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Elektrohandwerk macht mobil

Qualifizierung zum Fachbetrieb E-Mobilität (ZVEH)
ep8/2017, 1 Seite

Die mittlere tägliche Fahrleistung in Deutschland beträgt 37 km. Alle heutigen Elektrofahrzeuge können diese Entfernung problemlos mit einer Batterieladung bewältigen. Vor allem auf der Kurzstrecke kann Elektromobilität für viele Firmen mit relativ konstanten täglichen Fahrzyklen überaus attraktiv sein. Das betrifft insbesondere kommunale und gewerbliche Unternehmen.


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Die aktuellen staatlichen Marktanreize wie die Kaufprämie und das Bundesprogramm Ladeinfrastruktur bieten weitere Motivation, auf Elektromobilität zu setzen. Jedoch sind weitere wichtige Voraussetzungen zu schaffen, um diesen Prozess wirksam anzustoßen.

Attraktive Geschäftsfelder für Elektrobetriebe

Dazu gehören vor allem qualifizierte Elektrofachbetriebe, die den Herausforderungen des fortschreitenden Rollouts der Elektromobilität aktiv und kompetent begegnen können. Beim Anschluss eines Ladepunktes (Wallbox, Ladesäule) an das Niederspannungsnetz ist die ordnungsgemäße Inbetriebnahme nach DIN VDE 0100-600 und DIN VDE 0100-722 sowie die Gewährleistung der elektrischen Sicherheit von zentraler Bedeutung. Die Tätigkeiten des Elektrohandwerks reichen von der Beratung, über das Planen und Errichten von Ladestationen – bis hin zur Integration der Ladeinfrastruktur ins lokale Stromnetz.

Qualifizierung zum 
Fachbetrieb E-Mobilität

Um die Kompetenzen der Elektrofachbetriebe als anerkannter Ansprechpartner auf dem Gebiet der Elektromobilität vor Kunden und Geschäftspartnern zu erhöhen und dieses neue attraktive Marktsegment zu erschließen, hat der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) eine neue Qualifizierung zum E-Mobilität-Fachbetrieb geschaffen. Der Kurs für Innungsbetriebe (TERMINE, s. a. weiteren Hinweis unter etz Stuttgart), entwickelt vom Kompetenznetzwerk Elkonet, gibt in einer zweitägigen Basisschulung einen Überblick über das Thema und vermittelt vertiefende Kenntnisse bei der Installation, Inbetriebnahme und Prüfung von Ladeinfrastruktursystemen.

Schwerpunkte. Das Themenspektrum reicht von der Einführung in das Geschäftsfeld Elektromobilität, über Elektrofahrzeuge und Antriebsarten, Ladeinfrastruktur, -systeme und -komponenten, Steckverbindungen und Ladekabel (Bild), Basiskommunikation mit dem Fahrzeug, Chancen für das Elektrohandwerk – bis hin zu normativen Vorgaben sowie zu der Planung und Installation von Ladepunkten sowie der Inbetriebnahme und Prüfung.

Prüfungen und Dokumentation. Insbesondere der fachgerechte Aufbau von Ladeinfrastruktur, Service und regelmäßige Prüfungen stehen dabei im Fokus, denn Ladesäulen und deren zugehörige elektrische Betriebsmittel müssen durch qualifizierte Elektrofachbetriebe regelmäßig überprüft werden – nach Alter, Zustand, Umgebungseinflüssen, Beanspruchung, letzten Revisionsunterlagen, vorhandenen Bestandsunterlagen, technischen Dokumentationen usw.


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Ladetechnik: Elektrobetriebe als kompetente Berater ihrer Kunden (Quelle: ep: Marion Buchheister)

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