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Internet/Multimedia

E-Book - Pro und Contra

luk7/2009, 1 Seite

Technische Entwicklungen finden in markanten Begriffen ihren sprachlichen Ausdruck. In der Anfangszeit der informationsübertragenden Elektrotechnik wurden Begriffe wie Telegrafie oder Telefonie geprägt. Im letzten Jahrzehnt haben Bezeichnungen wie E-Mail, E-Learning, E-Commerce und eben auch E-Book einen festen Platz in der Alltagssprache gefunden.


LERNEN KÖNNEN 7/09 Nicht eindeutig festgelegt Betrachtet man diese Entwicklung etwas detaillierter, so stellt man fest, dass einige dieser neuen Begriffe sehr schnell eine konkret inhaltliche Ausgestaltung erfahren haben. Anderen war nur ein kurzzeitiger Gebrauch als Worthülsen beschieden. Wieder andere erlangten kaum eine klare Definition, behaupten sich aber trotz allem zäh über einen längeren Zeitraum. Zur letzten Kategorie gehört ganz ohne Zweifel der Begriff E-Book. Seit mehr als zehn Jahren findet man dieses Wort beständig im Schrifttum; mal als Bezeichnung für ein neuartiges Lesegerät (Hardware) und mal als vielversprechenden Terminus für ein lediglich als Datei (Software) verfügbares Dokument. Lesegeräte Tragbare Computer sind in Form von Laptops, Note- oder Netbooks seit längerem unverzichtbare Arbeitsmittel von Servicetechnikern in der IT- und Automatisierungsbranche. Wenn man schon einen Computer als Programmier- und/oder Diagnosegerät nutzt, liegt es natürlich nahe, auch die benötigten technischen Dokumentationen nicht mehr in gedruckter Form mitzuführen. Sie stehen als Dateien auf der Festplatte zur Verfügung oder - wie neuerdings vielfach praktiziert - nur temporär im Internet. Da aber die mobilen Computer wegen ihres konstruktiven Aufbaus als Lesegeräte nur begrenzt geeignet sind, entstand die Idee dafür spezielle Geräte zu entwickeln - E-Books. Für die erste Generation wurden Komponenten genutzt, die sich bei tragbaren Computern bewährt hatten. Die dabei offenbar werdenden Probleme wie zu geringe Laufzeit, schlechte Lesbarkeit und Unzulänglichkeiten bezüglich des Bedienkomforts wurden in der Folgezeit durch immer neue Geräte schrittweise überwunden. Bei allen Unterschieden bezüglich der Technik, eine Gemeinsamkeit war bei all diesen Angeboten unübersehbar, der ausbleibende Markterfolg. Ein unlängst auf der Frankfurter Buchmesse vorgestelltes E-Book kann man zwar als technisch rundum gelungen bezeichnen, aber es besteht Grund zu der Annahme, dass sich der Markterfolg dieses Produktes kaum von dem seiner Vorgänger unterscheiden wird. Die Ursachen für die mangelnde Akzeptanz werden vor allem im Preis für das Gerät und dem Angebot an Titeln gesucht. Aber noch viel mehr dürfte der ausbleibende Erfolg aus der Nichtberücksichtigung menschlicher Gewohnheiten im Umgang mit Büchern, Zeitschriften und Zeitungen resultieren. Datei statt Papier Das Versprechen vom „papierlosen Büro“ war eine der großen Illusionen, die sich zwar nie erfüllte, aber den umfassenden PC-Einsatz durchaus beförderte. Der Papierverbrauch ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. In vielen Fällen wird aber ganz selbstverständlich auf Papier verzichtet und mit „E-Books“ gearbeitet. Ein typisches Beispiel hierfür sind die Bedienhandbücher für Programme. Für die programminterne Hilfe hat sich inzwischen ein einheitliches Format bezüglich der Speicherung und dessen Benutzeroberfläche durchgesetzt. Ein beliebtes Anwendungsgebiet für E-Books sind auch diverse Lernangebote. Hier bieten sie wegen der einfachen Einbindung von Animationen und der Durchführung von Lernkontrollen viele Vorteile. Vielfach findet man auch recht simple Angebote in Form von PDF-Dateien. Verglichen mit den Preisen für einschlägige Fachbücher sind derartige Angebote meist deutlich überteuert. Die Qualität [1] dieser oft im Eigenverlag von „Einzelkämpfern“ geschaffenen Werke ist nur in seltenen Fällen wirklich befriedigend. Von den vielfach auf den Web-Seiten dieser Anbieter „zitierten“ begeisterten Zuschriften und deren Werbeslogans sollte man sich daher nicht blenden lassen. Literatur [1] Möbus, H.: Schnell und gründlich informieren. Elektropraktiker 63(2009)5, Lernen und Können S. 1. H. Möbus LERNEN KÖNNEN 7 · 2009 Technische Entwicklungen finden in markanten Begriffen ihren sprachlichen Ausdruck. In der Anfangszeit der informationsübertragenden Elektrotechnik wurden Begriffe wie Telegrafie oder Telefonie geprägt. Im letzten Jahrzehnt haben Bezeichnungen wie E-Mail, E-Learning, E-Commerce und eben auch E-Book einen festen Platz in der Alltagssprache gefunden. INHALT E-Book - Pro und Contra.................1 Magnetismus Berechnen magnetischer Kreise .....2 Fachbegriffe Was versteht man unter ... .............5 Steuerungstechnik Mini Trainer - Übungsgerät für die Steuerungstechnik ..............7 Antennentechnik Satellitenempfang..........................9 WISO Wirtschafts-, Sozial- und Gemeinschaftskunde....................10 Arbeitssicherheit Reparaturen auf durch Brand zerstörten Arbeitsstellen ..............11 Fremdsprache Technisches Englisch ...................13 Fachtest Lernfeld 1 ....................................14 Lernfeld 5 ....................................15 Lösungen.....................................16 Grundwissen Lernfelder 1-5 Fachwissen Lernfelder 6-13 Prüfung Lernfelder 1-13 ELEKTROPRAKTIKER-Magazin für die Aus- und Weiterbildung E-Book - Pro und Contra

Autor
  • H. Möbus
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