Anzeige

Aus dem Facharchiv: Normen und Vorschriften
Sicherheitstechnik - DIN EN 50131-2-10 (VDE 0830-2-2-10) 2019-05

Diese Europäische Norm berücksichtigt magnetische Verschluss- und Öffnungsüberwachungskontakte. Sie umfasst alle vier Sicherheitsgrade und die vier Umweltklassen.

(Foto: Otmar Smit/stock.adobe.com)

DIN EN 50131-2-10 (VDE 0830-2-2-10) 2019-05

Alarmanlagen – Einbruch- und Überfallmeldeanlagen – Teil 2-10: Einbruchmelder – Verschluss- und Öffnungsüberwachungskontakte (magnetisch)

Hinsichtlich des Vorgängerdokuments gibt es einige Änderungen. Die elektrischen Anforderungen im Abschnitt 4.6 und der Unterabschnitt „Prüfungen“ im Abschnitt 6.7 wurden überarbeitet. Anhang A „genormte Prüfmagnete“ und Anhang F „Prüfoberflächen“ wurden ebenfalls aktualisiert.

Ein Verschluss- und Öffnungsüberwachungskontakt besteht aus zwei separaten berührlosen Einheiten. Die aktive Verbindung dieser beiden Einheiten ist durch ein magnetisches bzw. elektromagnetisches Feld sichergestellt. Bei der Trennung dieser zwei Komponenten ist die Verbindung gestört und es wird ein Einbruchsignal erzeugt. Bei drahtlosen Meldern gibt es verschiedene Zeitspannen, die einzuhalten sind. Unterteilt sind die Zeitabstände in 4 Grade. Die Meldung wird dabei je nach Grad in einer bestimmten Zeit an die Einbruchmeldeanlage weitergeleitet:

  • Grad 1: 300 Sekunden;
  • Grad 2: 180 Sekunden;
  • Grad 3: 30 Sekunden;
  • Grad 4: 15 Sekunden.

Bei verdrahteten Meldern hingegen ist spätestens nach 15 Sekunden die Meldung an die Einbruchmeldeanlage weiterzuleiten. Eine weitere Bedingung besteht bei den Anschlusselementen und den mechanischen sowie elektronischen Einstellelementen. Diese sind im Gehäuse des Melders unterzubringen. Ist der Melder so konstruiert, dass er geöffnet werden kann, darf dies nur mit einem Werkzeug möglich sein. Bei Meldern der Grade 2, 3 und 4 sind alle Abdeckungen, die einen Zugang zu Bauelementen ermöglichen, mit einer Einrichtung zur Sabotageerkennung auszustatten. bfe-TIB1)

___________

1) Normeninformationsdienst des Bundestechnologiezentrums für Elektro- und Informationstechnik, Oldenburg

Tel.: 0441 340920

Fax: 0441 34092129

Der Artikel ist in unserem Facharchiv nachzulesen

Kommentare

botMessage_toctoc_comments_926
Anzeige

Nachrichten zum Thema

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Zählung von 2011) wurde etwa die Hälfte aller Wohngebäude in Deutschland vor 1970 gebaut. Allein der Anteil von Wohngebäuden der Baujahre 1960 bis 1989 beträgt fast 40 % des Gebäudebestandes. Seit Jahren...

Weiter lesen

Die Gefahren- und Einbruchmeldezentrale hiplex 8 400 lässt sich flexibel an aktuelle Anforderungen anpassen.

Weiter lesen

Laut polizeilicher Kriminalstatistik 2019 ging der Wohnungseinbruchsdiebstahl im Vergleich zum Vorjahr 2018 deutschlandweit um über 10 % zurück. Der Bericht gibt jedoch Auskunft darüber, dass die Zahlen nicht in allen Bundesländern gesunken sind.

Weiter lesen

+++ News +++ Sicherheitslücke Stromausfall Fällt mit dem Strom auch die Alarmanlage aus?

Egal ob Stürme, Bauarbeiten an Leitungen oder Überlastungen des Stromnetzes – Stromausfälle können unterschiedlichste Ursachen haben und legen das alltägliche Leben von einer Sekunde auf die andere lahm.

Weiter lesen

Die Digitalisierung der Energiewende fordert ein immer höheres Entwicklungstempo, auch in der Normung. Der Erfolg der Energiewende ist von höchsten Sicherheitsstandards in der Energieversorgung abhängig. Dazu veröffentlicht VDE DKE neue...

Weiter lesen
Anzeige