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Inf.- und Kommunikationstechnik | Elektrotechnik

Neues im Bereich der Tür- und Gebäudekommunikation

ep8/2008, 2 Seiten

Die Tür- und Gebäudekommunikation ist ein wichtiger Punkt bei der Planung und Errichtung neuer Gebäude. Bedingt durch das gestiegene Sicherheitsbedürfnis der Menschen gewinnen diese Kommunikationseinrichtungen aber auch im Sanierungs- und Renovierungsmarkt zunehmend an Bedeutung. Sowohl in gewerblichen als auch privaten Bauten setzen sich vermehrt die Anlagen mit Videotechnik durch. Nachfolgend wird daher eine Auswahl entsprechender neuer Produkte vorgestellt.


Komplett-Sets Unter der Bezeichnung Compact bietet Siedle neue Komplett-Sets zum günstigen Preis an (Bild ). Dies soll es dem Fachvertrieb ermöglichen, attraktive Geräte im unteren Preissegment anbieten zu können, bei denen auch der Aufwand für Planung, Montage und Installation relativ gering ist. Diese Sets enthalten eine neue kompakte Aufputz-Türstation mit oder ohne Video sowie die dazugehörigen Sprechstellen und die Netzversorgung. Die Audio-Sets werden mit den Standard-Haustelefonen des Herstellers in 1+n-Technik ausgestattet, die bis zu vier Wohneinheiten bedienen. Die Video-Ausführungen basieren auf dem herstellerspezifischen In-Home-Bus und können ein bis zwei Wohneinheiten versorgen. Dabei können Haustelefone mit Hörer oder hörerlose Freisprechtelefone gewählt werden. Die Farbkamera der Video-Türstation ist justierbar, sodass sich ihr Blickwinkel genau auf den Eingang ausrichten lässt. Mit ihrer integrierten Beleuchtung liefert die Kamera auch bei Dunkelheit ein scharfes, klar erkennbares Bild. Im ganzen Sortiment wird ausschließlich Farb-Videotechnik verwendet und selbst beim preiswertesten Set kommen TFT-Farbdisplays zum Einsatz. Diese Aufputz-Türstationen und -Telefone sind kompakt, flach und relativ schnell montiert sowie installiert. Dank einer automatischen Inbetriebnahme erfolgt die Programmierung bei den Videogeräten von allein. Das Design der Brillantsilber lackierten Türstationen ist auf das Wesentliche reduziert. Weiße LEDs beleuchten das Infoschild und die Ruftasten, deren Namensschilder sich ohne Demontage der Station wechseln lassen. Audio- sowie Video-Sets werden mit Innenstationen in neutralem Weiß kombiniert. Auch der Hersteller Elcom bietet neue Komplett-Sets für Gebäudekommunikation in Ein- bis Dreifamilienhäusern an, die sowohl für die Renovierung als auch für Neubauten geeignet sind. Diese Sets enthalten die komplette Technik für Türkommunikation im Gebäude. Zur Installation und Inbetriebnahme ist nur eine Person notwendig. Die Video-Lösung besteht z. B. aus der neuen Video-Türstation BTV-230 und der Video-Hausstation BVM-280 (Bild ). Dabei ist es möglich, drei Haustelefone im Parallelbetrieb einzusetzen. Die Merkmale der neuen Haustelefone sind u. a. die Anzeige mit 10 cm Bilddiagonale, acht per LED beleuchtete Funktionstasten sowie eine Etagenrufweiterleitung über die herstellerspezifische Bus-Technologie. Die per LED hinterleuchteten Klingeltaster und von vorn wechselbare Namensschilder sowie eine hochauflösende Farb-Kamera gehören zu den wesentlichen Elementen der Video-Türstation, die in Weiß oder Silber ab Ende des zweiten Quartals 2008 erhältlich ist. Video-Innenstationen Zentrales Merkmal der neuen Video-Türkommunikationslösung ecoos aus dem Hause TCS ist ein 3,5 Zoll großes ergonomisches Videodisplay (Bild ). Das Display wird sowohl zur Anzeige des Videobildes als auch auch zur Darstellung eines Textmenüs genutzt. Anhand dreier Menütasten werden die Grundeinstellungen in einem Textmenü vorgenommen. Zwei große runde Tasten dienen den Hauptfunktionen Gesprächsannahme und Türöffnen. Über die kleineren Tasten lässt sich das Videobild aufschalten ober auch zwischen mehreren Videoquellen umschalten. Ruftonabschaltung erfolgt mit optischer Anzeige und mit einer weiteren