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Hard- und Software | Elektrotechnik

Visualisierung der Gebäudesystemtechnik

ep5/2005, 2 Seiten

Visualisierung und KNX/EIB sind vieldiskutierte Themen, mit kontroversen Meinungen. Einerseits kommen auf die Elektrofachkraft aufwändige Programmierarbeiten zu, andererseits grenzen eingeschränkte Möglichkeiten die kreativen Spielräume ein. Eine Software bietet neue Möglichkeiten.


Erweitertes Anwenderfeld Das modulare Softwaresystem Facility-Pilot von Jung erlaubt das Aufbauen von Anzeigen, die Prozesse darstellen, sowie von Archiven für Werteverläufe und Ereignisse. Des Weiteren lassen sich Controller-Funktionen über Drag und Drop konfigurieren. Sofern besondere Anforderungen gestellt werden, die das System nicht standardmäßig abdeckt, besteht die Möglichkeit, Visualisierungen zu programmieren. Eine Programmierumgebung für BASIC-Skripte schafft dafür die Voraussetzung. Mit dem Editor lassen sich Prozessbilder in Form von Arbeitsblättern gestalten. Auf diesen können Prozessparameter dargestellt und mit hinterlegten Anzeigelementen diverse Anwendungen platziert werden. So lassen sich beispielsweise Temperaturen anzeigen (Bild ). Das Gestalten des Hintergrundes ist mit DXF-, JPG-, BMP-, WMF- oder EMF-Formaten möglich. Prozessmodell als Basis Das System basiert auf einem Prozessmodell, das entweder Daten von verschiedenen Prozessanschlüssen enthält oder dem EIB-Editor entnimmt. Es lassen sich die Daten verschiedener Prozesse miteinander verknüpfen und Funktionen erstellen sowie konfigurieren, deren Ergebnisse weitergeleitet werden können. Prozessvariablen sind mit anderen Programmen über DDE verbindbar. Für die Parameter können mehrere Archive angelegt werden, die Einzelereignisse oder den Werteverlauf eines Prozesses speichern und das Berechnen von Mittelwerten und Summen erlauben (Bild ). Funktionen Neben UND-/ ODER-Funktionen sind enthalten: · Sequenz: Wie im Modell definiert, lassen sich Verbraucher auf Tastendruck einschalten oder Zeitstempel den Bauteilen zuordnen. · Weiterleitung: Ermöglicht bei verschiedenen Prozessanschlüssen das Weiterleiten eines Quellwertes an einen Zielwert (Gateway-Funktionalität) - beispielsweise beim Nutzen oder Anzeigen eines Wertes der Heizung (OPC) in der KNX/EIB-Anlage. · Statusfunktion: Die Statusvariable nimmt den zuletzt gemeldeten Wert an und bildet EIB-Statusobjekte nach, wenn bestimmte KNX/EIB-Geräte fehlen. Elektropraktiker, Berlin 59 (2005) 5 392 AUS DER PRAXIS Visualisierung der Gebäudesystemtechnik Visualisierung und KNX/EIB sind vieldiskutierte Themen, mit kontroversen Meinungen. Einerseits kommen auf die Elektrofachkraft aufwändige Programmierarbeiten zu, andererseits grenzen eingeschränkte Möglichkeiten die kreativen Spielräume ein. Eine Software bietet neue Möglichkeiten. Virtuelles Thermometer zeigt Temperaturen an · Szene: Schickt, im Gegensatz zur Sequenz, Befehle ohne zeitliche Reihenfolge auf den Bus. · Tor-Funktion: Basiert auf der WENN/DANN-Funktion. · Zeitverzögerung: Erlaubt das Einstellen beliebiger Zeiten ohne ETS-Programmierung. · Wächterfunktion: Mit dieser können die Parameter überwacht, ggf. ein Alarm über E-Mail, SMS oder Fax abgesetzt und Überwachungszeiten vorgewählt werden. · Zähler: Ermöglicht die Anzeige der Betriebszeiten und durchschnittlichen Schaltzeiten. · Kalenderprogramm: Es sind mehrere Kalender zum Erstellen und Konfigurieren automatischer Zeitschaltfunktionen programmierbar. Das System arbeitet nicht kanalspezifisch. Es ist daher nicht erforderlich, für jeden Kanal ein eigenes Programm zu erstellen. EIB- und OPC-Editor Mit dem EIB-Editor ist es möglich den KNX/EIB-Anschluss durchzuführen und Projektdaten aus der ETS einzulesen (Bild ). Dieser Editor verwendet einen Falcon-Treiber der EIBA, der auch die Konnex-Datentypen unterstützt. Bisherigen EIS-Typen werden in der Hilfe des Editors erklärt. Optional ist ein OPC-Client erhältlich. Zugriff über PDA oder Internet Bereits in der Entwicklung besteht die Option, über PDA oder Internet mit Web-Browsern auf das System zuzugreifen. Die Benutzerverwaltung ist so angelegt, dass zu schützende Bereiche vor unberechtigten Zugriffen gesichert sind. Möglich ist auch, einzelne Komponenten des Systems nur vorgegebenen Benutzergruppen zugänglich zu machen. Zusätzliche Möglichkeiten bieten das Anbinden von digitalen Videorekordern, -kameras oder eines PC. Die Visualisierung arbeitet unter Windows 98SE und XP, jedoch nicht unter Windows NT. Die Oberfläche ist im XP-Stil gehalten. Elektropraktiker, Berlin 59 (2005) 5 Analyse von Verbrauchswerten Einlesen von Projektdaten aus der ETS Quelle: Jung

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