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Inf.- und Kommunikationstechnik | Elektrotechnik

Analoge Übertragungswege werden abgeschaltet

ep3/2009, 2 Seiten

Im Oktober 2009 wird der Betrieb der analogen Standardfestverbindungen (aSFV) der Deutschen Telekom eingestellt. Auf Errichter und Betreiber von Sicherheitstechnik kommt großer Handlungsbedarf zu, da alle bestehenden analogen Übertragungsgeräte ersetzt werden müssen. Darauf weist die Arbeitsgemeinschaft Errichter für Sicherheitssysteme im ZVEI hin.


Bestandteil unserer Außen- und Sicherheitspolitik. Mit Irena wollen wir zum weltweiten Durchbruch erneuerbarer Energien beitragen und globale Rivalitäten um fossile Energien und Versorgungsquellen mindern. Der Ausbau erneuerbarer Energien bietet daneben weltweit Chancen für die Wirtschaft: Gerade Deutschland ist mit seiner herausragenden Umwelttechnologie gut positioniert." Ziel: Erneuerbare umfassend und nachhaltig nutzen Das vorrangige Ziel von Irena ist, eine umfassende und nachhaltige Nutzung erneuerbarer Energien in naher Zukunft weltweit zu verwirklichen. Obwohl sich über 60 Staaten weltweit ambitionierte Ziele gesetzt haben, den Anteil erneuerbarer Energien an ihrem nationalen Energieverbrauch zu steigern, sei dies bislang nur wenigen Ländern gelungen. Eine der Hauptaufgaben der internationalen Regierungsorganisation Irena wird deshalb die konkrete Beratung ihrer Mitglieder bei der Förderung regenerativer Energien sein, so ein Irena-Hintergrundpapier. Zu den konkreten Zielen gehören: · die Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen für erneuerbare Energien durch gezielte politische Beratung; · der Ausbau des Technologietransfers im Bereich der erneuerbaren Energien; · die Unterstützung beim Kompetenzaufbau (capacity building) im Bereich erneuerbarer Energien. Weitere konkrete Einzelziele sind: · die Beratung der Mitgliedsstaaten zu Finanzierungsmöglichkeiten; · die Bereitstellung von aufbereiteten Informationen und Materialien zur Unterstützung der Mitgliedsstaaten bei der Öffentlichkeitsarbeit und · die Erarbeitung einer wissenschaftlich abgesicherten Informationsbasis durch angewandte Politikforschung. Die Arbeit von Irena soll die Förderung aller Formen erneuerbarer Energien umfassen. Voraussetzung für die Förderung durch Irena ist eine Erzeugung, die den Kriterien der Nachhaltigkeit entspricht. Bestrebungen seit vielen Jahren Erstmals vorgeschlagen wurde eine internationale Agentur für erneuerbare Energien 1981 auf einer Konferenz der Vereinten Nationen in Nairobi. 2001 veranstaltete die europäische Vereinigung für erneuerbare Energien (Eurosolar) in Berlin eine internationale Impulskonferenz für eine Internationale Agentur für Erneuerbare Energien. Im Koalitionsvertrag von 2005 haben die Regierungsparteien schließlich beschlossen, die Gründung einer Irena auf internationaler Ebene voranzutreiben. Konkrete Ideen zu Irena wurden dann von deutscher Seite auf der im Jahr 2008 abgehaltenen Washington International Renewable Energy Conference (WIREC) vorgestellt. Aktiv unterstützt wurde die Initiative zur Gründung der Irena von Anfang an von Spanien und Dänemark. Es darf jetzt keine Zeit mehr verloren gehen Die neue weltweite Organisation geht auf eine Idee von Hermann Scheer zurück. Der Eurosolar-Präsident und Vorsitzende des Weltrates für erneuerbare Energien hat sich seit Beginn der 90er Jahre für die Schaffung einer internationalen Regierungsorganisation für erneuerbare Energien eingesetzt. Scheer, der während der Gründungskonferenz in Bonn eine Rede hielt, sagte: „Nun kann Irena unverzüglich mit der Arbeit beginnen und erste Strukturen aufbauen. Nach 19 Jahren Vorbereitungszeit darf jetzt keine Zeit mehr verloren gehen.