Aus dem Facharchiv: Arbeitsschutz, Arbeitssicherheit, Betriebsführung
Wo Licht ist – da sind auch Farben – Welche Kriterien der Fachplaner für eine gute Beleuchtung beachten muss
Bei der Auswahl von Leuchtmitteln ist es besonders wichtig, auf die richtige Lichtfarbe und auf die für den Zweck optimale Farbwiedergabeeigenschaft zu achten. Das ist vor allem Aufgabe des Beleuchtungsplaners, der sich nach den Vorgaben der Hersteller richtet. Doch normative und Herstellerangaben sind nur eine Seite der Lichtplanung. Das subjektive Farbempfinden des Menschen ist letztlich das Maß der Dinge, was die Aufgabe erheblich erschwert.
Lichtfarbe beschreiben
Damit ist es möglich, die Lichtfarbe einer künstlichen oder natürlichen Quelle von der Sichtweise eines Betrachters unabhängig zu beschreiben. Zur Orientierung ist in die Normfarbtafel eine gekrümmte Linie eingezeichnet, die Plancksche Kurve (Bild 1).
Zu deren Konstruktion stelle man sich vereinfacht ein Metall vor, das nach und nach erhitzt wird. Bei etwa 1 500 Kelvin beginnt es sichtbar rot zu glühen. Bei weiterer Erwärmung erscheint das abgestrahlte Licht gelblich. Eine weitere Temperaturerhöhung erzeugt die Weißglut. Bei etwa 7 000 Kelvin wird die Strahlung allmählich bläulich. Bevor die Strahlung ultraviolett erscheint, endet die Kurve.
Nach diesem Verfahren kann die von einem Körper abgestrahlte Lichtfarbe nun objektiv über dessen Temperatur Tc beschrieben werden. Die Temperaturangabe erfolgt in Kelvin. Wird beispielsweise die Farbtemperatur einer Lampe mit 3 000 Kelvin angegeben, erstrahlt diese erwartungsgemäß in gelblich warmem Licht.
Ähnliche Farbtemperaturen und ihre Bezeichnung
Oft wird die Plancksche Kurve in Darstellungen von Linien unterschiedlicher Länge und Richtungen geschnitten. Dies entspricht dem Umstand, dass Farbtemperaturen in benachbarten Bereichen kaum voneinander zu unterscheiden sind.
Die Länge der Linien definiert den Bereich der Lichtfarben, der vom Menschen als ähnlichsten Farbtemperaturen Tcp wahrgenommen wird. Nicht zuletzt aus diesem Grund wird in der Beleuchtungstechnik eine Grobunterteilung vorgenommen. Diese wird zur Bezeichnung der Lichtfarbe von Lampen wie folgt verwendet:
- Bis zu einer Farbtemperatur von 3 300 Kelvin bezeichnet man das Licht als warmweiß und gebraucht dafür die Abkürzung ww.
- Zwischen einer Farbtemperatur von 3 300 bis 5 300 Kelvin spricht man von neutralweißem Licht und verwendet das Kürzel nw.
- Ab einer Farbtemperatur von 5 300 Kelvin wird das Licht als tageslichtweiß charakterisiert und mit tw bezeichnet.
Autor: B. Müller
Der vollständige Artikel ist in unserem Facharchiv nachzulesen.

