Brand- und Explosionsschutz
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Elektrotechnik
Neue Rauchwarnmelder
ep4/2007, 2 Seiten
Neue Rauchwarnmelder Die Aufklärungskampagne „Rauchmelder retten Leben!“ und die gesetzliche Rauchwarnmelderpflicht in derzeit sechs Bundesländern (Tafel ) haben zahlreichen Endverbrauchern die tödliche Gefahr einer Rauchgasvergiftung bewusst gemacht. Und viele wissen auch, dass in diesem sicherheitsrelevanten Bereich No-Name-Produkte fehl am Platze sind. Sie setzen auf solide Markengeräte und die fachmännische Beratung durch das Elektrohandwerk. Client und verringert dadurch die Anzahl an Benachrichtigungen erheblich, die zwischen Client und Server versendet werden. Somit lassen sich Computer von einer einzigen Konsole aus verwalten. Message Relays, die dafür sorgen, dass Netzwerkcomputer als Relays zur Konsole agieren, entlasten den Server zusätzlich. So ist es möglich, mehrere Tausend Computer von einer einzigen Konsole aus zu verwalten. Verwaltung gespeicherter Informationen. Das Sicherheitskonzept bietet verschiedene Datenbank-Lösungen, so dass große Unternehmen die Informationen effektiv verwalten können. Das System kann standardmäßig mit MSDE (Microsoft SQL Server Desktop Engine) integriert werden. Es lässt sich aber auch ein SQL-Server verwenden, um die erweiterten Funktionen und Skalierbarkeit für große Netzwerke zu nutzen. Integrierter Bedrohungs-Report. Integrierte, netzwerkweite Reporte bei Bedarf sind Voraussetzung zur Aufrechterhaltung des Netzwerkschutzes. Sie geben einen Überblick über Infektionen und den Schutzstatus des Netzwerks. Die Konsole bietet kundenspezifische, integrierte Diagramme, Grafiken und Reporte, die beispielsweise nach Bedrohung, Ort und Zeit aufgeschlüsselt sind. Zusammenfassung Die Verwaltung von Sicherheits-Software und die Durchsetzung von Richtlinien in großen und komplexen Netzwerken ist unerlässlich, doch sehr kostenspielig. Viele Produkte, die Lösungen für diese Probleme versprechen, steigern die Komplexität oft nur, da sich Administratoren mit einer Unmenge komplizierter Funktionen herumschlagen müssen, die sie größtenteils nie verwenden. Die hier vorgestellte Sicherheitslösung wurde speziell dazu entwickelt, die Komplexität der Verwaltung des Schutzes von Desktops, Laptops und Servern im Netzwerk zu verringern und bietet leistungsstarke, auf Richtlinien basierende Verwaltungsmöglichkeiten, so dass sich der Schutz des Netzwerks leicht überwachen und Zeitaufwand, Ressourcen sowie auch Kosten stark reduzieren lassen. Elektropraktiker, Berlin 61 (2007) 4 340 AUS DER PRAXIS Glossar Adware: Software die Werbebanner u. Ä. enthält Client: Anwendung, die Dienst eines Servers im Netzwerk in Anspruch nimmt; oft wird Rechner, auf dem Client-Anwendung läuft, als Client bezeichnet Endpoint/Endpoint-Security: Endgerät/Endgeräte-Schutz Firewall: System aus Soft- und Hardwarekomponenten, das den Zugriff zwischen verschiedenen Rechnernetzen beschränkt Gateway: Gerät, das Verbindung und Kommunikation von Netzwerken ermöglicht, die auf verschiedenen Protokollen basieren Hacker: Personen, die sich unbefugt Zutritt zu Rechnern/Netzwerken verschaffen Malware: Programme, die unerwünschte, schädliche Funktionen getarnt im Hintergrund ausführen (z. B. ungewollte Datenlöschung u. Ä.) Port-Blocking: Ports sind Anschlussbuchsen an Netzwerkkomponenten zum Verbinden untereinander oder zum Anschluss von Endgeräten; Port-Blocking bedeutet, dass an bestimmten Ports der Zugang zum Netzwerk blockiert wird Remote Computer: Rechner, die sich von anderen Rechnern aus fernbedienen lassen Relay: Weiterleitung von Daten Server: Anwendung, die nach Anfrage Kontakt mit Client aufnimmt und mit ihm Daten austauscht oder ihm einen Dienst bereitstellt; oft wird Rechner, auf dem Serverprogramm läuft, auch als Server bezeichnet Spyware: Software, die persönliche Daten eines PC-Benutzers ohne dessen Wissen oder Zustimmung an Dritte sendet Trojaner: Programm, das als nützliche Anwendung getarnt ist, im Hintergrund aber ohne das Wissen des Anwenders eine andere meist schädliche Funktion erfüllt Update: Aktualisierung einer Software, die Programmmängel korrigiert oder Programmverbesserungen enthält „Freitag der 13. wird Ihr Glückstag, wenn Sie heute Rauchmelder installieren.“ Das ist das Motto des diesjährigen Rauchmeldertages am Freitag, dem 13. Juli 2007. Initiator ist das Forum Brandrauchprävention in der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb). Multiplikatoren sollen den Tag nutzen, um Verbraucher durch Aktionen oder Informationen an den lebensrettenden Nutzen von Rauchmeldern zu erinnern und zur Installation von Rauchmeldern zu motivieren. In Bundesländern mit einer Gesetzgebung zur Installation von Rauchmeldern in Privathaushalten (mit Nachrüstfristen für Bestandsbauten) sollen gezielt Vermieter und Wohnungsbesitzer aufgeklärt und angesprochen werden. Das Forum Brandrauchprävention stellt zum diesjährigen „Freitag, dem 13.