Betriebsführung
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Arbeits- und Gesundheitsschutz
Benchmarketing der Unfallversicherer: Kosten sparen Qualität steigern
ep7/2004, 1 Seite
Elektropraktiker, Berlin 58 (2004) 7 552 BETRIEBSFÜHRUNG Benchmarking der Unfallversicherer Kosten sparen, Qualität steigern Das erste Benchmarking-Projekt - durch Unternehmensvergleich von den Besten lernen - deutscher Sozialversicherungen startete vor einem Jahr (www.benchmarkingclub.de). Beteiligt sind die gesetzlichen Unfallversicherer BG Chemie, BGFE und die Unfallkasse Hessen. Ziel des Benchmarking Clubs ist es zu beweisen, dass die gesetzliche Unfallversicherung wirtschaftlich, effektiv, effizient sowie an den Interessen ihrer Mitglieder und Versicherten (5,44 Mio.) orientiert arbeitet. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. D. Bräunig, Professor der Justus-Liebig-Universität Gießen, analysierten die Unfallversicherer zunächst · die Wirksamkeit der berufshelferischen Arbeit, · der zielgerichteten beruflichen Rehabilitation der Opfer von Arbeitsunfällen und von Menschen mit Berufskrankheiten. Die Berufshilfe, eine gesetzliche Leistung der Unfallversicherung, umfasst unter anderem Umschulungs-und Qualifizierungsmaßnahmen. Sie kostete die Beitragszahler der drei Unfallversicherer im Jahr 2002 zusammen rund 23 Mio. Euro. Als „ein beeindruckendes Ergebnis“ hielt Dr. E. Radek, BG Chemie, fest, dass es den Berufshelfern im Durchschnitt der drei Häuser in 9 von 10 Fällen gelingt, auch Schwerunfallverletzte wieder am Arbeitsplatz im Betrieb einzugliedern. Festgestellt wurde, dass es bei der Umsetzung der Berufshilfe Unterschiede zwischen den drei Häusern gibt. Diese sind begründet in der Struktur der Betriebe, der Arbeitsweise der Berufshelfer oder den jeweiligen strategischen Vorgaben. Die Umsetzung zu optimieren ist konkretes Ziel des Benchmarkings. „Durch die Nutzung moderner betriebswirtschaftlicher Methoden wird die gesetzliche Unfallversicherung aus eigener Kraft besser“, lobte D. Bräunig das Engagement der Benchmarking-Partner. „Beim Vergleich der Partner wird die »Best Practice« ermittelt. Diese wird dann zur Grundlage für die weitere Vorgehensweise. Das Ergebnis zeigt die Richtigkeit des beschrittenen Weges - durch Benchmarking voneinander im konstruktiven Wettbewerb lernen, um gemeinsam noch besser zu werden.“ Auch O. Petermann, BGFE, betonte abschließend: „Das Projekt Berufshilfe-Benchmarking war nur der erste Schritt, weitere Bereiche werden systematisch folgen.“ Angesichts der aktuellen politischen Diskussion warnten die Benchmarking-Partner ausdrücklich vor der Privatisierung der gesetzlichen Unfallversicherung: „Nicht Privatisieren, sondern Ökonomisieren ist der richtige Ansatz zur Reform der sozialen Sicherungssysteme. Ein Konkurrieren um den besten und wirtschaftlichsten Weg innerhalb des bestehenden Systems sei der richtige Weg, um Kosten zu sparen und die Qualität zu steigern.“ Arbeitsschutzmanagement-System (AMS) Der Kleinbetrieb Elektro-Anlagen-Bau Krupka beispielsweise projektiert, programmiert und errichtet elektrische Kraft- und Steueranlagen für die Hütten- und Bergbautechnik. Zehn hoch qualifizierte Mitarbeiter setzen ihr ganzes Können ein, um dem Kunden zuverlässige Anlagen zu übergeben und sie zu warten. Hohe Qualität der Arbeit ist Programm. Arbeitssicherheit gehört unabdingbar dazu. Ein Unfall würde eine erhebliche Einschränkung beim Erledigen des Auftrags und möglicherweise eine Verzögerung für den Kunden bedeuten. Deshalb formulierte die Unternehmensleitung: Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter, Schutz der Umwelt, Qualität der Arbeit und geschäftlicher Erfolg sind unser Unternehmensziel. Die Einführung eines Arbeitsschutzmanagement-Systems (AMS) ist ein Weg, um der in § 3 Abs. 2 Arb Sch G festgelegten Organisationsverpflichtung für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Beschäftigten in besonders geeigneter Weise nachzukommen. Ziel von AMS ist es, Unternehmen so zu führen, dass Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit als unternehmenspolitische Zielsetzung dem vorrangigen, ertragsorientierten Unternehmensziel zugeordnet und mindestens gleichwertig neben andere Zielsetzungen, wie Qualität und Umweltschutz, gestellt und konsequent umgesetzt werden. ARBEITSSICHERHEIT Kooperation mit der BG In Zusammenarbeit mit der Berufsgenossenschaft der Feinmechanik und Elektrotechnik (BGFE), Köln, informiert der ep auf dieser Seite über aktuelle Themen der Arbeitssicherheit.
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