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Universell einsetzbarer Industrieroboter, Quelle: Universal Robots
Steuerungstechnik

Aus dem Facharchiv: Elektropraxis

Wandelbots Teaching

26.02.2026

Moderne Industrie ist heute ohne Automatisierung und Robotik nicht mehr vorstellbar. Aber diese Technik muss letztlich von Menschen beherrscht werden. Die Akzeptanz dafür wird entscheidend dadurch bestimmt, ob die Einrichtung und Bedienung der Technik einfach und leicht erlernbar sind. Das gilt auch für die vielseitig einsetzbaren Industrieroboter.

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Die Wandelbots GmbH ist im Jahr 2017 durch Absolventen und Post-Docs der Technischen Universität Dresden gegründet worden. Ausdrückliches Ziel des Unternehmens ist es, die Nutzung von Robotik durch benutzerfreundliche Gestaltung zu vereinfachen. Und zwar so zu vereinfachen, dass jeder Mitarbeiter – nach einer Einweisung – einen Roboter für eine neue Arbeitsaufgabe einrichten kann. Dabei orientieren sich die Aktivitäten insbesondere auf die universell einsetzbaren Industrieroboter (Bild). Diese Roboter werden auch als Gelenkarm- oder Knickarmroboter bezeichnet. Der Begriff Handhabungssysteme ist eine weitere sehr treffende Bezeichnung, die leider viel zu selten verwendet wird. Aktuell gibt es diverse Firmen, die derartige Roboter in unterschiedlichen Größen und für verschiedene Lasten anbieten. Und jede dieser Firmen bietet ein eigenes Tool zur Programmierung beziehungsweise Einrichtung dieser Handhabungssysteme an.

Vorgehensweise und Gerätetechnik

Wandelbots hat sich nicht nur zum Ziel gesetzt die Einrichtung von Industrierobotern an sich zu vereinfachen, sondern darüber hinaus soll die gewählte Vorgehensweise herstellerübergreifend nutzbar sein, ohne dabei die herstellerspezifischen Tools zu ersetzen.

Geschickt kombiniert

Grundsätzlich erfolgt die Einrichtung des Systems als Online-Programmierung, das heißt die Programmierung erfolgt direkt am und mit dem Computer. Dabei hat man Elemente in der Praxis erprobter und bewährter Vorgehensweisen (vor allem Teach-In-/Playback-Verfahren) in modifizierter Form kombiniert. Die hierzu entwickelte Hard- und Software besteht im Wesentlichen aus den Komponenten:

  • Eingabegerät mit diversen Aufsätzen,

  • Tracking-Stationen,

  • Industrie-PC mit Software und dem

  • Tablet mit der Einrichtungs-App.

Eingabegerät Tracepen

Ein Programmierstift (auch Tracepen genannt) erfasst die geometrischen Daten einer zu lösenden Aufgabe. Der Tracepen ist dazu mit umfangreicher Sensorik ausgestattet und per Funk mit den Tracking-Stationen verbunden. Mit dem Eingabegerät wird der Weg erfasst, den das am Ende des Roboterarmes angebrachte Werkzeug zurücklegen soll. Diese Informationen werden anschließend zum Industrie-PC übertragen. Mit dem Tracepen können daher auch Konturen erfasst werden, die sich einer mathematischen Beschreibung weitgehend entziehen. Da Roboter – je nach Aufgabe – mit unterschiedlichen Werkzeugen bestückt werden können, gibt es verschiedene Aufsätze für den Programmierstift.

Tracking-Stationen

Die Tracking-Stationen (mindestens zwei, besser vier Tracking-Cubs verwenden) erfassen im 3-dimensionalen Raum die vom Eingabegerät kommenden Positions- und Bewegungsinformationen und leiten diese an den Industrie-PC weiter.

Industrie-PC mit Software

Die auf dem Industrie-PC (IPC) ankommenden Positions- und Bewegungsinformationen werden durch die darauf installierte Software verarbeitet und in Befehle der herstellerspezifischen Programmiersprache des angeschlossenen Roboters umgewandelt. Davon ist auch der Unternehmensname Wandelbots abgeleitet.

Tablet mit Einrichtungs-App

Mit Hilfe des Tablets erfolgen der Start und die Beendigung des Erfassungsvorganges, eine mögliche Nachbearbeitung der Erfassung und der Start der Codegenerierung für den jeweiligen Roboter.

Handhabung


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