ABB unterstützt Automatisierungslösung für Smart Grid
Gemeinsam mit RWE Deutschland AG und der Technischen Universität (TU) Dortmund hat ABB fortgeschrittene Technologie in einem Forschungsprojekt installiert, das Potenzial für andere europäische Stromnetze aufweist.
ABB hat eine hoch entwickelte Verteilnetz-Automatisierungslösung implementiert, die im Rahmen des von der EU finanzierten Projekts Grid4EU erarbeitet wurde. Das Projekt unterstützt die 2020-Klima- und Energieziele der EU und legt das Fundament für die Entwicklung der Elektrizitätsnetze von morgen.
Innerhalb des Forschungsprojekts wurde die Netzautomatisierungslösung bereits vollständig in das bestehende lokale Netz integriert, um die Lastbedingungen zu überwachen und automatisch Anpassungen an veränderte Bedarfe vorzunehmen. Die Lösung ermöglicht das autonome Verschieben der offenen Trennstelle in einem Mittelspannungsnetz und stellt somit eine direkte Verbindung zwischen Verbrauchern und Stromerzeugern her. So können lokale Erzeuger Strom an lokale Verbraucher liefern, was Leitungsverluste mindert und die Effizienz des Verteilnetzes steigert.
Die Technologie bietet zudem hoch entwickelte Steuerungsfunktionen, die die Zuverlässigkeit des Netzes erhöhen und die Erkennung von Fehlern wie Überlastungen und Spannungsschwanken durch die regionale Netzleitstelle unterstützen.
ABB stellt für das Projekt auch Remote Terminal Units (RTUs) der Serie RTU500 bereit. Neben der wichtigen Rolle als Schnittstelle zwischen den physischen Installationen und den zugehörigen Leit-, Datenerfassungs- und Überwachungssystemen dienen die Geräte als Software-Plattform für die autonom arbeitenden Algorithmen zur Optimierung des Mittelspannungsnetzes.
Das Projekt soll demonstrieren, dass autonome Systeme, die zur Überwachung und automatisierten Steuerung von Mittelspannungsnetzen Agenten einsetzen, eine industrietaugliche Lösung für ein verbessertes Management von Mittelspannungsnetzen darstellen können.
Für das Modellprojekt wurde die Stadt Reken mit 14.000 Einwohnern und einem wachsenden Anteil erneuerbarer Energien ausgewählt. Das Pilotprojekt wird Rückschlüsse auf die Leistung und das Management größerer europäischer Netze liefern, in die regenerative Energien eingespeist werden. Ergebnisse werden für 2016 erwartet.

