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Aus dem Facharchiv: Arbeitsunfälle von Elektrofachkräften
Akku war verpolt angeschlossen

Durch die Verpolung eines Akkus kam es zu einem Kurzschluss mit Lichtbogenbildung.

Kurzschlussschäden an der verpolten Batterie (Bild: BG ETEM)

Arbeitsauftrag. Ein Institut hatte für Notfälle eine Ersatzstromversorgung errichten lassen. Die USV-Anlage befand sich in der Tiefgarage des Institutsgebäudes und wird über Akkumulatoren gespeist. Die Anlage besteht aus zwei Batterieschränken mit je 33 Stück 12-V-Batterien, die in Reihe geschaltet sind. Die beiden Stränge mit etwa 400 V DC sind parallelgeschaltet. Ein Monteur hatte den Auftrag erhalten, die USV-Anlage einer Wartung zu unterziehen.
Unfallhergang. Der Monteur nahm die einzelnen Batterien aus den Schränken und setzte diese nach der Prüfung wieder ein. Beim provisorischen Auflegen der letzten Verbindungsleitung eines Stranges trat plötzlich ein Kurzschluss mit Lichtbogenbildung auf. Infolge des Kurzschlusses wurde nicht nur die Unfallbatterie beschädigt (Bild), sondern auch an den anderen Polen mit nur provisorisch aufgelegten Anschlussleitungen kam es zu Lichtbögen und Beschädigungen. Der Monteur erlitt zum Glück nur leichte Verbrennungen an den Händen.
Unfallanalyse. Eine Untersuchung an den Schränken ergab, dass bei der Zusammenstellung der Batterien des einen Schrankes eine Verbindungsleitung falsch angebracht worden war. Der Monteur hatte aus Versehen den Plus-Pol der einen Batterie nicht mit dem Minus-Pol, sondern mit dem Plus-Pol der folgenden Batterie, verbunden. Dieser Strang wies demnach nicht die erforderlichen 400 V DC, sondern nur etwa 380 V DC auf. Im Moment der Parallelschaltung ergab sich zwischen den beiden Batteriesträngen eine Potentialdifferenz.

Autor: J. Jühling

Der Artikel wurde unserem Facharchiv entnommen.

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