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Logo – eine speicherprogrammierbare Steuerung, Die Logo steht geradezu exemplarisch für die Gerätekategorie der Kleinsteuerungen, Quelle: Siemens/Conrad
Steuerungstechnik (allg.) | Steuerungstechnik

Aus dem Facharchiv: Elektropraxis

Kleinsteuerungen – eine Erfolgsgeschichte

11.12.2025

An der Automatisierungstechnik führt im Elektrohandwerk kein Weg vorbei. Ob bei modernen Wohn- und Zweckbauten oder Werkstätten, Lagern oder kleinen industriellen Anlagen – überall werden Handwerksbetriebe damit in der einen oder anderen Form konfrontiert. Dabei ist vielfach eine Kleinsteuerung das geeignete technische Gerät zur Lösung einer Aufgabe.

Die Anfänge

Die Entwicklung speicherprogrammierbarer Steuerungen (SPS) kann bis in das Jahr 1969 zurückverfolgt werden. Die geistigen Väter der Modicon 084 – Richard E. Morley (Fa. Modicon) und Odo J. Struger (Fa. Allen-Bradley) – bezeichneten ihr Gerät als „solid-state sequential logic solver“. Das lässt sich gemäß Wikipedia als „Halbleiter-basierender sequentieller Logikrechner“ in die deutsche Sprache übertragen. Um die Akzeptanz ihrer Entwicklung bei den Steuerungsfachleuten zu sichern, vermied man ganz bewusst den Begriff Computer. Deshalb entwickelte man auch das Ladder Diagram, also den Kontaktplan, als graphische Programmiersprache. Das war ein grundsätzlicher Gedanke, dessen Aktualität sich nach wie vor als ungebrochen erweist. In den darauffolgenden 25 Jahren war die Entwicklung der SPSen vor allem durch die Fortschritte der Mikroelektronik in Form leistungsfähigerer integrierter Schaltkreise (IC) mit einem immer günstigeren Preis-Leistungsverhältnis bestimmt. Im Ergebnis entstanden anspruchsvolle und damit auch teure Automatisierungsgeräte, deren Programmierung nur ein kleiner Kreis von Spezialisten beherrschte. Zudem bedurfte es für den eigentlichen Programmiervorgang spezieller Programmiergeräte. Um aber speicherprogrammierbare Steuerungen einem größeren Kreis von Anwendern zugänglich zu machen, wurden um die Mitte der 1990er-Jahre Entwicklungen vorangetrieben, um kleine, im Leistungsumfang zwar eingeschränkte, aber dennoch für eine Vielzahl von Anwendungen brauchbare und preisgünstige Geräte bereitzustellen. Diese sollten zudem noch vergleichsweise einfach programmierbar sein und hierfür keine gesonderte Technik erfordern. Ein erstes Produkt, das diesen Anforderungen weitgehend entsprach, war die von Siemens angebotene Logo (Bild). Die Logo wurde in den Folgejahren geradezu zu dem Beispiel für die Gerätekategorie der Kleinsteuerungen. Und dass, obwohl seitens der Anbieter derartige Produkte vorzugsweise als Logikrelais bzw. Logikmodule u. ä. bezeichnet werden. Kleinsteuerungen, die sich bezüglich des Aufbaus, der optischen Erscheinung, der Handhabung und den Leistungsmerkmalen an der Logo orientieren, wurden und werden von verschiedenen Herstellern angeboten. Es sind auch Geräte am Markt, die – im weitesten Sinne – dieser Gerätekategorie zuzuordnen sind, deren Bauformen aber deutlich davon abweichen.

Wichtige Etappen

Das sich ständig verbessernde Preis-Leistungsverhältnis bei den integrierten Schaltkreisen (Prozessoren und Speicher) hat auch zu steigender Leistungsfähigkeit (z. B. mehr Programmschritte) bei den Kleinsteuerungen geführt. Darüber hinaus ermöglicht es die Realisierung völlig neuer Vorgehensweisen.

Nutzung bewährter Techniken

Dazu gehört vor allem die Übernahme von – im Bereich der Büro-IT und dem Internet bewährter – Techniken, wie etwa der

  • Vernetzung per Ethernet,
  • Nutzung von Funktechniken und dem
  • Einsatz von Web-Technologien.

Autor: Dr.-Ing. Horst Möbus

Der vollständige Artikel ist in unserem Facharchiv nachzulesen.