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Elektrotechnik | Steuerungstechnik

Leitungen für externe Sensorik und Aktorik einer SPS-Steuerung

ep11/2012, 2 Seiten

In SPS-Steuerschränken ist es für gewöhnlich notwendig, externe Sensorik oder Aktorik außerhalb des Schrankes über Leitungen anzuschießen, welche die interne Steuerspannung (z. B. 24 V) führen. Diese interne Spannungsversorgung kann nach meiner Ansicht nach zwei Möglichkeiten aufgebaut sein: 1. Aufbau als FELV-Stromkreis mit einem vom Netz getrennten Steuertransformator. Dabei wird ein Pol der Sekundärseite mit dem PE-Leiter auf der Primärseite verbunden. 2. Aufbau als PELV-Stromkreis mittels eines SELV-Netzteils mit sicherer Netztrennung, dessen Sekundärseite ebenfalls mit dem PE-Potential verbunden ist, wodurch die gesamte Versorgung zur PELV wird. Eine reine SELV-Versorgung ohne geerdeten Pol wäre nur mit einer Isolationsüberwachung der Steuerspannung möglich und daher recht unpraktikabel. Wäre es zulässig, in den zuvor beschriebenen beiden Fällen die externe Verkabelung mit solchen Leitungen auszuführen, die nicht geeignet sind, Netzspannung zu führen, wie z. B. I-Y(St)Y? Nach meiner Ansicht ist dies nicht zulässig. Bei der FELV-Variante könnte im Fehlerfall am Steuertrafo Netzspannung auf die Sekundärseite geraten. Im Fall der PELV-Versorgung aus einem SELV-Netzteil könnte das wegen der sicheren Trennung zwar im Netzteil selbst nicht geschehen, jedoch liegen im Schrank die Leitungen für die Steuerspannung meist zusammen mit der Verdrahtung der Lastseite im selben Verdrahtungskanal. Hier sind die Aderleitungen beider Spannungsebenen jeweils nur basisisoliert ausgeführt, sodass die gegenseitige Näherung im Fehlerfall ebenso zu einem Spannungseintrag auf die Steuerspannungsseite führen könnte. Ich sehe hier gewisse Parallelen zum DALI-Bus sowie zur Schnittstelle für 1–10 V. Diese sind nur einfach vom Netz getrennt und deswegen unbedingt in netzspannungstauglichen Leitungen zu führen. Betrachtet man wiederum den EIB/KNX-Bus, so handelt es sich dort zwar um eine SELV-Versorgung, wobei jedoch eine spezielle für 4 kV geprüfte Leitung verwendet wird, sodass Näherungen der SELV-Spannung führenden Leitung an andere Netze möglich sind.


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Autor
  • W. Hörmann
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