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Blitz- und Überspannungsschutz | Sicherheitstechnik | Alarm- und Signalgeber

Immer auf der sicheren Seite

Blitz- und Überspannungsschutz automatisch überwachen
ep9/2020, 2 Seiten

Blitz- und Überspannungsschutz verspricht größtmögliche Sicherheit gegen Personen- und Sachschäden oder Anlagenstillstände – so lange er funktioniert. Aber was ist, wenn ein Schutzleiter korrodiert oder ein Varistor überaltert ist? Eine regelmäßige Prüfung ist personalintensiv und schützt nicht vor plötzlich auftretenden Schäden. Außerdem ist sie in Anwendungen wie Windkraftanlagen kaum realisierbar. Besser ist eine automatisierte und herstellerunabhängige Überwachung aller relevanten Parameter.


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Gegen Überspannungen durch einen Blitzeinschlag oder Netzstörungen sind ausgereifte Schutzeinrichtungen auf dem Markt. Aber selbst eine normgerechte Ausführung mit hochwertigen Komponenten garantiert nicht automatisch einen dauerhaften Schutz. Es gibt eine ganze Reihe von Störungen, die die Schutzwirkung beinträchtigen oder ganz aufheben können.

Versteckte Störquellen

Eine klassische Fehlerquelle sind Alterungsprozesse der MOVs (Metal Oxid Varistor), die als Ableiter des Typs 2 verwendet werden. Sie verlieren über die Jahre ihre elektrischen Eigenschaften, je nachdem, wie häufig sie Überspannungen ausgesetzt sind. Manche Geräte besitzen deshalb eine integrierte Impulszählung. Aber selbst mit einer Amplitudenbewertung, d. h. wie oft und wie stark Überspannungen aufgetreten sind, lässt sich keine belastbare Aussage über den Alterungsprozess treffen.

Es dauert Jahre, in denen sich die Werte nur langsam verschlechtern. Irgendwann wird dann ein einzelnes Ereignis das Bauteil schlagartig zerstören. Allerdings lässt sich der Alterungsprozess durch eine Messung der Leckströme genau nachverfolgen. Diese steigen im Lauf der Zeit an. Der MOV wird dann ausgetauscht, bevor er einen kritischen Zustand erreicht. Natürlich ist auch ein Totalausfall zu erkennen.

Ein wichtiger Punkt ist ebenso die Überwachung des PE-Anschlusses. Ist dieser fehlerhaft, sind die eingesetzten Überspannungsableiter unwirksam.

Weitere typische Fehlerquellen sind eine ausgelöste Vorsicherung oder eine Defektanzeige über den Fernmeldekontakt. Auch diese müssen überwacht werden. Aussagen über deren Funktion sind besonders für GDTs (gas discharge tube, Gasableiter) und ähnliche Komponenten relevant, die sich nicht durch eine Leckstrommessung überprüfen lassen.


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