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Aus dem Facharchiv: Elektropraxis
Programmierbares Relais – Akytec PR200

Kleinsteuerungen gehören zu den erfolgreichsten Gerätekategorien der Automatisierungstechnik. In geradezu idealer Weise verbinden sich in diesen Geräten vielseitige Einsatzmöglichkeiten mit einem vorzüglichen Preis-Leistungs-Verhältnis und einfacher Handhabbarkeit. Trotz deutlicher Unterschiede zwischen den verschiedenen Angeboten, erkennt man viele Geräte an dem für Kleinsteuerungen geradezu typischen Design.

Akytec PR200 – vielseitig einsetzbare Kleinsteuerung im klassischen Design b) Erweiterungsmodul (Quelle: Akytec)

Das in Hannover beheimatete Unternehmen Akytec (eigene Schreibweise akYtec) wurde im Jahre 2010 gegründet und ist ein typisches Technologieunternehmen. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt Produkte der Automatisierungstechnik und der Industrie-Elektronik. Dazu gehören neben einbaufertigen Controlpanels auch Anzeigemodule und verschiedene programmierbare Relais sowie ein I/O-Modulsortiment. Mit dem programmierbaren Relais PR200 können die Zustände von Ausgängen anhand der Zustände von Eingängen unter Berücksichtigung einer vereinbarten Anwendungslogik gesteuert werden. Wie auch anderswo, wo von Logikmodulen, Logikrelais o. ä. gesprochen wird, ist die Bezeichnung „programmierbare Relais“ eine offensichtliche Untertreibung. Richtigerweise sollte man diese Geräte als Mini-SPS oder eben als Kleinsteuerung bezeichnen. Mit Blick auf die gerätetechnische Entwicklung der letzten Jahre erscheint dies geradezu geboten.

Gerätetechnik

Die Kleinsteuerung Akytec PR200 ist ein Kompaktgerät in der für Kleinsteuerungen bekannten Gestaltung (Bild). Das Gerät ist in einem für die Montage auf der Hutschiene geeigneten Gehäuse untergebracht und verfügt über den Schutzgrad IP 20.

Grundgerät und Varianten

Das Gerät kann in unterschiedlichen Konfigurationen bezogen werden. Das bezieht sich auf die Spannungsversorgung, die Anzahl der digitalen Ein- und Ausgänge, die Anzahl und Art der analogen Ein- und Ausgänge sowie das Vorhandensein von RS485-Schnittstellen zum Anschluss von Erweiterungen. Die Konfiguration der analogen Ein- und Ausgänge – also die Auswahl des Einheitssignals – erfolgt bei der Konfiguration mittels des Programmiertools ALP. Bei den Analogeingängen ist zusätzlich eine Konfiguration mittels Jumper direkt am Gerät nötig. Alle Varianten verfügen über

  • 1 Echtzeituhr,
  • 6 Funktionstasten,
  • 2 vom Anwenderprogramm gesteuerte LEDs sowie
  • 1 USB-Schnittstelle zur Übertragung des Anwenderprogramms.

Das LCD-Display ermöglicht alphanumerische Anzeigen von 2 x 16 Zeichen. Die Funktionstasten können zur Konfiguration genutzt werden. Eleganter lässt sich dieser Arbeitsschritt aber mittels der Programmiersoftware realisieren. Die analogen und digitalen Eingänge erlauben (u. a. wegen der Verwendung von Normsignalen) eine direkte Ankopplung von Sensorik. Mittels der analogen und digitalen Ausgänge kann eine direkte Ansteuerung von Prozesskomponenten erfolgen.

Erweiterungen

An das programmierbare Grundgerät können bis zu zwei Erweiterungen über einen internen Bus angeschlossen werden. Aktuell ist ein Erweiterungsmodul mit 8 digitalen Ein- und 8 digitalen Ausgängen in zwei Modifikationen verfügbar, die sich lediglich bezüglich der Versorgungsspannung unterscheiden.

RS485 – Modbus-Einbindung

Kleinsteuerungen werden zwar vorzugsweise genutzt um vergleichsweise gut überschaubare Anwendungen zu realisieren, aber diese Geräte sind nicht nur dafür geeignet. Mit der RS485-Schnittstelle und dem unterstützten Protokoll Modbus RTU/ASCII kann eine PR200 als Master für ein Netz bestehend aus bis zu 32 Modbus-Slaves konfiguriert werden. Mit einer zweiten Schnittstelle verdoppelt sich diese Anzahl. Die Schnittstelle wird aber nicht nur zum Anschluss weiterer Stationen genutzt, sondern darüber können auch abgesetzte Anzeige- und Bediengeräte angeschlossen werden.

Inbetriebnahmetool

Zur Kleinsteuerung PR200 wird die Programmiersoftware ALP ausgeliefert. Hierbei handelt es um eine Software, die alle Schritte zur Inbetriebnahme einer Steuerung realisiert, beginnend bei der Auswahl des zu programmierenden Gerätes über die Verknüpfung der Ein- und Ausgangsgänge, die Simulation des erstellten Programms bis hin zu dessen Übertragung in das Gerät. ALP setzt einen Windows-Rechner (XP/Vista/7/8/10) mit vorinstallierter .NET-Software voraus.

Autor: H. Möbus

Der vollständige Artikel ist in unserem Facharchiv nachzulesen.

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