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Innungen und Verbände

Initiative stellt Kontakte zwischen Berliner Betrieben und Flüchtlingen her

10.12.2014

Die Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen, die Handwerkskammer Berlin und das Berliner Netzwerk für Bleiberecht "Bridge" beginnen heute die Initiative Arrivo Berlin. Mit dem Slogan "Flüchtling ist kein Beruf. Talente brauchen Chancen" will die Initiative Arrivo Flüchtlinge mit Arbeitserlaubnis unbürokratisch und schnell in Kontakt mit Berliner Betrieben bringen.

Die Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen, die Handwerkskammer Berlin und das Berliner Netzwerk für Bleiberecht "Bridge" beginnen heute die Initiative Arrivo Berlin. Mit dem Slogan "Flüchtling ist kein Beruf. Talente brauchen Chancen" will die Initiative Arrivo Flüchtlinge mit Arbeitserlaubnis unbürokratisch und schnell in Kontakt mit Berliner Betrieben bringen.

"Wir wollen damit weiteres Potenzial für Ausbildung ermitteln und Menschen in Berlin eine Perspektive schaffen", erklärt die Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, Dilek Kolat. Bereits heute herrscht in Berliner Installateur-, Elektrotechnik- oder Bäckereibetrieben Fachkräftemangel. Auch die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze in Berliner Handwerksbetrieben ist derzeit auf einem hohen Stand. Die Kampagne beginnt gleichzeitig mit dem Vorhaben der Bundesregierung, den Arbeitsmarktzugang von Flüchtlingen bereits nach drei Monaten zu ermöglichen.

"In Berlin gibt es ein Nachwuchsproblem insbesondere im Handwerk. Momentan sind viele Lehrstellen unbesetzt", berichtet der Präsident der Berliner Handwerkskammer, Stephan Schwarz. "Viele geflüchtete junge Menschen in dieser Stadt bringen die benötigten Talente mit. Sie besitzen die nötigen aufenthaltsrechtlichen Voraussetzungen und sind sehr motiviert, sich in das Arbeitsleben zu integrieren. Wenn wir Betriebe und Flüchtlinge zusammenbringen, ist beiden geholfen."

"Flüchtlinge kommen in der derzeitigen Diskussion oft nur einseitig vor. Ein Großteil der Flüchtlinge könnte einer Ausbildung und Beschäftigung nachgehen", sagt Arbeitssenatorin Dilek Kolat. "Viele von Ihnen wollen nicht von staatlichen Transferleistungen leben. Sie wollen sich einbringen und arbeiten."

"Die Berliner Innungen unterstützen die Kampagne 'Arrivo', weil wir davon überzeugt sind, dass sie eine Win-Win-Situation erzeugt: Zum einen wird den Flüchtlingen angeboten, sich ein solides Fundament für ihre Zukunft zu schaffen, zum anderen brauchen die Betriebe natürlich auch qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Bildungsstätten der Berliner Innungen stehen bereit, den Flüchtlingen das notwendige Rüstzeug für den betrieblichen Alltag mitzugeben", so der stellvertretende Obermeister der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Berlin, Anselm Lotz.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie der Europäische Sozialfonds fördern diese Kampagne. Für Arrivo Berlin erarbeitet das Internationale Jugend-Kunst- und Kulturhaus Schlesische 27 mit Unterstützung von Berliner Innungen ein Konzept für ein berufsorientierendes Werkstattprojekt, zur Vermittlung der Flüchtlinge an Berliner Betriebe.

Weitere Informationen: www.arrivo-berlin.de