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Bild: Viavi
Telekommunikation | Inf.- und Kommunikationstechnik

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Viavi startet Förderprogramm 6G Forward

06.10.2022

Mit seinem neuen Förderprogramm 6G Forward unterstützt VIAVI weltweit die akademische und industrielle Forschung am neuen Mobilfunkstandard 6G. Das Programm fördert vielversprechende Forschungsansätze mit Fachwissen, Technologien und finanziellen Mitteln. Erste Kooperationen mit Bildungsinstitutionen und Forschungsinitiativen haben bereits begonnen.

Viavi Solutions Inc. unterstützt mit seinem Förderprogramm 6G Forward weltweit die akademische und industrielle 6G-Forschung. 6G ist ein zukünftiger Mobilfunkstandard, der Datenübertragungsraten von bis zu 1000 Gbit/s erreichen und zudem über niedrigere Latenzwerte verfügen soll. Mögliche Anwendungsgebiete des 5G-Nachfolgers sind beispielsweise autonomes Fahren, Robotersteuerung und Kommunikation. Das Förderprogramm ist darauf ausgelegt, vielversprechende Forschungsansätze, die zum Durchbruch der neuen Mobilfunkgeneration führen können, mit Fachwissen, Technologien und finanziellen Mitteln zu flankieren. Dazu arbeitet der Hersteller bereits mit drei Universitäten zusammen – der Northeastern University und der University of Texas at Austin in den USA sowie der University of Surrey in Großbritannien. An der Northeastern University unterstützt der Netzwerkspezialist das Institute for Wireless Internet of Things sowie das kooperative Forschungszentrum Open6G. Die mit 6G befasste Forschungsgruppe untersucht die großflächige Modellierung von Funkfrequenz-Ausbreitungskanälen auf der Grundlage von KI- und ML-Technologien (Maschinelles Lernen), um einen digitalen Zwilling eines 6G-Netzes im städtischen Maßstab zu erstellen. Teil des Projekts ist außerdem die Entwicklung einer RIC-fähigen (RAN Intelligent Controller) Testumgebung zur Optimierung von Massive MIMO-Beamforming unter Verwendung des institutseigenen Colosseum Funkfrequenzemulators und des Viavi E500 UE Emulators. Das Unternehmen unterstützt zudem die Initiative 6G@UT an der University of Texas in Austin. Im Fokus der gemeinsamen Forschung steht die Anwendung von maschinellem End-to-End-Lernen. Genutzt wird insbesondere Deep Reinforcement Learning (DRL) unter bewusst ungünstigen Bedingungen, um robustere Prognosen für den Mobilfunk-Traffic zu erhalten. Auch das neue 5G/6G Innovation Centre an der englischen University of Surrey wurde vom Hersteller mitgegründet. Der Forschungsschwerpunkt liegt auf den konnektivitätsspezifischen Herausforderungen bei der Entwicklung von 5G-, 5G+- und 6G-Infrastrukturen – unter dem besonderen Aspekt der zukünftigen integrierten Kommunikation und Sensorik. Zu den wichtigsten Forschungsbereichen gehören dabei unter anderem Hardwarekomponenten wie Antennen, Signalverarbeitung, Sicherheit von Mobilfunknetzen sowie Satellitenkommunikation, aber auch KI-Lösungen für die Bereiche drahtlose Kommunikation, Hochleistungsnetzwerke und RAN-Technologie. Darüber hinaus ist der Netzwerkspezialist an weiteren 6G-Initiativen auf der ganzen Welt beteiligt: Diese befassen sich beispielsweise mit neuen Möglichkeiten in der Nutzung bzw. Kombination verschiedener Frequenzen (Sub-6-GHz, mmWave und THz), aber auch mit der optischen drahtlosen Kommunikation, dem gesamten Lebenszyklus der 6G-Technologie (von Forschung bis Marktreife) sowie der Forschung und Entwicklung in Bereichen wie der Integration des Cyberspace in die reale Welt – der sogenannten Society 5.0. Weitere Informationen: Viavisolutions