Taste kann eine Steuerfunktion (z. B. Licht schalten) bedient werden. Vier farbige Wechselrahmen sind bereits im Lieferumfang enthalten. Mit ihnen kann der Nutzer farbige Akzente setzen und die Station so an eine individuelle Umgebung anpassen. Mit 23 mm Bautiefe, erfolgt die Montage relativ raumsparend auf Putz. Besonderes Merkmal der neuen Wohnungsstation Video AP von Elektropraktiker, Berlin 62 (2008) 8 724 AUS DER PRAXIS Neues im Bereich der Tür-und Gebäudekommunikation Die Tür- und Gebäudekommunikation ist ein wichtiger Punkt bei der Planung und Errichtung neuer Gebäude. Bedingt durch das gestiegene Sicherheitsbedürfnis der Menschen gewinnen diese Kommunikationseinrichtungen aber auch im Sanierungs-und Renovierungsmarkt zunehmend an Bedeutung. Sowohl in gewerblichen als auch privaten Bauten setzen sich vermehrt die Anlagen mit Videotechnik durch. Nachfolgend wird daher eine Auswahl entsprechender neuer Produkte vorgestellt. Komplett-Set als Video-Variante mit Freisprech-Funktion Foto: Fa. Siedle Digitale Freisprecheinrichtung für den Innenbereich Foto: Fa. Fermax Video-Innenstation mit einem 3,5-Zoll-Display Foto: Fa. TCS Wohnstation mit kapazitiven Sensortasten Foto: Fa. Gira Video-Türsprechanlage für echten Vollduplex-Betrieb Foto: Fa. Jung Video-Komplett-Set für Ein- bis Dreifamilienhäuser Foto: Fa. Elcom Türstation und Video-Hausstation, die Gebäude- und Türkommunikation über Ethernet ermöglichen Foto: Fa. Ritto Elektropraktiker, Berlin 62 (2008) 8 725 AUS DER PRAXIS B[]hWdZ#8J_Y_de=cX>Ç7cI_bX[h]'*Ç+/*/*Ie[ijÇmmm$Xj_Y_de$Z[ <WhXl_Z[e#Jhifh[Y^Wdb W][d _d_jWb_[d_iY^[cJef#:[i_]dkd Z _ddel Wj_l[h(#:hW^j#J[Y^d_a >Wkiij Wj_ed 7NEBKJ;:_ifb Wo0 ("+¹B9:#<WhXced_jeh ;_dij[bbkd][dX[h EI:#C[d ·;_dWY^[8[Z_[dkd] <bWY^[h Kdj[hfkjp#;_dXWk HW^c[d_d l[hi Y^_[Z[d[d :[i_]di 8J_Y_dei[jpj CWij X[hL_Z[e#Jhifh[Y^Wdb W][d0 B9:#J[Y^d_ahXh_bb Wdj[<WhXX_bZ[h uij^[j_afkh0;Zb[EX[hbY^[d"aecf Waj[<ehc >h[hbei[<h[_^WdZifh[Y^j[Y^d_a KdZWbb[ic_jZ[h_ddel Wj_l[d(#:hW^j#J[Y^d_a led8J_Y_de0;_dWY^ij[?dij Wbb Wj_edc_jdkh(:h^j[d· lec Jh\d[hX_ipkh>Wkiij Wj_ed$ <eh Z[hd I_[kdi[hWki^hb_Y^[i?dehc Wj_edic Wj[h_WbWd$ J[b$0&'.&%)(('*((eZ[h<Wn0&(/('%'&*#)'& Gira ist die homogene Front des Gerätes (Bild ). Weder Lautsprecher noch Mikrofon sind von vorne sichtbar. Durch ein hochauflösendes 2 Zoll großes TFT-Farbdisplay bietet dieses Gerät hohe Tiefenschärfe sowie gute Bildqualität - selbst bei unterschiedlichen Blickwinkeln. Einstellungen wie Rufton wählen und abstellen, Helligkeit, Kontrast, Farbe und Rufmelodiezuordnung sind per Display möglich. Dank kapazitiver Sensortechnik erfolgt die Bedienung durch ein leichtes Berühren der Tasten. Funktionen wie Licht schalten, Tür öffnen, Rufton deaktivieren und Rufannahme lassen sich darüber ausführen. Eine Türöffnerautomatik für ein selbständiges Öffnen der Tür kann über das Menü aktiviert werden und bietet sich z. B. für Arztpraxen an. Die Installation erfolgt in zwei Schritten. Bei der Rohmontage wird zunächst die Grundplatte mit den Anschlussklemmen auf der Wand montiert. So kann ohne das Gerät vorverdrahtet werden. Dann wird die Station auf der Montageplatte eingerastet, wodurch automatisch eine Kontaktierung mit dem Gerät erfolgt. Ab November 2008 ist die Wohnungsstation in verschiedenen Farben sowie mit allen Rahmenvarianten aus dem System 55 des Herstellers erhältlich und lässt sich zudem mit dessen Schalterprogramm E22 kombinieren. Das Unternehmen Jung hat nun ebenfalls Tür-Kommunikation im Programm. Dazu gehören u. a. Video-Innenstationen (Bild ), die ein echofreies, gleichzeitiges Sprechen in einem Vollduplex-Betrieb ermöglichen. Ein digitaler Signal-Prozessor (DSP) garantiert digitale Sprachqualität. Das automatische Einmessen auf Umgebungsbedingungen und Netzverhältnisse sowie eine aktive Störgeräuschunterdrückung sorgen zudem dafür, dass keine Außengeräusche die Kommunikation stören. Dank einer integrierten Voice-Memo-Funktion