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Elektrotechnik

Sichere Trinkwasserdesinfektion

ep3/2000, 1 Seite

Man kann sie weder riechen noch schmecken, und fürs bloße Auge bleibt sie unsichtbar. Trotzdem zieht die „Legionella pneumophila“ regelmäßig die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich. Bei Legionen-Problemen steht ein Hauseigner vor riesigen Problemen. Umsichtige Gebäudetechniker sollten auch hier eine Lösung kennen.


Seit 1976 taucht die hauptsächlich für immungeschwächte Menschen gefährliche Krankheitserregerin immer wieder in Warmwasser-Installationssystemen von Krankenhäusern, Schwimmbädern und Sportstätten auf - weltweit. Das Alter der Leitungssysteme spielt hinsichtlich des Legionellen-Befalls wahrscheinlich kaum eine Rolle. Legionellen können, weiß Professor Dieter Kreysig, wissenschaftlicher Berater der Aqua Butzke-Werke AG Ludwigsfelde, aus langjähriger Erfahrung, sowohl in 2- bis 3-jährigen wie auch in über 30-jährigen Rohrleitungen in unterschiedlichen Konzentrationen vorkommen (Bild ). Nur Desinfektionen helfen Zum Schutz vor Bakterien, Viren und Pilzen seien vor allem keimfrei ausgeführte Installationsarbeiten, eine sorgfältige Wahl der Konstruktionswerkstoffe sowie eine Grunddesinfektion des Leitungssystems vor Inbetriebnahme erforderlich. Um aber „mikrobiell bedingte gesundheitliche Gefährdungspotentiale innerhalb gebäudeinterner Trinkwasser-Installationen“ generell auszuschließen, müsse kontinuierlich desinfiziert werden. Eine Möglichkeit dazu ist der Einbau einer Desinfektionsanlage. Die Fa. Aqua bietet Anlagen, die ohne Zusatz von Chemikalien arbeiten. Statt dessen wird ultraviolettes Licht genutzt (Bild ), um auf die Lebensvorgänge innerhalb einzelner Zellen und/oder Mikroorganismen einzuwirken. Ihr im Grunde einfaches Prinzip: Wasser, das durch das Leitungssystem fließt, wird für einen bestimmten Zeitraum einer gleichbleibend hohen UV-Bestrahlung von mindestens 400 J/m2 mit der definierten Wellenlänge l=254 nm ausgesetzt. Das führt bei allen Keimarten zur Zerstörung der Erbsubstanz: Sie werden augenblicklich vermehrungsunfähig und sterben nach kurzer Zeit ab. Dem Desinfektionsverfahren bescheinigen beispielsweise die Betreiber einer Berufsbildenden Schule in Hannover den erfolgreichen Einsatz: Seit gut einem Jahr ist man wieder legionellenfrei. Mit der Zertifizierung durch den DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e. V.) ist die desinfizierende Wirkung nun auch von offizieller Seite bestätigt. Ebenso effizient lässt sich Trinkwasser mit einem elektrolytischen Desinfektionssystem mit Depotwirkung behandeln (Bild ). Es eignet sich speziell für Anlagen mit einem hohen Re-Verkeimungsrisiko und vernichtet wassergängige Mikroorganismen über die Schädigung ihrer Vitalfunktionen. Das Verfahren basiert auf der Erzeugung von desinfizierenden Wirkstoffen aus dem Wasser und seinen Inhaltsstoffen mit elektrischen Strom, erläutert der Anbieter. Dabei entsteht als Hauptwirkstoff gegen die ungewünschten Infektionsherde unterchlorige Säure, die man aus dem natürlich im Wasser enthaltenen Chlorid generiert - selbstverständlich stets im Rahmen der von der Trinkwasserverordnung festgelegten Grenzwerte. Über 50mal erfolgreich Auch in Süddeutschland profitiert man bereits vom Know-how der Ludwigsfelder Firma. Hier konnten die Sparkassenakademie Neuhausen sowie zwei Hallenbäder in Ostfildern bei Stuttgart ihre „erheblichen“ Legionellenprobleme lösen. Inzwischen kann Aqua auf über 50 Pilotprojekte zur erfolgreichen Trinkwasserdesinfektion verweisen. Vorausgesetzt, dass vor dem Einbau der Aqua-Anlagen Bestandsanalyse und Grunddesinfektion aller Rohrleitungen erfolgten, ist man vor bösen Überraschungen durch Verkeimungen relativ sicher. Zu den selbstverständlichen Schutzmaßnahmen für den Nutzer gehören zudem regelmäßige Wasserbeprobungen. Elektropraktiker, Berlin 54 (2000) 3 231 Report Sichere Trinkwasserdesinfektion Man kann sie weder riechen noch schmecken, und fürs bloße Auge bleibt sie unsichtbar. Trotzdem zieht die „Legionella pneumophila“ regelmäßig die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich. Bei Legionen-Problemen steht ein Hauseigner vor riesigen Problemen. Umsichtige Gebäudetechniker sollten auch hier eine Lösung kennen. Ablagerungen im Trinkwasser-Leitungsnetz sind die idealen Lebensräume von Baketrien- und Pilzkulturen. Hier vermehren sich auch gefährliche Viren wie die Legionellen Trinkwasserbehandlung mit UV-Licht: Stimmt die Wellenlänge, bekommen Bakterien nicht nur Stoffwechselstörungen. Unter einer entsprechenden Dosis unltravioletten Lichtes sterben sie sogar ab. Beim Aqua-System erfolgt die Keimtötung während das Wasser durch eine gut ein Meter lange, lichtdichte Bestrahlungskammer aus Edelstahl strömt Schnittmodell einer Aquades-Elektrolysezelle mit Spezialeletrodenpaket

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