“ Rückblickend, so Hermann Scheer, zeige der lange Weg von der Initiative bis zur Gründung von Irena, „dass oft nicht nur weiterführende Ideen nötig sind, sondern auch Ausdauer und langer Atem, um sie zu verwirklichen.“ Vorausschauend sagte er: Die Agentur „wird den Austausch von Know-how fördern sowie die Ausbildung von Fachkräften vorantreiben“ und „bildet ein institutionelles Gegengewicht zur Internationalen Atomenergieagentur und der internationalen Energieagentur.“ Umrüstung ist erforderlich Für die Umrüstungen der Anlagen sind umfangreiche Fachkenntnisse digitaler Technologien und des Internetprotokolls (IP) notwendig. Die Umstellung auf digitale Technologien hat auch in der Alarmübertragung bereits begonnen: So haben zum September 2008 die Deutsche Telekom und deren Konzerntochter T-Systems ihren Kunden die analogen Standardfestverbindungen (aSFV) gekündigt. Dabei gab es die Option der Neubeauftragung maximal bis zum 30.09.2009. ASFV werden seit vielen Jahren als Übertragungsweg in Alarmübertragungsanlagen eingesetzt, sie verbinden u. a. Gefahren-, Brand-, Einbruch- und Überfallmeldeanlagen mit Feuerwehr, Polizei oder Wachdiensten. ISDN/X.31 ist keine dauerhafte Alternative ISDN bzw. X.31 als bestehende Alternative zu den aSFV sind dabei nur zeitlich begrenzt nutzbar, da auch diese Dienste zukünftig in die IP-Netze integriert werden. Einen Zeitpunkt für eine Umstellung von ISDN bzw. X.31 gibt es noch nicht. Es wird jedoch mit einem erhöhten Umstellungs-und Informationsbedarf für Betreiber und Errichter in den Jahren 2010 bis 2014 gerechnet. „Hier gibt es noch Klärungsbedarf über den weiteren Ablauf der Umstellung. Die Arge Errichter wird die Marktteilnehmer an einen Tisch holen, um gemeinsam die Konsequenzen zu diskutieren und geeignete Maßnahmen zu erarbeiten“, so Eckart Roeder, Geschäftsführer der Arge Errichter im ZVEI (). Ein weiterer Nachteil bei der temporären Nutzung ISDN-basierender Dienste ist, dass ausschließlich analoge Übertragungsgeräte (ÜG) nicht in einer ISDN-Umgebung betrieben werden dürfen, beispielsweise mit einem a/b-Adapter. Diese ÜG sind also auch bei der zeitlich limitierten Nutzung von ISDN/X.31 in jedem Fall auszutauschen. Digitale Technologien Die Übertragung von Sprache und Daten wird zukünftig einheitlich über öffentliche Netze, also über das Internet, erfolgen. Auch in der Alarmübertragung werden dann sowohl stehende als auch bedarfsgesteuerte Verbindungen Elektropraktiker, Berlin 63 (2009) 3 184 BRANCHE AKTUELL Sicherheitstechnik Analoge Übertragungswege werden abgeschaltet Im Oktober 2009 wird der Betrieb der analogen Standardfestverbindungen (aSFV) der Deutschen Telekom eingestellt. Auf Errichter und Betreiber von Sicherheitstechnik kommt großer Handlungsbedarf zu, da alle bestehenden analogen Übertragungsgeräte ersetzt werden müssen. Darauf weist die Arbeitsgemeinschaft Errichter für Sicherheitssysteme im ZVEI hin. Eckart Roeder ist seit 2007 Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Errichter und Planer sowie geschäftsführender Gesellschafter der Akademie für Sicherheitssysteme im ZVEI - Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. Foto: ZVEI ausschließlich digital über das Internet Protocol (IP) realisiert. „Die Abschaltung der analogen Festverbindungen beschleunigt die Entwicklung hin zu digitalen Systemen in der Sicherheitstechnik. An IP in der Sicherheitstechnik