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FVEE-Sprecher Prof. Dr. Andreas Reuter und Stellvertretender FVEE-Sprecher Prof. Dr. Joachim Knebel, Bild: Nina Weymann/KIT
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Erneuerbare Energien

FVEE fordert verlässliche Finanzierung der Energieforschung

29.01.2024

Das Direktorium des Forschungsverbunds Erneuerbare Energien (FVEE) hat Professor Andreas Reuter vom Fraunhofer IWES auf der Sitzung am 1. Dezember in Kassel zum neuen Sprecher gewählt. Sein gleichzeitig gewählter Stellvertreter ist Professor Joachim Knebel vom Karlsruher Institut für Technologie.

In der Debatte zur Energiepolitik ist es Andreas Reuter wichtig, ein positives Signal aus der Wissenschaft zu senden: „Die Energiewende ist realisierbar. Wir bauen damit eine günstige und nachhaltige Energieversorgung in Deutschland und Europa auf.“ Voraussetzung sei aber eine stabile politische Unterstützung für die Forschung: „In der aktuellen Haushaltsplanung sind massive Kürzungen der Energieforschungsmittel vorgesehen, die bislang anteilig aus dem Klima- und Transformationsfonds bereitgestellt wurden. Dies hätte eine verheerende Wirkung in einem der wichtigsten Zukunftsfelder: Innovationen für Energieversorgung und Klimaschutz.“ Professor Joachim Knebel bekräftigt: „Nur mit einer verlässlichen Finanzierung kann die Energieforschung die notwendigen Lösungen für die Herausforderungen der Energiewende liefern.“

Der neue Sprecher Reuter fordert: „Die Akteure in Forschung und Industrie brauchen Planungssicherheit und Kontinuität in der Forschungsförderung. Mit den geplanten Kürzungen würden dringend benötigte neue Lösungsbeiträge der Energieforschung ausbleiben.“ Sein Kollege Knebel erläutert: „Die aktuelle Haushaltsdebatte macht auch transparent, dass immer größere Teile der öffentlichen Forschungsfinanzierung von den Ressortetats in den Klima- und Transformationsfonds verlagert wurden: Nun zeigt sich, dass Forschungsmittel aus diesem Fonds mit großen Unwägbarkeiten verbunden sind. Ein Auf und Ab der Etats ist für die Energieforschungseinrichtungen ein Riesenproblem, da weder die komplexen Forschungsanlagen noch die hochqualifizierten Stellen nach Belieben geschaffen oder abgebaut werden können. Unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler brauchen eine Verlässlichkeit der Forschungsfinanzierung.“

Das Direktorium des FVEE appelliert deshalb eindringlich an die Akteure der Haushaltsberatungen, die geplanten Kürzungen in der Energieforschung zurückzunehmen, um die deutsche Führungsrolle bei der Entwicklung und Vermarktung von Energietechnologien zu erhalten sowie einen Fadenabriss und einen dauerhaften Fachkräfteverlust zu vermeiden.

Die gemeinsame Energieforschung in Wissenschaft und Industrie liefert Lösungen für die Herausforderungen der Energiewende. Forschung schafft eine wesentliche Grundlage, damit Unternehmen mit innovativer Energietechnik die Investitionen der inländischen und globalen Energiewende in Wertschöpfung und Arbeitsplätze umsetzen können. Entsprechend hoch ist aktuell die Nachfrage von Unternehmen bei den Forschungsinstituten für zukunftsfähige grüne Infrastrukturen sowie Prozess- und Systemlösungen. “Um hier tätig werden zu können, benötigen die Akteure in Forschung und Industrie Planungssicherheit in der Forschungsförderung. Wenn diese fehlt, besteht die Gefahr, dass Verbundprojekte auseinanderbrechen und dringend benötigte neue Lösungsbeiträge ausbleiben”, erklärt Reuter.