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Elektrotechnik
Eltefa stand im Zeichen der Kooperation
ep11/1999, 1 Seite
Vom 29. September bis zum 1. Oktober kamen knapp 33.000 Besucher auf die Eltefa 1999. Die 550 Aussteller aus zwölf Ländern (Bild ) zeigten das aktuelle Produktangebot. Die auf der Dortmunder Elektrotechnik vorgestellten Neuheiten bestimmten dabei die Szene (siehe ep 10/99, Seite 864). Schwache Baukonjunktur dämpft Erwartungen Auch im Südwesten Deutschlands - oft als das Musterländle bezeichnet - schlägt die schwache Baukonjunktur zu Buche. So mußten die Elektrohandwerke Baden-Württembergs nach Umsatzrückgängen von zwei Prozent in den Jahren 1996 und 1997 eine Stagnierung der Umsätze in 1998 hinnehmen. Daß die Zahlen nicht noch schlechter ausgefallen sind, liegt ohne Zweifel an der vielzitierten „Rührigkeit“. Für das Elektrohandwerk in Baden-Würtemberg stehen hier der E-Check, neue Technologien und Kooperation auf dem Gebiet der Gebäudetechnik im Mittelpunkt. Nachdem der E-Check deutschlandweit durchaus ein Erfolg war (man spricht von 52 Millionen DM Umsatz) - folgt jetzt die Fortsetzung. Der „E-Check im Öffentlichen Bereich“ wendet sich vor allem an die Kommunen. Auf der Eltefa informierte der Landesinnungsverband auf seinem Stand über die Aktion. Eine Direkt-Mailingaktion soll alle Kommunen auf die Gefahren bzw. Haftungsrisiken, die sich aus dem Umgang mit elektrischen Strom ergeben, hinweisen. Darauf aufbauend erhofft man sich für das Elektrohandhandwerk im Südwesten positive Auftragsimpulse. Innovative Technik für höhere Wertschöpfung Der weiter anhaltene Preiskampf auf dem Gebiet der klassischen Elektroinstallation führt immer mehr dazu, daß sich Betriebe verstärkt Umsatzfelder suchen, mit denen auch noch Geld verdient werden kann. Aktuelle Themen sind hier neben Gebäudesystemtechnik vor allem die regenerativen Energiesysteme und Energie-Einsparsysteme. Unter dem Motto „Innovative Technik - Neue Märkte“ stand eine Sonderschau (Bild ), die sich hauptsächlich mit dem EIB befaßte. Ein Schwerpunkt der Sonderschau befaßte sich darüber hinaus mit der Bürokommunikation sowie der Prozeß- und Fertigungsleittechnik. Eine zweite Sonderschau informierte über das Energiesparen mit Strom. Die Elektrohandwerke beteiligen sich zur Zeit an einer gemeinsamen Aktion des Ministeriums für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg und dem Baden-Württembergischen Handwerktages. Unter dem Titel „Energie-Spar-Check“ werden Wohngebäude auf ihr Energiesparpotential hin untersucht. Das Land untersützt diese Aktion auch finanziell und bezuschußt einen Energie-Spar-Check mit bis zu 150 DM pro Wohnung bzw. Haus. Kooperationen als Modell der Zukunft Die Forschungslandschaft in Baden-Württemberg ist vielseitig und leistungsfähig. Ein Name fällt hier aber besonders häufig: das Frauenhofer-Institut. Vor zwei Jahren hat sich der Landesinnungsverband Baden-Württemberg an das Forschungsinstitut gewandt, um gemeinsam mit ihm Zukunftsmodelle für das Elektrohandwerk zu entwickeln. Erste Ergebnisse liegen nun vor. Ein zentrales Projekt war „Ekop“. Insgesamt acht elektrohandwerkliche Betriebe gingen bei diesem Modellversuch an den Start, um die Erkenntnisse der Forschung in die Praxis umzusetzen. Die Erfahrungen, die dort gemacht wurden, flossen zurück in die Forschung und ermöglichen so eine praxisgerechte Lösung. Ziel des Projektes ist es, die Möglichkeiten des Elektrohandwerks bei der Erschließung des Facility Managements zu erkunden. Neben technischem Know-how kommt es hier vor allem auf Managementstrukturen an, die ein „Mitspielen“ auf diesem Markt ermöglichen. Als Ergebnis des Projektes stehen bisher ein Kooperationsmodell, verschiedene technische Lösungen für die Abwicklung von Aufgaben beim Gebäudemanagement und ein CAFM-System zur Verfügung. CAFM steht für Computer Aided Facility Management und ermöglicht Betreibern von Gebäude völlig neue Möglichkeiten der Dokumentation und Planung bei Betrieb bzw. Umbau ihrer Immobilien. Der Innovationsberater des Landesinnungsverbandes Franz Mayerl begleitet das Projekt von Beginn an. Für ihn stand die Zukunftsfähigkeit seiner Mitgliedsbetriebe im Zentrum. Heute ist er froh, erste Ergebnisse präsentieren zu können. Eine Tagung zum Thema Handwerks-Kooperationen findet im November in Sindelfingen statt. Dort wird sich zeigen, wie zukunftsfähig das Projekt ist und wie es von den Handwerkern aufgenommen wird. Kosten im Griff Guten Zulauf hatte auch die BEU - Betriebsberatung elektrotechnischer Unternehmen Gmb H. Sie ist eine Gesellschaft des LIV und unterstützt die Innungsbetriebe bei einer professionellen und vor allem richtigen Kalkulation. Diese Hilfe leistet die BEU neben Einzelberatungen in Seminaren und vor allem mit ihrer Software „Cost-Management“. Durch den konsequenten Einsatz der Kostenrechnungs-Software ist ein Betrieb immer aussagefähig über die augenblickliche wirtschaftliche Situation. Wo stehen wir oder wieviel hat dieser Auftrag gebracht - ein Knopfdruck und die Frage ist beantwortet. R.Lüders Elektropraktiker, Berlin 53 (1999) 11 988 Branche aktuell Eltefa '99 Eltefa stand im Zeichen der Kooperationen Die Elektrohandwerke in Baden-Württemberg setzen auf die Kooperation mit anderen Gewerken, wenn es um die Erschließung neuer Geschäftsfelder geht. Auf der Stuttgarter Messe stand deshalb neben der aktuellen Technik vor allem das betriebliche Know-how der Zukunft im Mittelpunkt. Auch als Regionalmesse hatte die Eltefa internationales Flair Auf dem Verbändestand informierte eine Sonderschau über innovative Technik
Autor
- R. Lüders
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