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Elektrotechnik
Light+Building 2012 in Frankfurt am Main - Leitmesse der E-Branche (Vorbericht)
ep4/2012, 3 Seiten
234 Elektropraktiker, Berlin 66 (2012) 4 BRANCHE AKTUELL Light+Building 2012 in Frankfurt am Main Leitmesse der E-Branche Am 15. April fällt der Startschuss für die Light+Building 2012. Sechs Tage lang präsentieren in Frankfurt am Main über 2100 Aussteller aus 50 Ländern ihre Neuheiten in den Sparten Licht, Elektrotechnik sowie Haus- und Gebäudeautomation. Effiziente Konzepte in der Gebäude- und Lichttechnik „Die weltweite Energiewende braucht innovative Technologien. Gebäude spielen dabei eine entscheidende Rolle, und wir können schon heute die Weichen für eine nachhaltige Zukunft stellen. Das zeigt die Light+Building, die weltgrößte Messe für Licht und intelligente Gebäude“, sagt Messe-Chef Wolfgang Marzin. Die Energiewende gelinge nur mit intelligenten Netzen, den Smart Hallenbelegung der Light+Building 2012 Hallen 8.0/9.0/11.0/11.1 Elektrotechnik Halle 8.0 Energieeffiziente Gebäudesystemlösungen und Elektroinstallation/ Gebäudeinfrastruktur Halle 11.0 Elektrische Installations- und Netzwerktechnik Halle 11.1 Designorientierte Elektroinstallation und Gebäudesystemtechnik Freigelände 11 Gebäude als Kraftwerk im Smart Grid Hallen 9.0/11.0 Haus-/Gebäudeautomation, Facility Management, Contracting, Photovoltaiksysteme, weitere Gebäudesystemtechnik/Elektrotechnik, Software für das Bauwesen Halle 9.1 Treffpunkt Zukunft Werkstattstraße, Arbeitssicherheitsseminare Hallen 4.0/4.1/4.2 Lichttechnische Komponenten und Zubehör/LED Hallen 3.0/3.1/4.1/4.2/10.1/ Forum O/Festhalle 2.0 Technische Leuchten/Lampen Halle 5.0 Urban Lighting/Schwerpunkt Außenleuchten für öffentliche Bereiche Hallen 5.1/6.0/6.1/10.1 Dekorative Leuchten (modernes Design, klassisch-modern, klassisch-traditionell, Vollsortimenter, dekoratives Zubehör) Hallen 1.1/1.2/5.1 Technische, designorientierte Leuchten Freigelände Agora Außenleuchten, Public Places Grids, die mit effizienten und intelligenten Smart Homes verbunden sind. „Energieeffizienz ist dabei die wichtigste Brückentechnologie hin zur Erreichung der Energiewende. Denn der Gebäudesektor bietet mit 40 % Anteil am Gesamtenergieverbrauch immer noch hohe Einsparpotentiale. Hier steht die Entwicklung des Gebäudes vom Energieschlucker zum intelligent arbeitenden, effizienten Energieverbraucher, -speicher und -erzeuger im Vordergrund“, so Marzin. Zugleich erhöhten sich Komfort und Sicherheit - sowohl in Wohn- als auch in Objektgebäuden. Ein weiterer wichtiger Aspekt der Light+Building2012istder Wandel in der Lichttechnik hin zur LED und zur OLED. „Der weltweite Wachstumsimpuls für die Beleuchtung kommt von der Digitalisierung des Lichts“,erklärtder Vorsitzendedes ZVEI-Fachverbandes Licht Christoph Hess. „Lichtsteuerungen sorgen für Energieeinsparungen und bringen zusätzlichen Komfort. Die LED als elektronisches Element ermöglicht erstmals neue Leuchtenkonzepte und -designs mit situativer Schaltung. Die dynamische Steuerung von Lichtintensität, -farbe und -farbtemperatur sowie die Veränderung des Lichtkegels erlauben es, das Licht an die jeweiligen Gegebenheiten anzupassen.Leuchtenwerdensichmelden, wenn sie Wartung benötigen, denn auchdasist Effizienz.