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Betriebsführung

Von der Zunftkleidung zur Corporate Fashion

ep2/2003, 1 Seite

Der Ursprung der Berufskleidung reicht bis in das Mittelalter zurück. Die Vorstufe zur heutigen Berufskleidung bildeten der Lederschutz der Schmiede, die Robe der Richter oder die Kutte der Mönche. Sie sollte nicht nur schützen, sondern auch Zusammengehörigkeit ausdrücken.


durchlässig gemacht. Grundlage hierfür ist ein Isolierglas mit elektronisch einstellbarer Licht- und Energietransmisson des Herstellers Pilkington. Die Steuerung der elektrochromen Fassade erfolgt über eine LON-Steuerung. Auf die EIB-Anlage wurde zusätzlich eine Störmeldefunktion realisiert. Designstark im Detail Für ein repräsentatives Gebäude wie den Verwaltungsbau der Handwerkskammer Dresden spielt das Design eine wichtige Rolle. Im Bereich der Leuchten kam deshalb mit Spectral ein sehr designstarker Anbieter zum Zuge. In den Büros kamen hochwertige Flachleuchten zum Einsatz (Bild ). Im Treppenhaus wurden Strahler für eine indirekte Beleuchtung installiert (Bild ). Im Bereich der Schalter und Steckdosen entschieden sich Architekt und Bauherr für das Schalterprogramm Gira Event in Anthrazit/Alu (Bild ). Probleme mit Oberwellen Im Gebäude kommt es zu undefinierten Zeiten zu eigenständigen Schalthandlungen im Bereich der Beleuchtungs- und Jalousieanlage. Nach Analysemessungen der Fa. Frago wurde ein erhöhter Oberwellenanteil als Ursache festgestellt. Durch den Einsatz eines Oberwellenfilters sollen diese Probleme in Zukunft vermieden werden. R. Lüders Betriebsführung Elektropraktiker, Berlin 57 (2003) 2 111 Flachleuchten von Spectral sorgen für die vorgeschriebene Helligkeit und Blendfreiheit Eine interessante Stimmung erzeugt die indirekte Beleuchtung im Treppenhaus Berufskleidung im Wandel In den letzten Jahrzehnten hat sich Berufskleidung stark verändert. Ein Wandel, der sich auch im Sprachgebrauch ausdrückt. Aus der einst als Zunft- und Standeskleidung entstandenen Arbeitskleidung entwickelte sich in den siebziger Jahren zunächst die Berufskleidung. Heute sprechen die Experten immer mehr von Corporate Fashion - Kollektionen, die nicht nur schützen und schonen, sondern darüber hinaus das Image des Unternehmens nach außen und innen präsentieren. Noch in den fünfziger und frühen sechziger Jahren prägten Blaumann und Kittel das Bild der Arbeitskleidung. Von Farbe war (fast) keine Spur: Blau, Grau und bisweilen auch Weiß beherrschten das Bild. Sicherlich nicht nur eine Frage der Mode, sondern auch der Materialien, der Färbung und Waschverfahren. Strapazierfähig, gut waschbar und möglichst pflegeleicht lauteten die Kriterien bei der Anschaffung. Die in den meisten Fällen noch vom Arbeitnehmer organisiert und finanziert wurde. Mitte der Sechzigern begann der Wandel. Die Menschen befreiten sich von alten Lasten - auch vom „Mief“ der fünfziger Jahre. Die Revolution begann in den Köpfen - und zeigte sich schnell auch in der Kleidung. Individualismus war Trumpf, sowohl im privaten Bereich wie in der Arbeitswelt. Alles was nur den Anschein von Uniformierung trug, war - um den heutigen neudeutschen Begriff zu nutzen - out. Das betraf auch die Berufskleidung. Von jetzt an dominierte die persönliche Freizeitkleidung am Arbeitsplatz. Sicherlich auch, weil deren Stoffe weniger grob, weniger schwer, weniger schweißtreibend waren. Mit den neuen, leichten und bequemen Textilien glaubten die Träger ihre geistige Befreiung am eigenen Körper spüren zu können. Doch die Anbieter von - wir nennen sie jetzt Berufskleidung - reagierten schnell. Der Tragekomfort und immer stärker die Optik wurden zum zentralen Element des Anforderungsprofils. Atmungsaktive Gewebe, der Freizeitmode angepasste Schnitte und attraktive Farben erstürmten den Markt. Selbstverständlich immer in Übereinstimmung mit den Vorgaben des jeweiligen Arbeitsplatzes. Denn der Schutz - sowohl der Person wie auch des Materials - stehen in der Prioritätenliste für Berufskleidung weiter ganz oben. Berufskleidung als Botschaft Dann kamen McDonalds, UPS und Coca Cola. Und mit ihnen die Erkenntnis, dass eine gepflegte, einheitliche Berufskleidung vielleicht doch Nutzen bieten könnte. Denn eine immer wichtigere Voraussetzung des Unternehmenserfolges ist der visuelle Stil, die konsequente Umsetzung des Corporate Design in alle Bereiche bis hin zur Berufskleidung. Mittlerweile zum Marketinginstrument aufgestiegen, prägt sie als Corporate Fashion ganz wesentlich das Erscheinungsbild moderner Unternehmen: Der Mitarbeiter ist eindeutig zu identifizieren, macht einen gepflegten Eindruck, vermittelt Kompetenz und steht überall dort, wo er auftritt, als Statthalter der Firma. Aber auch die Mitarbeiter werden, so eine Studie, in ihrer Leistungsbereitschaft gefördert und motiviert. Denn die Corporate Fashion gibt ihnen Sicherheit und Selbstvertrauen, die Mitarbeiter fühlen sich „ihrer“ Firma zugehörig. Corporate Fashion ist heute ein nicht mehr zu vernachlässigender Aspekt in der Darstellung eines Unternehmens. Von der Zunftkleidung zur Corporate Fashion Der Ursprung der Berufskleidung reicht bis in das Mittelalter zurück. Die Vorstufe zur heutigen Berufskleidung bildeten der Lederschutz der Schmiede, die Robe der Richter oder die Kutte der Mönche. Sie sollte nicht nur schützen, sondern auch Zusammengehörigkeit ausdrücken. Moderne Berufskleidung schützt nicht nur. Sie ist attraktiv, bequem und imagebildend Foto: DBL

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