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Kurz informiert

ep6/2014, 1 Seite

2014: Fachmesse Arbeitsschutz Aktuell; Haftung bei Nachbarschaftshilfe; Elektroroller der Oberklasse; Akku-Werkzeuge werden effizienter


Betriebsführung Elektropraktiker, Berlin 68 (2014) 6 477 Kurz informiert 2014: Fachmesse Arbeitsschutz Aktuell Die Fachmesse Arbeitsschutz Aktuell findet in diesem Jahr bereits vom 25. bis 28. August 2014 in Frankfurt/ Main statt. Begleitet wird die Ausstellung traditionell von einem Fachkongress - vom 27. bis 29. August. Beide Foren stehen im unter dem Motto „Wandel der Arbeitswelt - sicher und gesund gestalten“. Der Fachkongress widmet sich insbesondere den Anforderungen zeitgemäßer Präventionsarbeit. Eines der Kernthemen des Forums lautet „Verhaltensorientierter Arbeitsschutz - eigen- oder fremdbestimmt?“. Menschliches Fehlverhalten ist die Hauptunfallur sache in deutschen Betrieben. Die Unfallforschung belegt seit vielen Jahren, dass etwa 91 % der Unfälle auf verhaltens- und organisationsbedingte Ursachen zurückzuführen sind, während technische Ursachen aufgrund des hohen Schutzniveaus mittlerweile in weniger als 9 % die Ursache darstellen. Der verhaltensorientierte Arbeitsschutz setzt genau hier an - die Vision Zero stets im Fokus. Das Thema wird am Donnerstag, den 28.08., im Mittelpunkt der Diskussion stehen. Einen wesentlichen Grundpfeiler für die Umsetzung der Vision Zero sieht Prof. Dr. Rainer von Kiparski, Präsident der Fachvereinigung Arbeitssicherheit (FASI - ideeller Träger der Veranstaltung) in einer offenen Fehlerkultur in Unter nehmen: „Es muss konsequent aus Fehlern gelernt werden. Unter nehmen müssen dafür Fehler toleranz signalisieren“. Ein Mitarbeiter dürfe keinesfalls fürchten, für Fehler, die beinahe zu Unfällen oder Schäden geführt hätten, abgestraft zu werden. Das Erfassen solcher Vorfälle würde aber eine Analyse ermöglichen, um auf organisations- und verhaltensbedingte Fehlerursachen einzuwirken. Fachmesse und -kongress wurden diesmal zeitlich vorgezogen, um für den XX. Weltkongress für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit: Globales Forum Prävention - vom 24. bis 27. August - und das dort erwartete internationale Fachpublikum eine breite Arbeitsschutz-Plattform zu bieten. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) rechnet als Gastgeber dieser weltweit größten Branchenveranstaltung für Arbeitsschutz mit über 4000 Fachbesuchern aus aller Welt. Haftung bei Nachbarschaftshilfe Ein Elektroinstallateur mit langjähriger Berufserfahrung hatte die Montage einer Außenbeleuchtung und deren Verkabelung an einem Wohnhaus vorgenommen - als unentgeltliche Gefälligkeit für den Nachbarn. Doch bei den Messungen übersah er, dass das Lampengehäuse unter Spannung stand. Ein Nagel im Hausinnern hatte den Schutzleiter des Lampenkabels durchtrennt. Als bei Fassadenarbeiten am Gebäude ein Bauarbeiter auf einem Metallgerüst stehend gegen das Gehäuse der Außenlampe geriet, erlitt er eine Körperdurchströmung mit schwersten gesundheitlichen Folgen. Mit seiner Klage nahm der Verunfallte nicht nur den Auftraggeber der Fassadenarbeiten (Hauseigentümer) in Anspruch. Auch der Nachbarschaftshelfer wurde auf Schmerzensgeld und Schadenersatz in beträchtlicher Höhe verklagt. Die Tatsache, dass es sich hier um eine Gefälligkeit handelte, die zudem unentgeltlich verrichtet wurde, führt bei Personenschäden nicht zum stillschweigenden Ausschluß der Haftung - zudem bei gefahrenträchtiger Arbeit und Haftpflichtversicherung - so entschied das Oberlandesgericht (OLG) Koblenz, Urteil vom 02.04.2014 - 5 U 311/12. Die Haftung kann sich auch auf Schäden Dritter erstrecken, denn mit weiteren Arbeiten an dem Gebäude war zu rechnen. Elektroroller der Oberklasse Seit April produziert BMW am Standort Berlin-Spandau in Kleinserie den elektrischen Motorroller „C evolution“ (Bild a). Der 265 kg schwere Zweisitzer ist für den Stadtverkehr entwickelt und mit einer Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h sogar tauglich für die Stadtautobahn. Das hohe Anfangsdrehmoment des flüssigkeitsgekühlten Synchronmotors ermöglicht laut Hersteller Beschleunigungswerte, die einem konventionellen Motorrad mit 600 cm3 Hubraum entsprechen. Kernstück des E-Scooters sind die Lithium-Ionen-Speichermodule, identisch mit denen des Elektro-Pkw i3. Die Batteriekapazität von 8 kWh erlaubt eine Reichweite von etwa 100 km. Auch sonst besitzt der E-Roller vieles von der elektrischen Antriebstechnik des i3: Bremsenergierückgewinnung, vier vom Fahrer anwählbare Fahrmodi, elektrische Rückfahrhilfe und Batteriesicherheit. Der Kaufpreis beträgt 12 605 Euro (o. MwSt.), die Stromkosten belaufen sich auf etwa 1,70 Euro/100 km. Akku-Werkzeuge werden effizienter Motor- und Akku-Technik. Beim Einsatz von Akku-Geräten zahlen sich besonders eine lange Lebensdauer und eine gute Laufleistung aus. Um dem Rechnung zu tragen, rüstete Bosch Powertools seine Geräte mit wartungsfreien langlebigen EC-Motoren und sogenannten Coolpack-Akkus aus. Die bürstenlosen EC-Motoren bewirken, dass die Akku-Werkzeuge nicht so heiß werden und pro Akku-Ladung laut Hersteller bis zu 30 % mehr leisten können. Die neuen 5,0 Ah-Akkus für 18 Volt-Geräte bieten gegenüber den bisherigen 4,0 Ah-Akkus nochmals 25 % mehr Laufzeit. Mit einer Größe von 11,5 x 7,5 x 5,5 cm und 620 g Gewicht sind sie auch vergleichsweise klein und leicht. Anwendung findet die neue Technik z. B. in einem neuen Drehschlagschrauber (Bild b). Er vereint die Vorteile der EC-Technik mit der bewährten Sechskant-/ Vierkant-Aufnahme des bestehenden GDX-Modells: Damit können Bits, aber auch Steckschlüssel verwendet werden. Induktives Laden. Um wesentlich flexibler mit den Akku-Geräten arbeiten zu können und lange Ladezeiten zu vermeiden, plant Bosch, im Herbst 2014 induktive Akkus und Ladegeräte einzuführen. Dafür spricht einiges: · ständig arbeitsbereite Geräte - Akkus können am Gerät verbleiben und während jeder Arbeitspause auf der Lade-Einheit abgestellt und geladen werden · flexibles Arbeiten - denn die induktiven Akkus einer Volt-Klasse sind mit den Geräten dieser Klasse kompatibel · robuste Lade-Einheiten - ohne die ansonsten gegenüber Wasser und Schmutz empfindlichen Kontaktstellen. a E-Roller für die City - 35 kW Leistung in der Spitze Quelle: BMW b Drehschlagschrauber GDX 18 V-EC Professional Quelle: Bosch Powertools

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