“ Der Mensch werde zunehmend erkennen, dass künstliches Licht noch mehr kann als nur Helligkeit erzeugen, so Hess. Gelände komplett belegt Schon seit Monaten ist das zur Verfügung stehende Messegelände komplett ausgebucht. In den Hallen 1 bis 6 und 10 zeigen die Herstellerihre Neuheitenzu Leuchten und Lampen sowie Außenleuchten für den öffentlichen Bereich. Dabei zeichnen sich gerade die technischen Leuchten und Lampendurcheinbreites Spektrum in allen Variationen und für alle Anwendungen aus. Neben technischendesignorientierten Leuchten werden dekorative Leuchten für den Wohn- und Objektbereich in allen Stilrichtungen und Preissegmentenvorgestellt.Abgerundetwird der Bereich durch die lichttechnischen Komponenten. In den Hallen 8, 9 und 11 sind die Bereiche Elektrotechnik sowie Haus- und Gebäudeautomation angesiedelt. Präsentiert werden Neuheiten von der energieeffizienten Gebäudesystemtechnik über Installations- und Netzwerklösungen bis hin zu designorientierten Komponenten und den erneuerbaren Energien. Rahmenprogramm Ein umfangreiches Rahmenprogramm ergänzt auch in diesem Jahr das Angebotsspektrum der Light+Building.Einneuer Programmpunkt ist die Sonderschau „Das Gebäude als Kraftwerk im Smart Grid“aufdem Freigeländezwischen den Hallen 8, 9 und 11. Sie zeigt, wie die Zukunft hinsichtlich dezentraler Energieerzeugung unter Nutzung regenerativer Energien aussehen kann. Im Mittelpunkt steht das Gebäude als Kraftwerk, das seine Energieselbsterzeugt,nutzt, steuertundineinintelligentes Netz eingebunden ist. Vor dem Hintergrund schwankender Erzeugungskapazitäten kommt vor allem dem intelligenten Lastmanagement besondere Bedeutungzu.Aneinem Gebäudesehendie Besucherexemplarisch das Zusammenspiel verschiedener Komponenten wie Photovoltaik, Windkraft, Kraftwärmekopplung,Brennstoffzellen-und 'HKGPVG.ÒUWPIGP FKGFCU.GDGPGKPHCEJGTOCEJGP '5;.7:&GWVUEJNCPF)OD*+KPHQ"GU[NWZFG+YYYGU[NWZFG 236 Elektropraktiker, Berlin 66 (2012) 4 BRANCHE AKTUELL Speichertechnik, Elektromobilität, Smart Meter, Schalt- und Schutzbausteine sowie die Vernetzung und Integration einschließlich Visualisierung und Bedienung. Parallel zu dieser Sonderschau präsentiert der ZVEH gemeinsam mit den Landesverbänden aus Hessen/Rheinland-Pfalz und dem Saarland in Halle 8 das „E-Haus -Intelligentes Gebäudevom Profi: Energieeffizienz, Komfort und Sicherheit“(sieheauchdas Interview mit ZVEH-Präsident Walter Tschischka auf Seite 238). Das 100 m2 große Modellhaus mit 7 Räumen zeigt die aktuellen technischen Entwicklungen und ihre Anwendungeninder Praxis.Schwerpunkte sind das Energiemanagement (einschließlich Photovoltaik-und Kleinwindkraftanlagen, Energiespeicherung, Ladeinfrastruktur im Privathaus für E-Fahrzeuge), Beleuchtungstechnik,generationenübergreifendes Wohnen, Mess-, Steuer-und Regelungstechniksowie Multimedia. Die Themen Green Building, Smart Home, Elektromobilität, Energieeffizienz sowie dezentrale Erzeugung und Einspeisung von elektrischer Energie stehen auch im Mittelpunkt des Technologie-Forums in Halle 8, das der ZVEI gemeinsam mit der Messe Frankfurt veranstaltet. Dort diskutieren Experten aus ZVEI-Mitgliedsunternehmen herstellerneutral über neue Produkte und Systeme sowie Normenänderungen. Fachgespräche sollen Hintergründe aufzeigen und dem Fachmann Tipps und Testen Sie auf der Messe das neue Am Stand des ep in Halle 8 können sich die Besucher der Light+Building umfangreich über das neue ep INSTROM informieren. Die bewährte Software zur Planung, Berechnung und Dimensionierung von Niederspannungsanlagen wurde grundlegend überarbeitet und mit zahlreichen neuen Funktionen versehen. So ist es jetzt beispielsweise möglich, Anlagendaten direkt mit den Profitest-Messgeräten von GMC auszutauschen. Ebenso lassen sich die im Elektromanagervon Mebedoeingespielten Objekte in ep INSTROM prüfen und berechnen. Eine weitere Schnittstelle besteht zu DDS-CAD: Dort erstellte Daten von Elektroanlagen können importiert und ebenfalls geprüft und berechnet werden. Betriebsmittel lassen sich nun in ep INSTROM einfach per Drag-&- Drop in den Plan ziehen oder kopieren. Über die Darstellung mehrerer Fenster besteht die Möglichkeit, gleichzeitig z. B. den Verteileraufbauplan oder verschiedene Übersichtsschaltpläne zu bearbeiten. Beliebig viele Schritte in der