führt zukünftig kein Weg mehr vorbei“, so Roeder weiter. Nach Ansicht des ZVEI können sich Sicherheitsfacherrichter auf erheblichen Informations- und Umrüstbedarf der Betreiber sicherheitstechnischer Anlagen einstellen. So muss ein kompletter Austausch der analogen Übertragungsgeräte vorgenommen werden, die nach der Abschaltung der analogen Festverbindungen nicht mehr nutzbar sind. Zukunftssicherheit mit DSL Die zukunftssicherste digitale Lösung in der Alarmübertragung ist also schon jetzt die Nutzung eines DSL-Zugangs zum Internet. Dabei gelten dieselben Anforderungen wie bei der analogen Übertragung: Eine Manipulation der Informationen muss auch in öffentlichen Netzen verhindert und von der Übertragungs- bzw. Alarmempfangseinrichtung erkannt werden. Dies wird durch Verschlüsselung und beispielsweise durch die Verwendung von Übertragungseinrichtungen gemäß der Richtlinie VdS 2471/A13 sicher gestellt. Eine Blockade- bzw. Sabotagefreischaltung wird bei Verbindungen über IP-Netze nicht gefordert, da (virtuell) eine stehende Verbindung aufgebaut und Unterbrechungen auf beiden Seiten erkannt werden. Bei der Übertragung von Gefahrenmeldungen ist gemäß VdS 2471/A13 ein zusätzlicher Übertragungsweg erforderlich. Da die kostengünstige Kombination DSL/analog zukünftig wegfällt, kann dies durch ein Funknetz (beispielsweise über GSM) realisiert werden. Hierbei ist neben der Auswahl eines geeigneten Tarifs auf die Eignung für die Alarmübertragung zu achten. Neben der Verfügbarkeit am Installationsort ist auch eine ausreichende Funktionalität durch den Netzanbieter sicher zu stellen. Aber auch die existierenden Sprachnetze (analog und ISDN) können noch einige Jahre als Ersatzweg eingesetzt werden, bevor alle Carrier auch diese Netze auf das Internetprotokoll umstellen. Chancen durch DSL Die Nutzung von DSL in der Alarmübertragung bietet neben der Verwendung bereits vorhandener Infrastruktur (Telefonleitungen) noch weitere Vorteile. So ist an einem DSL-Anschluss die rückwirkungsfreie Datenübertragung anderer Anwendungen wie beispielsweise EC-Banking möglich. Auch die gleichzeitige Übertragung von Videodaten ist möglich, sodass die Modernisierung der Alarmübertragung durchaus einen Impuls beim Auf- bzw. Ausbau der Videoüberwachung geben kann. Das zugrunde liegende digitale Fachwissen für Alarmübertragung und Videoüberwachung ist ähnlich. So nutzen Videosysteme digitale Technologien bereits heute in großem Umfang. „Im ZVEI-Seminar Videoüberwachungstechnik werden die Teilnehmer umfassend auf die digitale Zukunft vorbereitet“, so Roeder. Elektropraktiker, Berlin 63 (2009) 3 Architektur schafft Lebensräume, erzeugt Atmosphäre, kommuniziert. Ungewöhnliche Formgebung, Funktionalität und Flexibilität sind Leitbilder der modernen Architektur. Eines bleibt dabei essenziell: Menschen sollen sich wohlfühlen in den Gebäuden und Räumen, in denen sie leben und arbeiten. Die Gebäudetechnik spielt dabei eine immer wichtigere Rolle: Die Energie- und Dateninfrastruktur bildet die Grundlage für den gewünschten Grad an Komfort wie an Funktionalität. OBO liefert intelligente Komplettlösungen für die technischen Infrastrukturen von morgen - in Wohn- und Verwaltungsgebäuden ebenso wie in Industrieobjekten. 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Beispiele aus der Praxis und die Einbindung der Fragestellungen der Teilnehmer runden das Seminar ab. Nächste Termine: 31.3.2009 - Frankfurt/Main 08.9.2009 - Frankfurt/Main Weitere Informationen unter www.zvei.org/?id=video

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