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Schutzmaßnahmen | Installationstechnik | Kabel und Leitungen | Elektrotechnik

Leitungsschutzschalter mit Steckklemmtechnik

ep2/2004, 1 Seite

Die Stecktechnik setzt sich im Installationsbereich gegenüber den konventionellen Schraubklemmen immer stärker durch. Was sich bei Schaltern und Steckdosen schon lange als gängige Praxis bewährt hat, wurde nun auch auf Modulargeräte wie Leitungsschutzschalter übertragen.


Zeitersparnis bei der Montage Die Verwendung von schraubenlosen Steckklemmen bei Leitungsschutzschaltern (LS-Schaltern) bringt dem Elektro-Installateur bei der Montage eine Zeitersparnis von bis zu 40 % im Vergleich zu Modellen mit herkömmlichen Schraubklemmen. Denn bei den abgangsseitig mit Steckklemmen ausgerüsteten Geräten kann die Leitung einfach eingesteckt werden (Bild ). Mit dem Entriegelungs-Mechanismus lässt sie sich per Knopfdruck ebenso schnell und einfach wieder lösen. Massive und flexible Kupfer-Leiter mit Querschnitten von 1,5 bis 4 mm2 sind gleichermaßen einsetzbar. Auf Aderendhülsen kann bei flexiblen Leitern verzichtet werden. Massive Leiter lassen sich werkzeuglos anschließen; beim Anschluss flexibler Leiter muss die Klemme per Knopfdruck mit einem Schraubendreher geöffnet werden. Eine separate Prüföffnung erleichtert den Spannungstest. Darüber hinaus bieten die LS-Schalter auch an den Abgangs-Steckklemmen den Berührungsschutz IP2X nach BGV A2, der für eine erhöhte Sicherheit bei Verdrahtung und Montage sorgt. Höhere Klemmkräfte steigern die Sicherheit Die Stecktechnik bietet zudem im Hinblick auf die Anlagensicherheit Vorteile. Denn als Errichter einer Elektroverteilung ist die ausführende Elektrofachkraft auch für den dauerhaft sicheren Betrieb der Installation verantwortlich. So wird beispielsweise bei Schraubverbindungen empfohlen, deren Festigkeit in regelmäßigen Abständen zu überprüfen. Für die Festigkeit der Schraubverbindungen bei den Zu- und Abgängen von Leitungsschutz-Schaltern schreibt die Norm aus Sicherheitsgründen ein Anzugsmoment von 2,4 Nm vor. Denn sowohl bei zu geringer Festigkeit als auch bei zu hohen Anzugsmomenten können Schmorstellen entstehen, die in der Praxis immer wieder Brände auslösen. Steckklemmen bieten hier mehr Sicherheit, wie die Auflistung der Klemmkräfte in Tafel deutlich macht. Die angegebenen Kräfte wurden an der Feder der Steckklemme gemessen, von der die Kraft zum Halten der Leiter ausgeht. Die erforderlichen Kräfte zum Einstecken der Leitungen sind vergleichsweise niedrig (Tafel ). Die um ein Vielfaches höheren Klemmkräfte zeigen den Sicherheitsgewinn, der mit der Stecktechnik verbunden ist. Zudem sind die Steckklemmungen „ermüdungsfrei“ und damit dauerhaft: Eine regelmäßige Kontrolle der Anzugsmomente wie bei Schraubverbindungen ist nicht erforderlich. Elektropraktiker, Berlin 58 (2004) 2 145 AUS DER PRAXIS Leitungsschutzschalter mit Steckklemmtechnik Die Stecktechnik setzt sich im Installationsbereich gegenüber den konventionellen Schraubklemmen immer stärker durch. Was sich bei Schaltern und Steckdosen schon lange als gängige Praxis bewährt hat, wurde nun auch auf Modulargeräte wie Leitungsschutzschalter übertragen. Art des Leiters Durchmesser flexibel massiv 1,5 mm2 > 100 N > 120 N 1,5 mm2 > 125 N > 140 N 4,0 mm2 > 150 N > 160 N Durchmesser massiver Leiter 1,5 mm2 max. 10 N 1,5 mm2 max. 12 N 4,0 mm2 max. 20 N Tafel Klemmkräfte bei Steckklemmen Tafel Erforderliche Kräfte zum Einstecken des Leiters Bei den abgangsseitig mit Steckklemmen ausgerüsteten Geräten kann die Leitung einfach eingesteckt werden. Fotos: Hager

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