementsystem Minos zum Einsatz: „Bisher beschränkt sich die Möglichkeit der Steuerung von kompletten Straßenbeleuchtungsanlagen auf das Einschalten am Abend und das Ausschalten am Morgen“, erklärt Andreas Ahmann, Geschäftsführer der Fa. IMD, die für die Systemintegration verantwortlich ist. „Durch die Effizientes Straßenleuchtenprojekt ausgezeichnet Beim Wettbewerb ,,Energieeffiziente Stadtbeleuchtung“ des Bundesumweltministeriums hat die Stadt Geseke einen Platz auf dem Siegertreppchen belegt. Seit 1984 arbeitet der Ort konsequent daran, den Energieverbrauch seiner Straßenbeleuchtung zu verringern. Zum Einsatz kommen Außenleuchten von Trilux und ein ausgeklügeltes Managementsystem. Tipps zur efa 2009 Bei einer Vorabregistrierung reduziert sich der Preis für eine Tageskarte von 13 auf 8 Euro Die Eintrittskarten der efa gelten auch für die beiden Parallelmessen Die Eintrittskarten berechtigen zudem am Besuchstag zur kostenlosen Hin- und Rückfahrt zum/vom Messegelände mit den öffentlichen Personennahverkehrsmitteln und in zahlreichen Tarifzonen des MDV Weitere Informationen: www.efa-messe.com Die Stadt Geseke im Kreis Soest konnte den Stromverbrauch der Straßenbeleuchtung von rund 1,4 Mio. kWh auf 700000 kWh pro Jahr senken. Im selben Zeitraum stieg die Anzahl der Lichtpunkte im Stadtgebiet von 1700 auf 2600 Foto: Trilux SHIFT_ the way you move In Ihrem Job herrscht genug Hochspannung - schön, wenn man sich dann auf kompetente Partner verlassen kann. Ob PRIMASTAR oder INTERSTAR: Mit ihrer besonders niedrigen Ladekante sind sie leicht zu beladen, aber nur schwer zu füllen. Der große Innenraum mit integriertem Regal bietet jede Menge Platz für all Ihr Werkzeug. 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Estermann verglich das Wirken des Fachverbandes mit dem chinesischen Sprichwort „Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern, die anderen Windmühlen“, wobei der FEG Windmühlen gebaut habe und noch weitere bauen werde. Als Beispiel nannte er die Mitarbeit des Verbandes in der EEG-Clearingstelle, die Streitigkeiten und Anwendungsfragen im Bereich des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes klärt. Hier wurde unter anderem durch die Stellungnahme des FEG die Problematik der PV-Anlagenzusammenschaltungen in Sinne des Handwerks empfohlen und geregelt. Drittes Konjunkturpaket Ehr düster sieht der Vorsitzende die künftige wirtschaftliche Lage der Branche. Zwar seien die Elektro- und Gebäudetechniker von der Krise bisher weitgehend verschont geblieben, beim Ausbauhandwerk komme der Abschwung aber erst mit einem halben Jahr Verspätung an. „Ich habe große Bedenken, dass die Lücken in den Auftragsbüchern durch die Konjunkturpakete gefüllt werden können“, so Estermann: „Wir brauchen deshalb ein drittes Konjunkturpaket speziell für Betriebe“. Der Mittelstand könne schließlich nichts für die Krise. Vielmehr sei das Gegenteil richtig: „Die Mittelständler sind es, die im Inland produzieren und ausbilden, die die Wertschöpfung im Land halten.“ Deutliche Kritik äußerte Estermann auch an der restriktiven Haltung vieler Banken bei der Kreditvergabe: „Wir stecken unverschuldet in einer Kreditklemme. Kollegen erzählen von Kontokorrent-Zinssätzen von bis zu 19,5 %, während der EZB-Leitzins bei einem Prozent liegt.