Veranstaltung
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Elektrotechnik
Experten diskutierten Strategien des Handwerks
ep4/1999, 1 Seite
Der vorhandene Markt erfordert Strukturänderungen im Handwerk Einleitend steckten kompetente Vertreter aus Wirtschaft, Handwerk und Wissenschaft den Rahmen der bestehenden Möglichkeiten für das Handwerk ab. Eberhard Rittershaus (Aufsichtsratsvorsitzender der HFM AG) beschäftigte sich unter der Überschrift „Facility Management im Handwerk - großer Markt für kleine Betriebe“ mit den Rahmenbedingungen der Branche. Markus Thomzik (Inst. f. angew. Innovationsforschung der Uni Bochum) wagte mit „Der Markt Facility Management - Herausforderungen und Chancen“ einen Blick in die Zukunft des milliardenschweren Wachtumsmarktes. Neue Entwicklungen auf technischem Gebiet präsentierte Hans-Jürgen Niemeyer vom Bremer Institut für Gebäudemanegement, Gebäudeautomatisierung, Energie- und Umwelttechnik mit dem Thema „Gebäudeleittechnik als Element ganzheitlicher Nutzenoptimierung“. Nach seiner Ansicht sind Verbünde wie die HFM AG gleichzeitig geeignet, im Handwerk das Dienstleistungsdenken notwendigerweise stärker auszuprägen. Peter Meier, Sprecher des Vorstands der HFM AG, begründete den Teilnehmern die ersten Erfolge anhand von Konzept und Aufbau der HFM AG. Übereinstimmende Ansichten bei allen Betroffenen Die Teilnehmer der darauffolgenden Podiumsdiskussion (Bild) bestätigten zusammen mit dem Publikum die Notwendigkeit, Wege wie die der HFM AG einzuschlagen. Als Diskutanten auf dem Podium erschienen: Dieter Philipp (ZDH-Präsident) und Dieter Horchler, Präsident der Handwerkskammer Hamburg, Willi Hoppenstedt, Vorstand der SAGA Siedlungs-Aktiengesellschaft Hamburg, Bernd Ehinger, Präsident des Fachverbands Elektrotechnik Hessen sowie Helge Mordhorst-Boos, Vorstandsmitglied der HFM AG. Erfahrungen müssen weitergegeben werden Als methodisches Ergebnis des Kongresses wurde von den Teilnehmern übereinstimmend die Einrichtung eines bundesweit tätigen, verbindlichen Erfahrungsservice des Handwerks, einer „Clearing-Agentur“, ins Auge gefaßt. Vor dem Hintergrund der bisher eher regional organisierten handwerklichen Strukturen ist so eine Einrichtung geeignet, die deutschlandweit notwendige Vernetzung herzustellen und gewonnenes Knowhow effektiv zu verbreiten. Doppelarbeit und mehrfache Negativerfahrungen zum gleichen Problem an unterschiedlichen Orten werden vermieden. D. Philipp: „Die Idee zur Gründung einer bundesweit agierenden Agentur als zentrale Kontakt- und Beratungsstation für Facility Management ist richtungsweisend. Sie ist Impuls für weitere Netzwerke von handwerklichen Verbundunternehmen verschiedener Regionen und verschiedener Gewerke.“ Nach den Vorstellungen von P. Meier kann eine solche Agentur den Wissenstranfer auf folgenden Gebieten unterstützen: · Aufbau der Organisation · EDV-Design · Marketing und Öffentlichkeitsarbeit · Vertragswesen · Personalentwicklung und Qualifizierung von Führungskräften und Beschäftigten in Partnerbetrieben. Ganz in diesem Sinne äußerte sich auch D. Horchler: „Ich meine, daß wir solche bundesweiten Vernetzungen und strategischen Allianzen von großen Gemeinschaften des Handwerks durchdenken müssen.“ Strategische Zusammenschlüsse - viele Beispiele sind aus anderen Gebieten bekannt - tragen dazu bei, daß Konzernzentralen mit bundes- oder sogar europaweitem Gebäudebestand für das Handwerk akquiriert werden und nicht an industrielle Wettbewerber verloren gehen. Der neuartige Ansatz besteht darin, daß mittelständische Handwerksunternehmen ihre Kräfte bündeln, um gemeinsam den wachsenden Markt der integrierten Gebäudebewirtschaftung zu bearbeiten. Die Kundenwünsche nach technischen, kaufmännischen, infrastrukturellen und planerischen Dienstleistungen „aus einer Hand“ werden erfüllt. Dabei behalten die Betriebe ihre unternehmerische Eigenständigkeit. Und trotz der gewonnenen Größe bleiben die schlagkräftigen Vorteile des Mittelstandes wie Flexibilität, kostengünstige Strukturen und Marktnähe gewahrt. Der eingeschlagene Weg ist richtig Letzlich war der positive Einstieg der HFM AG in das operative Geschäft Anlaß und Berechtigung, mit den Kongreßthemen an die Öffentlichkeit zu gehen. In seinem positiven Resümee zeigte sich P. Meier erfreut über die große Resonanz, die der 1. Fachkongreß zu diesem zentralen Problem des Handwerks gefunden hat. „Der Zuspruch von Interessenten aus dem gesamten Bundesgebiet beweist, daß wir offensichtlich einen Nerv getroffen haben. Der Informationsbedarf zu diesem Thema ist erheblich.“, so Meier. Da sich das Arbeitsfeld Facility Management weiterentwickelt und viele Aspekte intensiver zu beleuchten sind, wird zu gegebener Zeit eine vergleichbare Veranstaltung folgen. J.Krause Elektropraktiker, Berlin 53 (1999) 4 260 Branche aktuell 1. Hamburger Facility Management Fachkongress Experten diskutierten Strategien des Handwerks Auf große Resonanz der Fachwelt aus Handwerkskammern, Innungen und Verbänden sowie von Unternehmen stieß der Fachkongress. Er stand unter dem Motto „Strategien des Handwerks“. Mehr als 100 Experten aus dem gesamten Bundesgebiet diskutierten am 5. Februar im Hafen-Klub Hamburg, wie das Handwerk auf die Herausforderungen des Marktes der integrierten Gebäudebewirtschaftung reagieren muß und wie die Zukunft gestaltet werden soll. Organisiert wurde die eintägige Veranstaltung vom Verein Facility Management Hamburger Handwerk e.V und der Hamburger Facility Management AG (HFM AG). Der Kongreß bot Gelegenheit über den erfolgreichen Anlauf des operativen Geschäftes der HFM AG zu berichten (vgl. Elektropraktiker 52(1998)11, S. 1030). Blick auf das Podium, v.l.: H. Horchler, B. Ehinger, D. Philipp, S.Lunau - Moderatorin NDR, W. Hoppenstedt, H. Mordhorst-Boos (Foto: HFM)
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Autor
- J. Krause
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