Aus dem Facharchiv: Elektropraxis
Expert Net Control – Fernwirksysteme und LAN-Sensoren
Selbst kleinere Betriebe kommen heute nicht mehr ohne einen eigenen Serverraum oder zumindest einen Serverschrank aus. Diese müssen nicht nur über höhere Sicherheitsanforderungen an den kontrollierten Zugang verfügen, sondern stellen darüber hinaus ganz spezielle Ansprüche an das Raumklima. Die Einhaltung dieser Anforderungen bedarf daher einer ständigen Überwachung.
Die in Köln beheimatete Gude Systems GmbH ist seit mehr als 30 Jahren Entwickler und Hersteller von elektronischen Geräten für den IT-, AV- und Industriebereich. Das Unternehmen produziert eine breite Palette von Stromverteilereinheiten unterschiedlicher Größe und Funktionalität. Ebenso umfangreich ist das Angebot an LAN-Sensoren und Remote-I/O-Systemen, die speziell für die Überwachung von IT-Installationen in Räumen und Schränken konzipiert sind (Bild). Mit den Funkuhrsystemen werden zudem Geräte angeboten, die das DCF77- oder das GPS-Signal als Zeitquelle nutzen und über Zeitserver die exakte Uhrzeit über die dafür gängigen Protokolle (NTP oder SNTP) in Netzwerken bereitstellen.
Gerätetechnik
Die Geräte der Expert-Net-Control-Familie sind für die Konfiguration und Nutzung über ein IT-Netzwerk konzipiert. Alle Geräte werden per Ethernet (RJ45-Netzwerkanschluss) in das LAN eingebunden und erhalten manuell oder per DHCP eine IP-Adresse (IPv4, IPv6-ready) zugewiesen. Es stehen die für Endgeräte typischen Anwendungsprotokolle wie HTTP/HTTPS, SMTP, Syslog, SNMP, TLS … zur Verfügung. Darüber hinaus werden das Radius- und das Modbus-TCP-Protokoll unterstützt. Für die Konfiguration und Steuerung wird das Telnet-Protokoll genutzt und gegen unerlaubte Zugriffe besteht ein IP-Zugriffschutz sowie Secure Login über SSL.
LAN-Sensoren
Die LAN-Sensoren werden in zwei Grundvarianten angeboten, die sich bezüglich des Vorhandenseins eines schaltbaren Relaisausgangs, Signaleingangs und einer Redundanz beim Netzteil sowie einer möglichen PoE-Versorgung unterscheiden. Alle Geräte verfügen über zwei Sensoranschlüsse (RJ45) und einen bereits im Gerät integrierten Sensor. Hierbei besteht die Wahl zwischen einem
Temperatur-Sensor,
Temperatur-Luftfeuchte-Sensor oder
Temperatur-Luftfeuchte-Luftdruck-Sensor.
Über die RJ45-Sensoranschlüsse können beliebige Sensoren aus dem Zubehör-Sortiment des Herstellers angeschlossen werden. Die Geräte sind für die Wandmontage konzipiert, können aber auch mittels eines Montageclips auf die Hutschiene montiert werden.
Remote-I/O – REG-Bauform
Die für den Einbau im Schaltschrank konzipierten Geräte werden in zwei, grundsätzlich unterschiedlichen Varianten angeboten.
Eine Variante verfügt über drei schaltbare Relaisausgänge (230 V AC, 16 A), die jeweils über die Funktion zur Messung von Strom, Spannung, Phasenwinkel, Leistungsfaktor, Frequenz, Wirk-, Blind- und Scheinleistung verfügen. Zugleich bieten die Ausgänge zwei Energiezähler, von denen einer rücksetzbar ist. Ein Mini-DIN-Anschluss kann wahlweise als Sensoranschluss oder als serielle Schnittstelle genutzt werden. Darüber hinaus verfügt diese Variante über ein LED-Display zur Anzeige des Gesamtstroms, der IP-Adresse sowie Sensorwerten und Fehlermeldungen.
Die andere Variante verfügt über vier schaltbare Relaisausgänge (230 V AC, 16 A/24 V DC, 10 A) und acht passive Signaleingänge (Anschluss von Türkontakt, Rauchmelder usw.) sowie einem RJ45-Sensoranschluss, der aber auch als serielle Schnittstelle genutzt werden kann.
Remote-I/O – AP-Bauform
Die zur Wandmontage geeigneten Geräte werden in vier Varianten angeboten, die sich aber lediglich in der GSM-Anbindung und der Speisung über PoE unterscheiden. Eine redundante Speisung ist bei allen Varianten realisiert. Diese Geräte verfügen über vier schaltbare Relaisausgänge (36 V DC, 3 A), 12 passive Signaleingänge (Anschluss Türkontakt, Leckage-Sensor usw.) und vier RJ45-Sensoranschlüsse. Zur Anzeige von Sensorwerten, Fehler- und Statusmeldungen sowie der IP-Adresse gibt es ein LED-Display. Diese Ausstattung erlaubt daher nahezu universelle Einsatzmöglichkeiten. Bei den mit einem Quadband GSM-Modul ausgerüsteten Varianten können sowohl Vertrags- als auch Prepaid-Karten genutzt werden. Damit steht zusätzlich ein vom IT-Netz unabhängiger Kommunikationsweg zur Verfügung, über welchen sowohl Alarmierungen als auch Steuerungszugriffe (z. B. per Sprachbefehl) erfolgen können.
Autor: H. Möbus
Der vollständige Artikel ist in unserem Facharchiv nachzulesen.