“ Beratung der Betriebe Im weiteren Verlauf der Jahrestagung stellte FEG-Geschäftsführer Roland Klöffel die Arbeit der FEG-Geschäftsstelle vor. Breiten Raum nimmt hier vor allem die Beratung der Betriebe in fachlichen, betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Fragen ein. Für eine schnelle Unterstützung der Betriebe wurde erst kürzlich eine 0700er-Hotline-Nummer eingerichtet. Solide Finanzen Auf soliden Pfeilern steht der FEG auch in finanzieller Sicht. Ludwig Praml, als Obermeister der Innung für Elektro- und Informationstechnik Passau gleichzeitig Gastgeber der Jahrestagung, präsentierte den Mitgliedern eine transparente Abrechnung der eingesetzten Mittel. Er betonte dabei, dass ein vorhandener Überschuss ausschließlich zum Wohl der angeschlossenen Innungen und Betriebe Verwendung finde. Aus aktuellem Anlass schlug Praml auch eine Tarifempfehlung des Vorstandes für die Auszubildenden und Arbeitnehmer des bayrischen und thüringischen Elektrohandwerks vor. Sie wurde nach konstruktiver Diskussion mit Verbesserungen im Detail von den Delegierten beschlossen (Bild ). Elektropraktiker, Berlin 63 (2009) 9 664 BRANCHE AKTUELL separate Ansteuerung jedes einzelnen Lichtpunkts können einzelne Straßenzüge künftig gedimmt oder auch abgeschaltet werden." In der Praxis ließen sich somit zum Beispiel Straßen, die an Wochenenden schwach frequentiert werden, auf ein Minimum an Lichtstärke einstellen. Ein weiteres Beispiel wäre die Schaltung anhand des Mondkalenders: „In sommerlichen Vollmondnächten benötigen wir nicht die volle Leistung der Leuchten. So kann auf diese Weise ebenfalls Energie eingespart werden“, erläutert Ahmann. Kompatibel zu künftigen Entwicklungen Die gesammelten Informationen laufen auf einem zentralen Rechner beim Stromanbieter RWE auf. Von hier aus werden auch etwaige Abschaltungen und das Dimmen gesteuert und überwacht. „Mit Hilfe der Umrüstung und dem Einsatz des Managementsystems erreichen wir eine Energie- und Kostenreduzierung von rund 40 %“, sagt Gunnar Löhr von der RWE Westfalen-Weser-Ems-Netzservice, die seit 2007 bereits eine entsprechende Pilotanlage in Geseke betreibt: „Die Anlage läuft seit ihrer Installation komplett störungsfrei und spart richtig Geld.“ Mehr noch: Durch die ausgeklügelte Technik lassen sich nachträglich weitere Module an die Leuchte anbauen: „Die Palette reicht von ansteuerbaren Parkleitsystemen über beleuchtete Werbetafeln bis hin zu Steckdosen mit Abrechnungssystemen zum Aufladen von Elektroautos“, so Löhr. Kompatibel ist dieses System auch für weitere Modernisierungen, aber das ist noch Zukunftsmusik: „Erst wenn sich die LED im Massenmarkt etabliert hat, werden wir die Lampe gegen die dann effizientere Technologie austauschen“, so Löhr. „Mit dem Managementsystem plus der kommenden LED-Generation sind wir noch effizienter als die LED ohne dieses Managementsystem. Das ist heute hochgradig innovativ und wird der Gemeinde Geseke mit dieser Technik noch in vielen Jahren zu hohen Einsparungen in der Straßenbeleuchtung verhelfen.“ FEG-Jahrestagung in Passau Positive Bilanz gezogen Der Fachverband Energie- und Gebäudetechnik Bayern-Thüringen hat in diesem Jahr seine angeschlossenen Betriebe und Innungen zur 2. FEG-Tagung nach Passau eingeladen. Über 100 Teilnehmer informierten sich über die geleistete Arbeit und die künftigen Schwerpunkte ihrer Interessenvertretung. FEG-Vorsitzender Simon-Boris Estermann zog eine positive Bilanz des vergangenen Jahres Fotos: FEG Neben den Delegierten der Innungen waren auch Vertreter der Mitgliedsbetriebe zur Jahrestagung gekommen

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