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Elektrosicherheit: Risiko Smart Home
Einladung zum Einbruch

Auf der CES in Las Vegas stand Smart Home im Mittelpunkt. Über die Schattenseiten des vernetzten Lebens sprechen die Hersteller nicht so gern – mit Smart Home wächst ein lukratives Geschäftsfeld für Cyberkriminelle.

Branchengrößen zeigten im Januar 2017 auf der Consumer Electronic Show (CES) mit ihren Produkten, wie das digitale Leben im Smart Home vorangetrieben wird. Doch nicht alles, was blinkt und sendet, sollte man bedenkenlos konsumieren.

Intelligente Haushaltselektronik?

Die Möglichkeiten für die Vernetzung von Geräten scheinen unbegrenzt zu sein. Lächelnde Roboter servieren Kaffee, Waschmaschinen sprechen, Lampen besitzen einen Google-Anschluss und im Supermarkt informiert das Smartphone-Display über den Inhalt des Kühlschranks. Bei der Entwicklung immer neuer High-Tech-Produkte übertreffen sich die Hersteller gegenseitig.

Experten gehen davon aus, dass bereits in vier Jahren jedes zweite Gerät im Haushalt vernetzt sein wird. Schon heute funktionieren Spielkonsolen nicht mehr ohne Internetanschluss, und in neuen Fernsehgeräten ist die Vernetzung Standard. Selbst vor onlinefähigen Haarbürsten machen die Entwickler nicht halt. 

Wenn der Fernseher Lösegeld fordert

Wer seinen Fernseher mit dem Internet koppelt, kann nicht nur aus unzähligen Programmen, Serien und Sportkanälen wählen, sondern bekommt möglicherweise über seinen Bildschirm eine Lösegeldforderung statt des gewünschten Programms.

Mit sogenannter Ransomware erpressen Cyberkriminelle ihre Opfer. Sie verschlüsseln die persönlichen Daten und geben sie nur gegen eine Geldzahlung wieder frei. „Wir müssen davon ausgehen, dass Angriffe auf das Internet der Dinge zunehmen werden“, sagt Alexandru Balan vom Anbieter für Sicherheits-Software Bitdefender.

Leichtes Spiel für Hacker, Sicherheitsexperten schlagen Alarm

Doch die Entwicklung immer neuer Technologie birgt Sicherheitsrisiken, die von Herstellern bisher weitestgehend ignoriert werden. Vor allem sind die Geräte der verschiedenen Anbieter oft untereinander nicht kompatibel, so dass übergreifende Sicherheitslösungen nicht entwickelt werden können.

Im vergangenen Jahr zeigte ein Großangriff, wie Kriminelle u. a. mehrere Millionen vernetzte Kameras, Drucker und Router von Privatpersonen kaperten, die mit Standard-Passwort-Einstellungen und ohne Firewall betrieben wurden. Unterschiedliche technischen Standards der Produkte, die von den Herstellern nicht gepflegt werden, sind ein großes Problem. Viele Geräte kommunizieren außerdem über unverschlüsselte Netzwerkedienste. Sie sind leichte Beute für Hacker. 

Nutzen intelligenter Haushaltsgeräte

Ist eine Haarbürste, die den Besitzer über sein Kämmverhalten aufklärt, wirklich sinnvoll? Muss das Haustier über Gadgets mit dem Internet verbunden werden?

Es gibt natürlich Produkte, die einen echten Mehrwert bieten. Vor allem Alarmsysteme schützen vor Einbrechern. Von elektronischen Türschlössern sollte jedoch Abstand genommen werden, denn sie öffnen Dieben Tür und Tor – im wahrsten Sinne des Wortes.

Als Konsument muss man abwägen, was man wirklich braucht und was nicht. Die Erfahrung zeigt, dass das Internet immer Sicherheitslücken aufweist und Cyberkriminelle genau diese Lücken ausnutzen, um Privatpersonen und Unternehmen einen finanziellen Schaden zuzufügen. Wer sein Heim vernetzen möchte, sollte sich umfassend über das angebotene Produkt und dessen Sicherheit informieren. Zudem bieten Firmen, die auf Sicherheits-Software spezialisiert sind, Lösungen für private und gewerbliche Kunden.

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