“ auf der Internetseite www.rrl-insiders.de rechtzeitig Informationsmaterial zur Verfügung. Sortiment erweitert Zahlreiche namhafte Hersteller der Branche haben sich auf den wachsenden Markt der Rauchwarnmelder eingestellt und ihr Produktsortiment ergänzt oder ausgebaut. So wurde beispielsweise erst kürzlich die Familie der Argus-Rauchmelder von Merten erweitert (Bild ). Die fünf neuen VdS-anerkannten Modelle erfüllen die Vorgaben der EN 14604 für die Installation nach DIN 14676 [1-3]. Bei allen Geräten erfolgt die Überwachung über das Streulichtprinzip, den so genannten Tyndall-Effekt. Beim Eintreten des Rauchs in die Messkammer erfolgt ein pulsierender Warnton mit ca. 85 db(A). Die korrekte Funktion des Gerätes lässt sich jederzeit durch einen Testknopf kontrollieren, darüber hinaus findet einmal pro Minute eine automatische Selbstkontrolle statt. Eine schwache Batterie zeigen die Melder etwa 30 Tage lang alle 45 Sekunden durch ein akustisches Signal und eine blinkende LED an. Basismodell Als Einsteigerversion in der Ausführung „polarweiß“ bietet sich das Modell „Basic“ an. Das Einzelgerät kann einfach an der Decke montiert werden. Es wird mit einer im Lieferumfang enthaltenen 9-V-Blockbatterie betrieben, deren Lebensdauer rund drei Jahre beträgt. In der Variante „Basic Longlife“ liegt dem Gerät eine 9-V-Lithium-Batterie bei, die die Wartungsintervalle auf etwa zehn Jahre verlängert. Vernetzte 230-V-Version Der Rauchwarnmelder vom Typ 230 V in den Farben Polarweiß und Aluminium kann zusätzlich an eine 230-V-Versorgung angeschlossen werden. Er lässt sich über eine freie Ader der 230-V-Installation vernetzen. Damit melden alle Geräte einen Alarm, sobald ein einzelnes Rauch erkannt hat. Dies bietet sich vor allem in größeren Wohnungen an und bei der Absicherung von Flu-Bundesweiter Rauchmeldertag EP0407-332-341 21.03.2007 14:03 Uhr Seite 340 ren, die als Rettungswege dienen. Optional kann die Montage des Melders auf einer UP-Dose oder einem AP-Montage-Sockel erfolgen, der im Lieferumfang enthalten ist. Vorteil des hier einsetzbaren Montage-Sockels im Zusammenspiel mit der UP-Dose: Da die 230-V-Technik in die UP-Dose integriert wird, bleibt der schlanke Sockelfuß erhalten. Das Gerät ist sowohl netz- als auch batterieversorgt. Es zeigt über eine Farb-LED den jeweiligen Status (Netzbetrieb, Batteriebetrieb oder Alarm) an. Funkvernetzung Mit einer 868,3-MHz-Funkvernetzung arbeitet das batteriebetriebene Modell „Connect“. Es steht in den Ausführungen Polarweiß und Aluminium zur Verfügung. Die Funkmelder eignen sich besonders für die Nachrüstung bestehender Wohnungen und Häuser, da aufwendige Leitungsinstallationen nicht erforderlich sind. Bis zu 40 Rauchwarnmelder können zusammengeschaltet werden. Neben der Funktechnik ist auch die Vernetzung über eine zweiadrige Leitung möglich. Die Geräte sind kompatibel zum bisherigen Argus-Rauchmeldersystem des Herstellers sowohl mit Draht- als auch mit Funkvernetzung, was die Erweiterung bestehender Anlagen erleichtert. 230-V-Variante plus Funk Das Modell „Connect 230 V“ wird zusätzlich mit Netzspannung versorgt und lässt sich ebenfall über eine freie Ader der 230-V-Installation vernetzen. Beim Neubau können so entsprechende Auslässe und Leitungen vorgesehen werden, ist jedoch bei einer Erweiterung keine Ader mehr frei, erfolgt die Vernetzung über Funk. Auch hier besteht Kompatibilität zur älteren Meldergeneration. Eine 9-V-Block-Batterie mit einer Lebensdauer von rund drei Jahren versorgt das Gerät bei Störungen im Versorgungsnetz. Literatur [1] Rauchwarnmelder - ein lukratives Geschäftsfeld. Elektropraktiker, Berlin 60 (2006) 12, S. 1034. [2] DIN EN 14604:2005-10 Rauchwarnmelder. [3] DIN 14676:2006-08 Rauchwarnmelder für Wohnhäuser, Wohnungen und Räume mit wohnungsähnlicher Nutzung - Einbau, Betrieb und Instandhaltung. Elektropraktiker, Berlin 61 (2007) 4 341 Tafel Rauchwarnmelderpflicht in Wohnungen Geltungsbereich: Schlaf- und Kinderzimmer sowie Flure, die als Rettungsweg dienen, in Neu- und Umbauten sowie - wenn angegeben - in Bestandsbauten (vgl. ep 01/2007, S. 5) Bundesland gültig seit Nachrüstpflicht für alle bestehenden Wohnungen Rheinland-Pfalz 12/2003 - Saarland 02/2004 - Schleswig-Holstein 01/2005 bis Ende 2009 Hessen 06/2005 bis Ende 2014 Hamburg 12/2005 bis Ende 2010 Mecklenburg-Vorpommern 04/2006 bis Ende 2009 Argus-Rauchwarnmelder Foto: Merten EP0407-332-341 21.03.2007 14:03 Uhr Seite 341
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