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Model 3 – preiswerter als das S-Modell, aber mit langen Lieferzeiten (Quelle: Tesla)
Elektromobilität | Betriebsausstattung | Nutzfahrzeuge

Aus dem Facharchiv: Arbeitsschutz, Arbeitssicherheit, Betriebsführung

E-Bestseller und mehr - Elektromobilität gewinnt in Deutschland nur langsam an Fahrt

25.05.2020

Welche aktuellen Elektroautos heute oder absehbar verfügbar sind, aber auch Studien für morgen, zeigt der Beitrag auf.

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Preise für die europäischen Märkte liegen bisher noch nicht vor. Rechnet man die USA-Preise direkt um, dann erhält man als Richtwert 30 000 Euro für das Grundmodell und 37 300 Euro für das mit der leistungsfähigeren Batterie. Damit würde das Model 3 nur etwa halb so viel wie das Oberklassefahrzeug Model S kosten. Das soll durch größere Stückzahlen, einfachere Ausstattung und eine lange Aufpreisliste ausgeglichen werden. Außerdem wird das Auftanken an den Tesla-Ladesäulen für das Model 3 im Gegensatz zum Model S nicht mehr kostenlos sein.

Preisgünstiges Stadtauto

Bei dem Kleinstwagen e.GO Life handelt es sich um eine völlig neue Konstruktion. Entwickler und Hersteller ist die e.GO Mobile AG in Aachen. Die Firmengründer sind Mitarbeiter der RWTH Aachen, die schon mit dem Streetscooter der Deutschen Post im Zustelldienst erste Erfahrungen sammeln konnten. Bosch liefert hier die Elektroteile zu und übernimmt auch den Kundendienst.

Wenn der als Stadtauto und Zweitwagen konzipierte e.Go Life im Sommer 2018 in den Handel kommt, ist er mit einem Nettopreis ab 13 361 Euro das günstigste Elektroauto auf dem deutschen Markt. Dabei ist der Umweltbonus für Elektrofahrzeuge von 4 000 Euro noch gar nicht berücksichtigt. Im Vergleich dazu kostet der Smart fortwo e.d. 18 437 Euro.

Der Aachener Mini ist für vier Personen zugelassen. Praktisch muss man ihn aber mehr als 2+2-Sitzer sehen. Er wird in drei Leistungsvarianten angeboten.

Retro-„Bulli“ 
aus dem E-Baukasten

Bereits im Januar 2017 stand der Van I.D. Buzz als Studie im „Bulli“-Retrolook auf der Detroit Autoshow. VW hat nun entschieden, daraus ein Serienmodell zu entwickeln. Der Van soll zwei Jahre nach dem kompakten viertürigen Pkw I.D. im Jahr 2022 auf die Straße kommen.

Diese beiden Elektroautos sind die ersten Modelle, die auf der Basis des „Modularen Elektrifizierungsbaukastens“ (MEB) entwickelt und gefertigt werden. Neben dem achtsitzigen Bus soll es später auch eine Transporter-Variante I.D. Buzz Cargo geben. Die Studie weist folgende Außenabmessungen auf:

Länge 4,94 m, Breite 1,98 m, Höhe 1,96 m. Der Laderaum wäre mit 4,6 m3 geringer als der des kleinsten T6 (5,8 m3). Aber die Daten können sich beim Serienmodell noch ändern.

Das Fahrzeug mit je einem Elektromotor an der Vorder- und Hinterachse ist reichlich motorisiert (275 kW). Es schafft mit einer Batterieladung 600 km Reichweite. Die Batterie und die gesamte elektrische Antriebseinheit sind im Fahrzeugboden untergebracht. Der E-Antrieb ermöglicht einen großen Radstand und kurze Überhänge und kommt dem Innenraum zugute. Sehr zukunftsgerichtet ist auch das Bedienkonzept – bis hin zum hochautomatisierten Fahren.

China: Quoten für E-Autos

Der Druck auf die deutschen Autobauer, die Serieneinführung ihrer Studien und Konzeptfahrzeuge zu beschleunigen, könnte auch aus China kommen. Schließlich ist China für BMW, Daimler und VW der größte Einzelmarkt. Ab 2019 sollen Autohersteller und Importeure in China bestimmte Quoten für den Anteil alternativer Antriebe an der Gesamtzahl der verkauften Fahrzeuge erfüllen. Das geschieht nach einem bestimmten Punktesystem: Für reine Elektroautos gibt es mehr Punkte als für den Hybridantrieb. Ab dem Jahr 2019 beträgt die Quote 10 %, ab 2020 sogar 12 %. Schafft ein Hersteller die Quoten nicht, muss er entweder Punkte von anderen Firmen kaufen oder Strafe zahlen.


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