
Phoenix Solar bringt schwimmende Photovoltaik-Anlage ans Netz
Die in Singapur ansässige Tochtergesellschaft der Phoenix Solar AG war federführend in dem privat finanzierten Projektteam, das die 5 kWp Anlage mit Unterstützung des Nationalen Park- und Gartenrates in den Wassergärten des Bishan Parks entwarf und installierte.
Sensoren messen unter anderem Sonneneinstrahlung, Temperatur und Feuchtigkeit und liefern die Daten zur exakten Leistungsbestimmung. Zugleich werden die Auswirkungen auf die lokale Umwelt bestimmt, insbesondere werden eventuelle Veränderungen von Wasserqualität, Flora und Fauna erfasst.
Mögliche Vorteile einer schwimmenden Anlage wären unter anderem eine verbesserte Anlagenleistung aufgrund der Wasserkühlung, die geringere Verdunstung aufgrund der Abdeckung einer Teilfläche des Gewässers sowie ein geringeres Algenwachstum aufgrund der geringeren Sonneneinstrahlung in das Gewässer.
Schwimmende PV-Systeme in geeigneter Größe könnten eine gute Ergänzung für bestehende Wasserkraftwerke in heißen Ländern darstellen. Diese Grundannahme des Projektes stützt sich auf die Überlegung, dass sie deren Wasservorräte schonen und gleichzeitig Strom produzieren. Zudem könnten derartige Anlagen in Gegenden sinnvoll eingesetzt werden, die über wenig geeignete Freiflächen, wohl aber über große, verteilte Wasserflächen verfügen, wie insbesondere Singapur.
Die Solarmodule wurden von REC Modules Pte Ltd. in Singapur hergestellt und für die Versuchsanlage kostenlos zur Verfügung gestellt.
Es handelt sich um Module der 20 REC Peak Energy Serie, die im Winkel von 10° auf verbundenen, UV-resistenten Schwimmelementen montiert sind. Das System ist an vier Punkten im Teichgrund verankert. Der produzierte Strom wird mit seetauglichen Unterwasserkabeln an Land geleitet.
