Fachplanung
|
Elektrotechnik
Fachplanung
ep2/2012, 1 Seite
92 Elektropraktiker, Berlin 66 (2012) 2 BRANCHE AKTUELL Präzisierter Zeitplan für die HOAI-Reform 2013 Mit einem deutlichen Bekenntnis zur Reform der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) in der Legislaturperiode bis zum Jahr 2013 eröffnete der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) Ernst Burgbacher die traditionelle AHO-Herbsttagung im Dezember 2011 in Berlin. Der Zeitplan sei ehrgeizig aber machbar, betonte er und räumte gleichzeitig eine Verzögerungbei der Vergabe des BMWi-Honorargutachtens ein, das neu ausgeschrieben werden muss. Durch eine Straffung der Ausschreibung und eine Beschränkung der Untersuchung auf honorarrelevante Parameter soll der eingetretene Zeitverlust wettgemacht werden. Der Staatssekretär versicherte die vertrauensvolle und offene Zusammenarbeit mit dem AHO und unterstrich das gemeinsame Ziel, mit einer zukunftsfähigen HOAI einen Interessenausgleich aller am Planungsprozess Beteiligten sicherzustellen. AHO-Vorstandsvorsitzender Ernst Ebert erklärte, die Einhaltung des straffen Zeitplans bis 2013 sei von zentraler Bedeutung für den Erfolg des Reformprozesses. Die baufachliche Aktualisierung und Modernisierung der HOAI-Leistungsbilder im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) wurde fristgerecht abgeschlossen. Nun ist das BMWi gefordert, das bereits angekündigte Gutachten zur Überprüfung der Honorarstruktur und FACHPLANUNG eplanerforum 2012 2. März 2012 - Stuttgart 9. März 2012 - Frankfurt/M. 16. März 2012 - Essen 23. März 2012 - Hannover TERMINE Planungshandbuch für Wärmepumpen Seit Ende der 1970er Jahre stellt das Unternehmen Viessmann Wärmepumpen her und macht nun die mit der Entwicklung, Planung sowie Realisierung von Wärmepumpenanlagen gesammelten Erfahrungen mit einem Planungshandbuch zugänglich. Darin werden die physikalischen und technologischen Grundlagen der Wärmepumpentechnik erklärt. So erläutert ein Abschnitt z. B. die Potentiale und Erschließungsmöglichkeiten der Primärquellen Erdreich, Wasser, Außenluft und Abwärme. Weiterhin wird u. a. Planung und Auslegung der Primärquellen, Anlagenplanung, Auslegung und Ausführung des Sekundärkreises für Trinkwassererwärmung, Heizbetrieb und Kühlung erläutert. Zu jedem Thema sind Formeln, Tabellen, Diagramme, Beispiele und Grafiken enthalten, die bei der Planung unterstützen. Als PDF-Datei kann das Planungshandbuch unter www.viessmann.de kostenlos heruntergeladen werden. Ernst Burgbacher zur erforderlichen Anpassung der Honorartafeln schnellstmöglich zu beauftragen. Empfehlung „BACnet 2011“ veröffentlicht Nachdem AMEV, der Arbeitskreis Maschinen und Elektrotechnik staatlicher und kommunaler Verwaltungen, in der „Gebäudeautomation 2005“ allgemeine Empfehlungen für eine systemübergreifende und herstellerneutrale Gebäudeautomation (GA) innerhalb öffentlicher Gebäuden zusammengefasst und mit BACnet 2007 ergänzende Hinweise für die Anwendung des Kommunikationsprotokolls BACnet (Building Automation and Control Networks) veröffentlicht hat, dessen praxisnahe Empfehlungen sich in zahlreichen BACnet-Projekten bewährten haben und von vielen Anwendern als verbindliche Planungsvorgaben in BACnet-Ausschreibungen verankert werden, folgte im März 2009 die erste Ergänzung 2009, um die schnelle Entwicklung der BACnet-Norm und des Marktes (Zertifikate), die neuen BACnet-Arbeitshilfen (z. B. Dokument B-PAT) sowie aktuelle Erfahrungen der Anwender zu berücksichtigen. Die Tabellen der Objekttypen und Dienste wurden an das neue Beiblatt BACnet des GAEB angepasst. Die neue AMEV-Empfehlung „BACnet 2011“ fasst nun die Empfehlung BACnet 2007 sowie die bisherigen Ergänzungen zusammen. Zudem berücksichtigt sie DIN EN ISO 16484-5 (März 2011). Viele Texte und Beispiele wurden überarbeitet oder ergänzt, um die Verständlichkeit zu verbessern. Die empfohlene Mindestausstattung der BACnet-Geräte mit Objekttypen, Diensten etc. wurde als AMEV-Profil A und B präzisiert. Um die BACnet-Anwendung zu vereinfachen, hat AMEV in Abstimmung mit BIG-EU und WSPLab außerdem ein AMEV-Testat entwickelt, mit dem ein BTL-Testlabor das von einem zertifizierten BACnet-Gerät unterstützte AMEV-Profil bescheinigen kann. Einandererwichtiger Beitragbetrifft die GA-Funktionsliste. AMEV stellt nun eine Struktur für die einheitliche Darstellungen der funktionellen Zusammenhänge der GA-Funktionen und ihre Zuordnung zu BACnet-Objekten vor. Eindeutige Symbolemachendie Bemerkungen der GA-Funktionsliste nachvollziehbar und verbessern die Planungs- und Kostensicherheit. Gemeinsame Studie zu EnEV und EEWärme G Unter dem Titel „Wegweiser zum Einsatz von Systemen zur Heizung und Trinkwassererwärmung im Wohngebäude mit den Anforderungen von Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009 und Erneuerbare Energien Wärmegesetz (EEWärme G)“gebendie Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung (HEA), der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) sowie der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) eine gemeinsame Studie heraus. Darin wird erläutert, wie elektrische Systeme zur Heizung und Trinkwassererwärmung gemäß EnEV und EEWärme G beschaffen sein können. Erstellt wurde sie im Auftrag der Partner vom Institut für Technische Gebäudeausrüstung in Dresden (iTG). Als PDF-Datei kann sie auf den Internetseiten der Verbände bezogen werden. Im ersten Teil der Studie werden die gesetzlichen Anforderungen von EnEV und EEWärme G sowie Berechnungsweisen zu deren Erfüllung beschrieben. Der zweite Teil zeigt, wie nach EnEV 2009 und EEWärme G Anlagenvarianten mit elektrischen Systemen auch zukünftig sehr gut für die Heizung und die Trinkwassererwärmung einsetzbar sind. Enthalten sind auch Beispielberechnungen für typische Anlagenkombinationen in den jeweiligen Gebäudetypen und eine Gegenüberstellung der Modellvarianten. Aus der EnEV erläutert die Studie das Referenzgebäudeverfahren sowie die Vorgaben für Primärenergiebedarf, spezifischen Transmissionswärmeverlust, sommerlichen Wärmeschutz sowie auch sonstige Nebenanforderungen. Zum EEWärme G, das die Nutzung erneuerbarer Energien in Neubauten behandelt, erklärt die Studie u. a. die Berechnung der Deckungsanteile, zulässige Kombinationen, mögliche Ersatzmaßnahmen sowie die Einhaltung der technischen Mindestanforderungen und die Nachweisführung. Das Zusammenspiel der beiden Regelungswerke wird ebenfalls herausgearbeitet.
Downloads
Laden Sie diesen Artikel herunterTop Fachartikel
In den letzten 7 Tagen:
Sie haben eine Fachfrage?