Planung lassen sich rückgängig machen oder wiederholen. Weitere neue Module eignen sich besonders für die Ausbildung. Sie berechnen und veranschaulichen den Spannungsfall und körpergefährdende Berührungsspannungen. Machen Sie sich selbst ein Bild und nehmen Sie auch an unseren täglichen Verlosungen teil: Halle 8, Stand B92. AUF EINEN BLICK Ort Messegelände Frankfurt am Main Öffnungszeiten 15. bis 19. April 2012, jeweils von 9 bis 18 Uhr 20. April 2012, von 9 bis 17 Uhr Rahmenprogramm Arbeitssicherheitsseminare Building Performance Congress und Vorträge Technologie-Forum Sonderschau „Das E-Haus“ Wettbewerb Design Plus Deutscher Lichtdesign-Preis Förderareal für junge innovative Unternehmen Sonderschau „Gebäude als Kraftwerk im Smart Grid“ Innovationspreis Architektur und Technik KNX Top-Event Luminale 2012 Sonderschau Public Places Trendforum Werkstattstrasse Young Design Eintrittspreise Tageskarte: 16 (Vorverkauf: 14 ) Dauerkarte: 35 (Vorverkauf: 30 ) Ermäßigte Tageskarte: 9 Alle Eintrittskarten (ohne Ehrenkarten) beinhalten die kostenlosen Fahrten zum Messegelände und zurück mit den öffentlichen Verkehrsmitteln des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) innerhalb des gesamten Tarifgebietes. An der Kasse erworbene Tageskarten berechtigen nur zur Rückfahrt. Gutscheinkarten müssen vorab im Internet in eine Eintrittskarte getauscht werden, um den RMV kostenlos zur Hin- und Rückfahrt nutzen zu können. Orientierung geben. Zwei Blöcke des Forums widmen sich den Themen „Digitalisierung“ und „Wirkung des Lichts auf den Menschen“. Der Building Performance Congress vertieft auch in diesem Jahr den Dialog zu den Themen Licht und integrierte Gebäudetechnik. Experten aus dem In- und Ausland beleuchten in ihren Vorträgen aktuelle Entwicklungen. Zum Kongress gehören zahlreiche Einzelveranstaltungen, wie das Licht-Forum, das Building-Forum oder der Deutsche Energieberatertag. Einen Anziehungspunkt für Architekten und Innenarchitekten, den Fachhandel und Designer schafft das Trendforum, das die Wohntrends für 2012/13 präsentiert (Halle 5.1/6.1 Foyer). Besonders attraktivfürArchitekten,Planerund Ingenieure ist zudem das Angebot anthemengeführten Rundgängen. Straßenbeleuchtung in einem der Realitätnachempfundenenurbanen Umfeld präsentiert die Sonderausstellung „Public Places“ auf dem Freigelände zwischen den Hallen 3, 4 und 5. Treffpunkt Zukunftin Halle9.1und der Galleria heißt eine besondere Einrichtung der Messe Frankfurt zur Förderung von Nachwuchskräften. Sie setzt sich aus verschiedenen Projekten zusammen, wie den Arbeitssicherheitsseminaren der BG oder der Werkstattstraße für die Auszubildenden der E-Handwerke. Im Bereich Young Design stellt sich der kreative Nachwuchs dem Fachpublikum vor und präsentiert erste Leuchtenentwürfe. Das Förderareal soll jungen Unternehmen der Branche den Markteintritt erleichtern, im Hochschulareal präsentieren Studenten aus den Fachrichtungen Architektur, Lichtgestaltung, Gebäudetechnik und Technische Gebäudeausrüstung ihre aktuellen Projekte. Darüber hinaus bietet der Wettbewerb Design Plus jungen Kreativen die Möglichkeit, ihre Ideen von einer international besetzten Fachjury bewerten zu lassen. Die prämierten Prototypen werden im Rahmen einer Sonderschau ausgestellt. Ein weiterer Höhepunkt ist die parallel zur Messe stattfindende Luminale mit ihren faszinierenden Lichtinszenierungen: In und um Frankfurt erstrahlen Straßen, Plätze und Gebäude in ganz besonderem Glanz. „Die Messegäste aus aller Welt und die interessierten Bürger aus der Region genießen den Glamour des Lichterglanzes, den Trubel auf den nächtlichen Plätzen und die neuen Licht-Ideen von Architekten, Künstlern und Designern“, so Luminale-Kurator Helmut Bien.
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