lassen sich individuelle Sprachnachrichten speichern. Das Gerät ist mit einem 2,8 Zoll großen TFT-Farbmonitor ausgestattet, auf dem die Menüführung über das On-Screen-Display (OSD) mit Touch-Funktion läuft. Sämtliche Video-und Audio-Einstellungen werden damit vorgenommen, wie z. B. Lautstärke, Kameraauswahl, Kontrast, Helligkeit, Farbe sowie Steuerung des optischen Zooms und auch Verschiebung des Ausschnitts eines aufgenommenen Kamerabildes. Die Geräte sind in zahlreiche Schalterserien des Herstellers integrierbar. Der spanische Hersteller Fermax hat mit iLoft eine digitale Freisprechanlage im Sortiment (Bild ), die bei der vorgesehenen Aufputz-Montage 14 mm aus der Wand hervorragt. Das Gerät verfügt über einen TFT-Farbbildschirm mit einer Bilddiagonale von 4 Zoll, in dem neben dem Videobild auch das Menü zur Anpassung der internen Parameter, wie z. B. Klingeltonwahl und -lautstärke, Farbe oder Kontrast, angezeigt wird. Die Oberfläche ist gekennzeichnet durch eine transparente Polykarbonatfolie, auf neutralem Untergrund. Drei der fünf verchromten Tasten sind mit den Funktionen Kameraaktivierung, Rufannahme/Menüanzeige sowie Türöffnung belegt während zwei weiteren Tasten Sonderfunktionen, wie Licht schalten, Notruf oder Öffnen einer weiteren Tür zugewiesen werden können. Über eine kleine LED wird der Kommunikationsstatus (aktiv/inaktiv) angezeigt. Das Gerät muss entsprechend der Haus- oder Wohnungsnummer programmiert werden. Dazu muss die Tastenabdeckung angehoben, der darunter befindliche Programmierknopf gedrückt und dann mit den Tasten die Zuodnung zu der entsprechenden Außenstation vorgenommen werden. Ethernet-Türkommunikation Die neue IP-Türsprechanlage von Ritto ermöglicht eine Anbindung der Türsprechanlage an den PC oder beliebig viele Video-Hausstationen. Relativ einfach lässt sich diese Türkommunikationslösung per Ethernet in ein bereits bestehendes Gebäudesystem integrieren. Die vorgestellte IP-Türsprechanlage mit Ethernet-Anschluss funktioniert mit Hilfe eines IP-Schaltgeräts mit einem integrierten Trafo für den Türöffner. Ist die Türstation erst ins Heim-Netzwerk integriert, lässt sie sich auf Wunsch auch vom PC aus steuern. In nahezu allen gewerblichen Gebäuden wird Ethernet als Standard-Datentransferleitung genutzt. Also ist die Anbindung der Türsprechanlage an das Firmennetzwerk die logische Konsequenz. An das Ethernet eines Gebäudes angeschlossen, können über diese IP-Türsprechlösung bis zu 300 Türstationen und 500 Innensprechstellen miteinander vernetzt werden. Zudem sind unbegrenzt viele Gesprächs-und Videoverbindungen parallel möglich. Das Ethernet als Datenleitung schont die Ressourcen, sodass eine aufwendige Planung und Konfiguration mehradriger Kabel für die Audio- und Videosteuerung entfallen. Als Schaltzentrale für die IP-Türsprechanlage in Großobjekten dient der Netzwerk-Schrank, über den die Signale dann per Datenleitung von der IP-Edelstahl-Türstation Acero an IP-Video-Hausstationen übermittelt werden (Bild ) - bei Bedarf auch an den PC. Für die Benutzerführung steht eine Anwender- und Conciergesoftware zur Verfügung, mit der eine Anbindung dieser IP-Türsprechanlage an einen oder auch mehrere Computer möglich ist. Die Nutzung des Ethernets als Infrastruktur für alle Anwendungen bietet auch ohne PC-Anbindung Flexibilität. Das Nachrüsten und Erweitern der IP-Sprechanlage ist jederzeit relativ einfach realisierbar und selbst die Spannungsversorgung kann über Ethernet erfolgen, indem die Türstationen und Sprechstellen per „Powerover-Ethernet“-Technik (PoE) mit Strom versorgt werden. Bei Netzwerken ohne PoE-Kompatibilität sorgen so genannte Power-Injektoren zwischen Switch und Teilnehmer für die Stromzufuhr. Die IP-Türsprechanlage wird ab Herbst 2008 erhältlich sein. Der Beitrag wird in der nächsten Ausgabe fortgesetzt Fortsetzung ELEKTRO PRAKTIKER

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