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Cobots lassen sich einfach programmieren, Quelle: Universal Robots
Steuerungstechnik

Aus dem Facharchiv: Elektropraxis

Die Cobots kommen

08.10.2026

Agilität steht bei vielen Elektronikherstellern auf der Tagesordnung. Doch Materialengpässe, fehlende Arbeitskräfte und gestiegene Kundenansprüche machen selbst dieser traditionell dynamischen Branche zu schaffen – mit gravierenden Folgen. Automatisierung mithilfe von kollaborierenden Robotern kann hier schnell und kostengünstig Abhilfe schaffen und die Produktivität ankurbeln. Vor allem aber entlasten die smarten Produktionshelfer die Mitarbeiter. In Kombination mit den passenden Peripheriegeräten sind die Einsatzmöglichkeiten breit gefächert, wie Beispiele aus der Praxis zeigen.

Über Probleme wie stark steigende Kosten und gestörte Lieferketten hinaus wird der spürbare Mangel an Arbeitskräften zunehmend zur Herausforderung für Unternehmen. Das belegt u. a. eine aktuelle Umfrage [1], die vom Bayerischen Unternehmensverband Metall und Elektro e. V. durchgeführt wurde. Hier gaben 42,5 % der befragten Betriebe aus der Metall- und Elektroindustrie an, dass ihre Produktions- bzw. Geschäftstätigkeit aktuell durch fehlende Arbeitskräfte erheblich beeinträchtigt ist. Gerade in einer Branche, in der sich gewandelte Kundenansprüche in High-mix-low-volume-Fertigungen niederschlagen, kann dies den entscheidenden Wettbewerbsvorteil kosten.

Cobots demokratisieren die Automatisierung

In großen Unternehmen und Konzernen schafft Automatisierung in Sachen Arbeitskräftemangel Abhilfe und federt Produktionsspitzen ab. Allerdings kommen dabei zumeist traditionelle Industrieroboter zum Einsatz: Raumgreifende, kostspielige Maschinen also, die hinter Sicherheitszäunen schwere Teile greifen, heben und transportieren, was sie beispielsweise für Anwendungen etwa in der Automobilindustrie prädestiniert. Elektronikfertiger hingegen benötigen einfach zu programmierende und zu bedienende Automatisierungslösungen, die genauso agil wie die Branche selbst sind und auch motorisch komplexe Tätigkeiten jederzeit einwandfrei durchführen können – vom Bestücken einer Leiterplatte bis hin zum kleinteiligen Verpacken und Etikettieren von Waren. Tätigkeiten also, die menschengleiches Fingerspitzengefühl erfordern.

Eine solch intuitive und praktikable Automatisierungslösung bieten kollaborierende Roboter, sogenannte Cobots. Hersteller, wie der dänische Weltmarktführer Universal Robots, haben sie als Antwort auf herkömmliche Industrieroboter entwickelt. Die kompakten Leichtbauroboter lassen sich auch ohne Spezialkenntnisse programmieren und amortisieren sich rasch (Bild). Damit verhelfen sie Unternehmen jeder Größenordnung dauerhaft zu mehr Flexibilität, indem sie dabei unterstützen, die bestehenden Ressourcen vollumfänglich auszuschöpfen. So kann beispielsweise das Stammpersonal von monotonen, mühsamen und ergonomisch ungünstigen Aufgaben entlastet werden. Stattdessen übernimmt hier der Cobot, der ganz ohne Ermüdungserscheinungen Ergebnisse von konsistent hoher Qualität erzielt. Damit bleibt den Mitarbeitern Zeit für wertschöpfende Aufgaben, bei denen ihr Know-how gefragt ist. Mensch und Roboter können dabei sogar Hand in Hand arbeiten. Zentrale Voraussetzung für den sicheren Einsatz neben dem Menschen ist eine erfolgreich abgeschlossene Risikobeurteilung.

Autor: Andrea Alboni

Literatur

[1] Online-Verweis: https://www.baymevbm.de/baymevbm/ServiceCenter/Statistik/Konjunktur-Arbeitsmarkt/M-E-Konjunkturumfrage-Bayern.jsp, Abruf: 20.10.2023

Der vollständige Artikel ist in unserem Facharchiv nachzulesen.