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Elektrotechnik | Schutzmaßnahmen | Blitz- und Überspannungsschutz

Ausführung und Prüfung von Fundamenterdern

ep3/2007, 3 Seiten

Beim Verlegen des Fundamenterders, z. B. in einem Einfamilienhaus, steht in den meisten Fällen noch nicht fest, welche Firma die Elektroinstallation ausführt. Die Vergabe der Elektroinstallation erfolgt meist erst dann, wenn der Rohbau bereits errichtet ist. Daher wird die Montage des Fundamenterders vom Bauhandwerker ausgeführt. Für mich ergeben sich daraus folgende Fragen: Wer ist für die korrekte Montage des Fundamenterders verantwortlich und wer prüft den Erdungswiderstand? Bei der Installation des Fundamenterders in Bauten mit schwarzer oder weißer Wanne und/oder Perimeter-Isolierung wurden die Werte 21 bzw. 30 Ohm gemessen. Gemäß VDE-Schriftenreihe 35 müsste dieser Wert aber unter 10 Ohm liegen. Gilt dies nur, wenn der Erder zur Blitzableitung genutzt wird oder muss der Wert auch für den Potentialausgleich allgemein eingehalten werden? Beim TT-Netz mit FI-Schutzschalter 30 mA würde dieser Wert ja bereits zum Auslösen ausreichen. Was ist zu tun, wenn die Werte nicht ausreichend sind? Muss ein neuer Banderder rund um das Haus ins Erdreich eingelassen werden oder genügt es, einen oder mehrere Kreuzerder zu setzen? Die Baugrube wird nach dem Ausheben mit einer Kunststoff-Folie ausgelegt, auf die eine Sauberkeitsschicht aus Beton folgt. Darin wird dann der Banderder eingegossen. In der Praxis liegt der Banderder jedoch oftmals nur zwischen Folie und Perimeter-Isolierung, ohne mit Beton umgeben zu sein. Ist dies zulässig oder gibt es eine Bestimmung, die das Umschließen des Banderders mit Beton vorschreibt?


   

Autor
  • E. Hering
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