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Elektrotechnik

Bestandsschutz von AL-Leitungen 4 x 2,5

ep11/2001, 1 Seite

In einem Einfamilienhaus soll der alte Zählerplatz mit Verteilung erneuert werden. Die vorhandene abgehende Elektroinstallation (Baujahr ca. 1979) in das Haus soll nur wieder neu aufgelegt und im Anschluss überprüft werden. Beim Abklemmen der Leitungen an der alten Verteilung wurde mir ersichtlich, dass mehrere Steckdosenstromkreise als Drehstromkreis mit gemeinsamen PEN-Leiter geführt wurden. Als Absicherung für das 2,5 mm starke Aluminiumkabel waren 3 x 16 A gl-Sicherungen gewählt worden. Unter uns Kollegen entstand ein Streitgespräch, ob diese Leitung wieder so aufgeklemmt werden darf. Die "Gegner" dieser Variante vertraten die Ansicht, dass bei zu starker Belastung der PEN-Leiter "wegbrennt". Ich teile diese Meinung nicht, da im Drehstromfall der Strom niemals größer werden kann, als eine einzelne vorherige Absicherung (hier 16 A), im Gegenteil, im Idealfall wäre der PEN-Leiter gar nicht belastet. Wer hat Recht, und gibt es eine Vorschrift, die diesen Fall heute unterbindet?


   

Autor
  • H. Senkbeil
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